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Kurz gefasst

  • Am 3. September 2026 blockierte der Oberste Gerichtshof von Missouri einstimmig eine von den Republikanern gezeichnete Kongresswahlkreiskarte und stellte die früheren Grenzen für die November-Zwischenwahlen wieder her.

  • Das Gericht hob die Entscheidung von Außenminister Denny Hoskins auf, der mehr als 300.000 im Dezember 2025 eingereichte Unterschriften von Wählern, die eine öffentliche Abstimmung forderten, abgelehnt hatte.

  • Das Urteil stellt den 5. Kongresswahlbezirk, der vom Demokraten Emanuel Cleaver gehalten wird, wieder her und bewahrt die Verteilung von sechs zu zwei republikanischen Sitzen im Repräsentantenhaus von Missouri.

  • Die Generalstaatsanwältin von Missouri, Catherine Hanaway, kündigte eine sofortige Berufung vor dem Obersten Gerichtshof der USA an, nachdem Donald Trump das Urteil kritisiert hatte.

Jefferson CityKansas City
Jefferson CityKansas CityWashington
Jefferson City, Kansas City, Washington · Vereinigte Staaten
Wie es dazu kam
  1. August 2026Außenminister Denny Hoskins lehnt Petition am Tag der Vorwahlen ab
  2. 2.09.Oberster Gerichtshof von Missouri hört mündliche Verhandlungen zur Referendumspetition
  3. 3.09.Oberster Gerichtshof des Bundesstaates blockiert einstimmig die Karte und stellt die bisherigen Grenzen wieder her

Entscheidung des Obersten Gerichtshofs

Der Oberste Gerichtshof von Missouri hat am Donnerstag einstimmig eine von den Republikanern gezeichnete Kongresswahlkreiskarte blockiert, die für die Zwischenwahlen im November 2026 in Kraft treten sollte. Das Urteil ordnet an, dass der Staat die Kongresswahlen nach den bisherigen Wahlkreisgrenzen durchführt, und verhindert die Umsetzung neuer Grenzen, bis die Wähler in einem landesweiten Referendum über die Angelegenheit entscheiden. Das Gericht stellte fest, dass der republikanische Außenminister Denny Hoskins eine Bürgerpetition für ein Referendum, die alle verfassungsrechtlichen Anforderungen erfüllte, zu Unrecht abgelehnt hatte. Oberster Richter W. Brent Powell betonte in den mündlichen Verhandlungen, dass Gesetze, die Gegenstand eines gültigen Referendums sind, vor einer öffentlichen Abstimmung nicht in Kraft treten können.

„Ein Teil des Rechts auf ein Referendum ist, dass das Gesetz erst in Kraft tritt, wenn eine Abstimmung des Volkes stattgefunden hat.“

W. Brent Powell, Oberster Richter des Obersten Gerichtshofs von Missouri

Gesetzgebungshintergrund und Petitionenkampf

Der Streit um die Neueinteilung der Wahlkreise begann im Jahr 2025, nachdem Präsident Donald Trump darauf gedrängt hatte, die Zahl der republikanischen Sitze landesweit vor den Zwischenwahlen zu maximieren. Der Gouverneur von Missouri, Mike Kehoe, berief die Legislative zu einer Sondersitzung ein, in der die Abgeordneten im September 2025 einen Plan verabschiedeten, der darauf abzielte, den auf Kansas City basierenden 5. Kongresswahlbezirk, der vom Demokraten Emanuel Cleaver vertreten wird, aufzulösen. Die Delegation Missouris umfasst derzeit sechs Republikaner und zwei Demokraten. Gegner der Neugliederung sammelten und reichten im Dezember 2025 mehr als 300.000 Unterschriften ein, um ein landesweites Referendum zu erzwingen. Hoskins wartete bis zum Tag der Vorwahlen im August 2026, um die Petition für ungültig zu erklären, mit der Begründung, dass Wahlkreisneugliederungen nicht durch Referenden angefochten werden könnten – eine Position, die vom Obersten Gerichtshof abgelehnt wurde.

Umsetzungsschwierigkeiten für die Zwischenwahlen

Da Hoskins seine Entscheidung bis August 2026 zurückhielt, führte Missouri seine Vorwahlen nach den neuen Kongresswahlkreisgrenzen durch. Das Urteil vom Donnerstag lässt den Wahlbeamten des Staates etwa zwei Monate vor der allgemeinen Wahl Zeit, um zur vorherigen Karte zurückzukehren, während die Fristen für den Druck der Stimmzettel näher rücken. Das Gericht klärte nicht, ob die Sieger der Vorwahlen ihren Kandidatenstatus unter den früheren Bezirken behalten oder ob die staatlichen Parteikomitees Ersatzkandidaten benennen müssen. In dem Urteil erklärte Richterin Ginger Gooch, dass die neue Karte nie rechtmäßig in Kraft getreten sei, und bestätigte, dass die vorherige Karte für November in vollem Umfang gültig bleibt.

