
Mitsotakis verurteilt Brandanschlag in Thessaloniki, bei dem die Mutter eines Politikers ums Leben kam, und gelobt, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erklärte, dass kein ideologischer Vorwand Mord rechtfertigen könne, nachdem ein Brandanschlag in Thessaloniki das Leben von Vagia Nestora, der Mutter eines Politikers der Nea Dimokratia, gefordert hatte.
Der Anschlag
Ein tödlicher Brandanschlag in Thessaloniki forderte das Leben von Vagia Nestora, der Mutter der Nea-Dimokratia-Politikerin Afroditi Nestora. Der Vorfall überschattete nach Angaben von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis alle anderen Entwicklungen dieser Woche. Er ging in seiner wöchentlichen Regierungsbilanz, die er am Sonntag auf Facebook veröffentlichte, darauf ein.
Was in Thessaloniki passiert ist, zeigt auf die brutalste Weise, dass kein ideologischer Vorwand einen mörderischen Angriff rechtfertigen kann.
Reaktion der Regierung
Mitsotakis betonte, dass die Täter gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Er stellte den Anschlag in den Zusammenhang des Widerstands gegen die Law-and-Order-Politik seiner Regierung, die seit 2019 in Kraft sei.
Es ist offensichtlich, dass unsere stetige Entscheidung seit 2019, der Gesetzlosigkeit entgegenzutreten und überall das Gesetz durchzusetzen, einige stört. Lernt also auch hieraus, dass wir nicht nachgeben werden, noch zulassen, dass das Land in die Jahre der Spaltung zurückkehrt.
Historische Parallelen
Der Ministerpräsident zog Vergleiche zur Zerschlagung der Terrorgruppe 17. November und zur Auflösung der rechtsextremen Partei Goldene Morgenröte und deutete an, dass die Verantwortlichen für den Anschlag das gleiche Schicksal erwarte.
So wie der 17. November zerschlagen und die Goldene Morgenröte aufgelöst wurde, wird es auch diesen Feigheiten ergehen, die so tun, als wären sie Revolutionäre.
Aufruf zur politischen Besinnung
Über die unmittelbare Verurteilung hinaus forderte Mitsotakis alle Parteien und Politiker auf, über ihre eigene Rhetorik nachzudenken. Er warnte davor, dass ein toxischer und spaltender politischer Diskurs ein Umfeld schaffe, in dem Gewalt gedeihen könne, und bezog sich dabei auf die schmerzhaften Erfahrungen der griechischen Krisenjahre. Er rief zu einem täglichen Kampf für die Wahrung des demokratischen Gedächtnisses und zur Vermeidung der Wiederholung vergangener Fehler auf.


