
Mitsotakis sagt 5.000-Euro-Zuschüsse auf Kastellorizo zu und weist Drohungen aus der Türkei zurück
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis besuchte am Sonntag Kastellorizo und kündigte Finanzpakete zur Stärkung der Inselbevölkerung an, während er sich zu den Beziehungen zur Türkei äußerte.
Inselbesuch und Jahrestag der Befreiung
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nahm am Sonntag an der 83. Wiederkehr der Befreiung von Kastellorizo während eines offiziellen Besuchs in der östlichen Ägäis teil. Die Gedenkfeier erinnert an den 13. September 1943, als der griechische Zerstörer Navarchos Kountouriotis während des Zweiten Weltkriegs in den Hafen einlief. Mitsotakis traf am Freitagnachmittag auf Kastellorizo ein und führte Gespräche im Rathaus von Megisti. Am Samstag besuchte er die benachbarten Inselchen Ro und Strongyli und war damit der erste amtierende Ministerpräsident, der beide Außenposten besuchte. Auf Ro legte er einen Kranz für Despoina Achladioti nieder, bekannt als die Dame von Ro, die dort 40 Jahre lang jeden Morgen die griechische Flagge hisste.
- Mitsotakis trifft auf Kastellorizo ein
- Besucht Ro und Strongyli und trifft sich mit Gemeindevertretern von Megisti
- Nimmt an der Befreiungsfeier teil und stellt Unterstützungsmaßnahmen vor
- Auszahlung der Einwohnerzuschüsse beginnt für bestehende ständige Einwohner
- Auszahlung beginnt für neu hinzugekommene ständige Einwohner
Finanzielle Anreize für Einwohner und Arbeitnehmer
In seiner Rede bei der offiziellen Gedenkveranstaltung kündigte Mitsotakis ein direktes Wirtschaftspaket zur Unterstützung von Megisti und zur Förderung der dauerhaften Ansiedlung an. Die Regierung richtete eine jährliche steuer- und pfändungsfreie Zuwendung von 5.000 Euro pro Haushalt ein, die für jedes minderjährige Kind um 1.000 Euro erhöht wird. Voraussetzung für den Erhalt der Zahlung ist ein mindestens einjähriger vollständiger Wohnsitz auf der Insel. Die derzeitigen ständigen Einwohner erhalten die Unterstützung Anfang 2027, während Neuzuzüge ab 2028 anspruchsberechtigt werden. Beamte, Sicherheitskräfte und Angehörige der Streitkräfte, die auf Kastellorizo Dienst tun, erhalten eine zusätzliche dauerhafte Gehaltszulage von 5.000 Euro pro Jahr.
- Gehaltszulage für Beamte und Militär
- 5000 EUR
- Haushaltswohnsitzzuschuss
- 5000 EUR
- Zuschlag pro minderjährigem Kind
- 1000 EUR
Infrastruktur und Inselanbindung
Das Paket ergänzt die bestehenden lokalen Steuermaßnahmen, darunter eine dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuersätze um 30 %, Null-ENFIA-Grundsteuern und Kraftstoffzuschüsse. Zur Verbesserung der Verkehrsanbindung an den Dodekanes und das Festland wird die Regierung ab nächstem Jahr eine zusätzliche subventionierte Fährverbindung pro Woche einrichten. Lokale Infrastrukturinitiativen umfassen die Modernisierung von Hafenanlagen, kommunalen Wassernetzen und Entsalzungsanlagen. Der Staat plant zudem die Renovierung von Wohneinheiten, um Ärzten und Lehrern, die auf die Insel versetzt werden, kostenlosen Wohnraum zu bieten. Mitsotakis stellte die Entwicklungsankündigungen der Rede des früheren Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou auf Kastellorizo im Jahr 2010 gegenüber, in der das erste griechische Memorandum angekündigt wurde.
Wir waren betroffen vom Bild des Jahres 2010, als Kastellorizo als Kulisse für den Übergang des Landes in die Memoranden ausgewählt wurde, eine Verbindung, die die Insel nicht verdient hat und die zusammen mit jener Zeit und dem, was darauf folgte, in Vergessenheit geraten wird.
Souveräne Rechte und Beziehungen zur Türkei
Mit Blick auf die regionale Sicherheit vom östlichsten Territorium Griechenlands aus erklärte Mitsotakis, dass die Grenzen von Kastellorizo die Außengrenze der Europäischen Union darstellten. Er bekräftigte, dass Athen eine Außenpolitik verfolge, die auf Stabilität, Sicherheit und Beständigkeit ausgerichtet sei und einer seit 2019 etablierten diplomatischen Linie folge. Der Ministerpräsident verwies auf jüngste diplomatische Kontakte, darunter ein trilaterales Treffen in Kairo, sowie auf Rüstungsbeschaffungen wie das mit Israel vereinbarte System „Achilles‘ Schild“. Er betonte, dass das griechische Bekenntnis zum Dialog an die strikte Einhaltung des Völkerrechts gebunden sei.
Wir bedrohen niemanden, aber wir akzeptieren keine Drohungen oder Anweisungen von irgendjemandem. Wir sind bereit, unsere nationale Integrität und unsere souveränen Rechte zu verteidigen.


