Regierung · Buenos Aires
Milei verhängt Einreiseverbot und Ausweisung für Ausländer, die 'Hass' gegen Argentinien verbreiten
Argentiniens Präsident erließ am Donnerstag eine Notverordnung, die die sofortige Ausweisung oder Einreiseverweigerung für jeden Ausländer erlaubt, der Hassbotschaften gegen das Land verbreitet hat, nach einer Welle von Online-Kritik nach der Niederlage im WM-Finale gegen Spanien.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL PAÍS, France 24, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Dekret ändert das Einwanderungsgesetz, um die Einreise zu verbieten und die Ausweisung von Ausländern zu ermöglichen, die Hassbotschaften verbreiten, zu Gewalt aufstacheln oder nationale Symbole entweihen.
Die Maßnahme trat sofort in Kraft, muss aber vom Parlament bestätigt werden; ein Ausschuss prüft zunächst die Dringlichkeit, dann müssen beide Kammern das Dekret ablehnen, um es zu annullieren.
Die Rechtsexpertin Lucía Galoppo sagte, das Dekret lasse zu viele Grauzonen, da es Hassrede oder die Kriterien zur Identifizierung von Tätern nicht definiere.
Die FIFA leitete ein Disziplinarverfahren gegen den argentinischen Verband und drei Spieler, darunter Leandro Paredes, wegen Vorfällen nach dem WM-Finale ein.

- 26.07.Milei beschuldigt Brasilien, Mexiko und die US-Demokratische Partei, eine anti-argentinische Kampagne zu finanzieren.
- 29.07.FIFA leitet Disziplinarverfahren gegen den argentinischen Fußballverband und drei Spieler ein.
- 30.07.Notverordnung im Amtsblatt veröffentlicht, die Einreise verbietet und Ausweisung von Ausländern ermöglicht, die Hassbotschaften verbreiten.
Das Dekret
Präsident Javier Milei veröffentlichte in den frühen Morgenstunden des Donnerstags ein Notverordnung (DNU), die das argentinische Einwanderungsgesetz ändert. Sie verbietet die Einreise jedes Ausländers, der Hassbotschaften gegen das argentinische Volk oder das Land verbreitet oder angestiftet hat, und ermöglicht die Aufhebung des Aufenthaltsstatus und die Ausweisung derjenigen, die sich bereits im Hoheitsgebiet befinden. Der Text umfasst auch Handlungen, die nationale Symbole entweihen. Die Regierung erklärte, die Maßnahme reagiere auf jüngste Feindseligkeiten und dass „wer die Argentinische Republik angreift, in unserem Land nicht willkommen ist.“
„Wer die Argentinische Republik angreift, ist in unserem Land nicht willkommen.“
Das Dekret schließt ausdrücklich Äußerungen ideologischer Dissidenz oder politische, akademische oder bürgerliche Kritik aus, die eine legitime Ausübung verfassungsmäßiger Rechte darstellen. Es trat sofort in Kraft, muss aber dem Parlament vorgelegt werden. Ein parlamentarischer Ausschuss prüft zunächst, ob ein Notstand vorliegt, anschließend müssen sowohl die Abgeordnetenkammer als auch der Senat den Text prüfen. Das Dekret kann nur aufgehoben werden, wenn beide Kammern es ablehnen.
Nachwirkungen der WM
Das Dekret folgt auf tagelange Online-Angriffe gegen die argentinische Nationalmannschaft nach ihrer Niederlage im WM-Finale gegen Spanien. Internationale Presse und Nutzer sozialer Medien kritisierten den Spielstil des Teams und das Verhalten einiger Spieler und Fans. Milei hatte bereits am Sonntag behauptet, die Regierungen Brasiliens und Mexikos sowie die US-Demokratische Partei finanzierten eine „anti-argentinische Kampagne“. Er lieferte keine Beweise für diese Behauptung, die einen Tag nach seiner Beleidigung des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva während eines Besuchs in São Paulo kam.
Rechtlicher und politischer Widerstand
Rechtsexperten und Oppositionspolitiker stellten sowohl den Inhalt als auch die Form des Dekrets in Frage. Lucía Galoppo, eine Spezialistin für Völkerrecht am Zentrum für Rechts- und Sozialstudien (CELS), sagte, die Maßnahme lasse „zu viele Grauzonen“.
„Es wird nicht festgelegt, was Hassrede ausmacht, wie sie definiert wird, nach welchen Kriterien oder wie diejenigen identifiziert werden, die solche Reden produzieren.“
Der Soziologe Iván Schuliaquer merkte an, dass Argentinien historisch ein Einwanderungsland sei und Milei offenbar ein Klima kapitalisiere, das in seinem politischen Projekt bisher keine zentrale Rolle gespielt habe. Mehrere Kommentatoren wiesen darauf hin, dass Milei selbst bei ähnlichen Regeln in anderen Ländern aus zahlreichen Ländern ausgeschlossen werden könnte, deren Regierungen oder Bürger er beleidigt hat.
FIFA-Disziplinarverfahren
Am Mittwoch gab die FIFA bekannt, dass sie ein Disziplinarverfahren gegen den Argentinischen Fußballverband (AFA) und drei Spieler, darunter Leandro Paredes, wegen Vorfällen eingeleitet hat, die nach dem Finale ausgebrochen waren. Die Untersuchung fügt den Spannungen, die Milei als koordinierte Kampagne gegen das Land dargestellt hat, eine formelle Ebene hinzu.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL PAÍSMilei ordena por decreto expulsar a los extranjeros que agravien a los argentinos
- France 24Milei demands expulsion of foreigners expressing 'hate' against Argentina
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLMilei modifica la ley para prohibir el ingreso de extranjeros que expresen mensajes de odio hacia Argentina
- EL MUNDOMilei cierra las fronteras a aquellos que "odien" a Argentina
- Javier Milei
- Präsident Argentiniens, der das Notverordnung unterzeichnete.
- Leandro Paredes
- Argentinischer Fußballspieler, der wegen Vorfällen nach dem Finale von der FIFA untersucht wird.
- Orte
- Mexiko
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