Sitze der Delegation Missouris im US-Repräsentantenhaus nach Partei unter der wiederhergestellten KarteSitze
Republikaner6
Demokraten2
Republikaner
6 Sitze
Demokraten
2 Sitze

Daten aus dem Artikeltext

Politische Reaktionen und geplante Berufung vor dem Bundesgericht

Beamte aus Missouri und nationale politische Persönlichkeiten reagierten mit sofortigen rechtlichen Schritten und öffentlichen Stellungnahmen. Die republikanische Generalstaatsanwältin Catherine Hanaway kündigte Pläne an, die Entscheidung vor dem Obersten Gerichtshof der USA anzufechten, und behauptete, dass das Eingreifen des Gerichts zwischen einer Vorwahl und einer allgemeinen Wahl eine Verfassungskrise ausgelöst habe.

„Noch nie in der amerikanischen Geschichte hat ein Gericht eine Kongresswahlkreiskarte nach einer Vorwahl und vor einer allgemeinen Wahl aufgehoben.“

Catherine Hanaway, Generalstaatsanwältin von Missouri

Trump griff den Obersten Gerichtshof des Bundesstaates nach der Entscheidung auch in den sozialen Medien an.

„Der Oberste Gerichtshof von Missouri hat gerade lächerlich entschieden, die Karten wieder auf das zurückzusetzen, was sie vor langer Zeit waren. Das nennt man, Alte Geschichte.“

Donald Trump, Präsident

Anwälte von Hoskins und der republikanischen Parteikomitees hatten argumentiert, dass die Umkehrung der Wahlkreisgrenzen so kurz vor November zu administrativer Verwirrung führe, aber das Gericht entschied, dass die Verfassung von Missouri den Bürgern das Recht garantiert, ohne Ausnahme gegen jedes Gesetz zu petitionieren.

Weiter in der heutigen Ausgabe

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Quellen und Kontext

  • N-tvam 4.09. um 08:52Trump wütet gegen Justiz: Republikaner kassieren im Wahlkreis-Wettrüsten einen heftigen Dämpfer
  • Al Jazeera Onlineam 4.09. um 04:51Missouri Supreme Court blocks Trump-backed map from November's midterms
  • Bloomberg Businessam 4.09. um 03:12Trump Attacks Missouri's High Court Over Redistricting Decision
  • Spiegel Onlineam 4.09. um 03:08Niederlage für Trump - Gericht in Missouri kippt Neuzuschnitt der Wahlkreise
Donald Trump
Präsident der Vereinigten Staaten
Emanuel Cleaver
US-Repräsentant für den 5. Kongresswahlbezirk von Missouri
Denny Hoskins
Außenminister von Missouri
Mike Kehoe
Gouverneur von Missouri
Catherine Hanaway
Generalstaatsanwältin von Missouri
W. Brent Powell
Oberster Richter des Obersten Gerichtshofs von Missouri
Ginger Gooch
Richterin am Obersten Gerichtshof von Missouri

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Erste Fassung am 4.09. um 01:09, letzte Änderung am 4.09. um 14:27.

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Entscheidung des Obersten GerichtshofsEntscheidung des Obersten GerichtshofsGesetzgebungshintergrund und PetitionenkampfGesetzgebungshintergrund und PetitionenkampfUmsetzungsschwierigkeiten für die ZwischenwahlenUmsetzungsschwierigkeiten für die ZwischenwahlenPolitische Reaktionen und geplante Berufung vor dem BundesgerichtPolitische Reaktionen und geplante Berufung vor dem Bundesgericht

Auf Grundlage von Berichten von

N-tv, Al Jazeera Online, Bloomberg Business, Spiegel Online, The Wall Street Journal, POLITICO, Reuters, AP NEWS

Liste der Quellen

Wahlen · Jefferson City, Kansas City und Washington

Oberster Gerichtshof von Missouri blockiert von Republikanern gezeichnete Wahlkreiskarte und stellt bisherige Grenzen für November wieder her

Der Oberste Gerichtshof von Missouri entschied einstimmig, eine von den Republikanern gezeichnete Kongresswahlkreiskarte zu stoppen und die früheren Wahlkreisgrenzen für die Zwischenwahlen im November wiederherzustellen, bis die Wähler in einem Referendum über die Frage entscheiden.

Fragen zu diesem Text

KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, Al Jazeera Online, Bloomberg Business und weiteren Medien. Geändert am 4.09. um 14:27.

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