Richter Marcelo Martínez de Giorgi stellte am Freitag, dem 23. Oktober 2026, das Strafverfahren gegen Javier und Karina Milei sowie die Verfahren gegen neun weitere Beschuldigte ein.
Der Richter sah keinen Beleg für eine „strafrechtlich relevante Täuschung“ und erklärte, Anlegerverluste und Kursschwankungen reichten nicht aus, um einen Betrug zu belegen.
Anleger im In- und Ausland verloren mindestens 100 Millionen Dollar, und eine Gruppe von Geschädigten reichte eine Zivilklage über 4,5 Millionen Dollar Schadensersatz ein.
Ein Bundesrichter, Marcelo Martínez de Giorgi, hat am Freitag, dem 23. Oktober 2026, das Strafverfahren gegen Präsident Javier Milei und seine Schwester Karina Milei eingestellt. Karina Milei ist Generalsekretärin des Präsidialamts. Das Verfahren untersuchte den Betrugsverdacht im Zusammenhang mit dem Memecoin $LIBRA, über den Milei am 14. Februar 2025 auf X gepostet und den Beitrag innerhalb von Stunden wieder gelöscht hatte. Das Urteil stellte auch die Verfahren gegen neun weitere Beschuldigte ein, darunter der amerikanische Unternehmer Hayden Davis, der mit dem Start des Tokens beauftragt war. Die Staatsanwaltschaft hatte die Einstellung beantragt, wie aus den Gerichtsakten hervorgeht. Der Richter kam zu dem Schluss, dass die geschilderten Vorgänge keinen Straftatbestand erfüllten.
Der Richter befand, dass die Verluste der Anleger sowie der Anstieg und der Fall des Tokenpreises nicht ausreichten, um einen Betrug zu belegen, und dass keine „strafrechtlich relevante Täuschung“ nachgewiesen worden sei. Ebenso sah er keinen Beleg dafür, dass Karina Milei Zahlungen dafür erhielt, Treffen zwischen den Unterstützern des Tokens und dem Präsidenten zu vermitteln. In dem Urteil schrieb er:
„Einen Kontakt herzustellen oder bei der Organisation eines Treffens zu helfen ist für sich genommen nicht gleichbedeutend mit dem Verkauf von Einfluss.“
Der Richter schloss zudem Amtsmissbrauch und unzulässige Verhandlungen aus, da mit dem Präsidentenamt keine Verwaltungsakte und kein Einsatz staatlicher Mittel verbunden gewesen seien. Keiner der Beschuldigten wurde vor der Einstellung zu einer förmlichen Aussage geladen, ein Schritt, der in solchen Fällen üblicherweise erfolgt. Das Urteil verweist auf die im September erfolgte Abweisung einer Sammelklage gegen die Promotoren des Tokens durch ein erstinstanzliches Gericht in New York wegen „rechtlicher Mängel“ der Klageschrift.
Mileis Beitrag ließ den Preis des Tokens stark steigen, danach fiel er steil ab. Anleger im In- und Ausland verloren mindestens 100 Millionen Dollar, als der Preis einbrach. Händler mit privilegierten Informationen hatten den Token beim Start kostenlos gekauft und zu deutlich höheren Preisen wieder verkauft, mit geschätzten Gewinnen von über 100 Millionen Dollar. Eine Gruppe von Geschädigten reichte in Argentinien eine Zivilklage über 4,5 Millionen Dollar Schadensersatz ein, und der Kongress setzte eine Untersuchungskommission ein. Oppositionsabgeordnete hatten ein Amtsenthebungsverfahren geplant. Auch US-Gerichte prüfen den Zusammenbruch des Tokens.
Milei hat bestritten, den Token beworben zu haben. In einem Interview mit dem Sender Todo Noticias sagte er, er habe ihn geteilt und nicht beworben, und er habe den Beitrag gelöscht, nachdem er die Details des Projekts erfahren habe. In einem Fernsehinterview argumentierte er, die Anleger hätten den Token freiwillig gekauft und die Risiken gekannt. Das Präsidialamt erklärte, Milei sei an der Entwicklung von $LIBRA nicht beteiligt gewesen, und das Antikorruptionsamt werde klären, ob der Präsident sich unangemessen verhalten habe. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatte Milei nicht auf die Einstellung reagiert. Das Urteil beendet nur das Strafverfahren, während die Zivilklage, die Untersuchung im Kongress und die Prüfung durch das Antikorruptionsamt davon unberührt bleiben.
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Der Bundesrichter Marcelo Martínez de Giorgi sah in der Bewerbung des Memecoins keine strafrechtlich relevante Täuschung; das Urteil entlastete auch neun weitere Beschuldigte, darunter den Amerikaner Hayden Davis.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, BBC und weiteren Medien. Veröffentlicht .