
Rettungsaktion rettet 51 Migranten und sucht südlich von Gavdos nach 25 Vermissten
Die griechischen Behörden und Frontex leiteten 38 Seemeilen südlich von Gavdos eine Such- und Rettungsaktion ein, nachdem ein Boot mit 77 Menschen gekentert war, wobei 51 gerettet und 25 vermisst werden.
Kentern im Libyschen Meer
Am Abend des 13. September 2026 wurde im Libyschen Meer eine Such- und Rettungsaktion eingeleitet, nachdem ein Boot mit 77 ausländischen Staatsangehörigen gekentert und halb untergegangen war. Der Vorfall ereignete sich etwa 38 Seemeilen (über 70 Kilometer) südlich der griechischen Insel Gavdos, die sich südlich von Kreta befindet. Der Schiffsverkehr in der Gegend empfing erste Notrufe und leitete vier vorbeifahrende Handelsschiffe zum Unglücksort. Die Besatzungen der Handelsschiffe zogen in der ersten Phase der Operation 51 Überlebende aus dem Wasser. Die Einsatzkräfte bargen zudem eine bewusstlos aufgefundene Person, während die Rettungsteams weiterhin aktiv nach 25 vermissten Passagieren suchen.
Koordination und Einsatz von Mitteln
Die gesamte Such- und Rettungsaktion wird vom Hellenic Joint Rescue Coordination Center (EKSED) koordiniert und geleitet. Vier Frachtschiffe, die das Libysche Meer durchquerten, trafen als erste an den Koordinaten ein und unterstützten die Insassen des Bootes. Die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) setzte in dem Gebiet zwei Patrouillenboote und ein Suchflugzeug ein, um bei der ersten Rettung zu helfen. Weitere Rettungskräfte wurden mobilisiert und zum Ort entsandt, darunter ein Rettungsboot der griechischen Küstenwache und ein Spezialhubschrauber der griechischen Luftwaffe. Frontex entsandte ein weiteres Schiff sowie ein unbemanntes Luftfahrzeug (Drohne), um die Überwachung aus der Luft über das Meer auszuweiten.
- Lebend gerettet
- 51 Personen
- Vermisst gemeldet
- 25 Personen
- Bewusstlos geborgen
- 1 Personen
Status der Passagiere und Aussagen der Überlebenden
Das Ausmaß des Vorfalls wurde anhand der förmlichen Aussagen der 51 geretteten Personen ermittelt. Nach Angaben der geretteten Passagiere befanden sich genau 77 Menschen an Bord des Schiffes, als es in Schwierigkeiten geriet und zu sinken begann. Diese Aussagen der Überlebenden deuten darauf hin, dass 25 Passagiere in den umliegenden Gewässern weiterhin vermisst werden. Die Einsatzkräfte brachten die 51 Geretteten auf die vier Handelsschiffe, die vor Ort halfen. Rettungskräfte bargen zudem einen bewusstlosen ausländischen Staatsangehörigen aus dem Meer, obwohl die Behörden noch keine medizinischen Updates zu seinem Zustand veröffentlicht oder die Nationalitäten der an Bord Befindlichen bestätigt haben.
Umweltbedingungen und Suchgebiet
Die Seebehörden meldeten im Einsatzgebiet südlich von Gavdos nordwestliche Winde der Stärke 4 auf der Beaufortskala. Die Wetterbedingungen wurden zum Zeitpunkt des Vorfalls als relativ mild beschrieben, obwohl das Boot stark beschädigt wurde und auf offener See kenterte. Die Suchaktionen werden im gesamten libyschen Meeresabschnitt fortgesetzt, wobei Überwasserschiffe und Luftteams die 38 Seemeilen breite Zone südlich von Gavdos patrouillieren. Einheiten der griechischen Küstenwache, Luftwaffenpiloten und Frontex-Luftüberwachungsteams, einschließlich Drohnenbetreiber, halten aktive Suchmuster aufrecht, um etwaige weitere Überlebende zu finden.


