
Mexiko besiegt Ecuador 2:0 und erreicht Achtelfinale – 40-jährige Durststrecke beendet
Julián Quiñones und Raúl Jiménez erzielten in der ersten Halbzeit die Tore, als Co-Gastgeber Mexiko Ecuador im Aztekenstadion mit 2:0 besiegte und damit den ersten K.o.-Runden-Sieg bei einer Weltmeisterschaft seit 1986 feierte.
Unwetterverzögerung und Tore in der ersten Halbzeit
Die Achtelfinal-Partie im Estadio Azteca verzögerte sich aufgrund von Unwettern in der Umgebung um mindestens 30 Minuten, der geplante Anpfiff um 19:00 Uhr Ortszeit wurde verschoben. Nach dem Anpfiff übernahm Mexiko schnell die Kontrolle. Julián Quiñones eröffnete in der ersten Halbzeit den Torreigen, und Raúl Jiménez legte vor der Pause das zweite Tor nach – eine komfortable Führung, die die Gastgeber nicht mehr aus der Hand gaben.
- Anpfiff wegen Unwettern im Raum Mexiko-Stadt um mindestens 30 Minuten verzögert
- Julián Quiñones bringt Mexiko mit seinem dritten Turniertor in Führung
- Raúl Jiménez erhöht vor der Halbzeitpause auf 2:0
- Mexiko gewinnt 2:0 und zieht ins Achtelfinale ein
Quiñones trägt den Angriff
Julián Quiñones ist zum Dreh- und Angelpunkt der mexikanischen Offensive geworden. Der in Kolumbien geborene Stürmer erzielte mit einem kraftvollen Schuss in den Winkel sein drittes Turniertor. Zuvor hatte er in der Gruppenphase gegen Südafrika und Tschechien getroffen und half dabei, Südkorea in einem nervenaufreibenden 1:0-Sieg in Guadalajara in Schach zu halten.
Wir haben noch mehr zu tun, härter zu arbeiten, damit die Menschen glücklicher sein können.
Der 29-Jährige machte seine Karriere in der Liga MX, gewann Titel mit Atlas und Club América. Er entschied sich, für Mexiko zu spielen, anstatt für Kolumbien, und sagte in einem Interview 2023, er habe nicht einmal einen Brief des kolumbianischen Verbandes gelesen. Seine Leistungen haben ihn zu dem Spieler gemacht, bei dem die mexikanischen Fans nach Antworten suchen, während die Co-Gastgeber versuchen, die Achtelfinal-Hürde zu überwinden, die ihre moderne WM-Geschichte geprägt hat.
Lob vom Präsidenten
Der Sieg löste landesweit Feierlichkeiten aus, und Präsidentin Claudia Sheinbaum schloss sich in den sozialen Medien an.
Sie haben mit Herz, mit Seele und mit Stolz gespielt. Heute hat uns unsere Nationalmannschaft eine unvergessliche Freude bereitet und gezeigt, dass wir nie aufhören dürfen, an Mexiko zu glauben.
Sie dankte den Spielern dafür, dass sie die Nationalfarben mit Leidenschaft verteidigt und die Nation im Feiern vereint haben, und fügte einen Schlachtruf hinzu: „Möge der Torjubel weiterhin laut erklingen! Es lebe Mexiko!“
Wie es weitergeht
Mexiko zieht ins Achtelfinale ein und trifft am Sonntag, erneut im Aztekenstadion, auf den Sieger der Partie zwischen der Demokratischen Republik Kongo und England. Die Mannschaft hat in vier Spielen noch kein Gegentor kassiert – die einzige Mannschaft im Turnier mit einer perfekten Defensivbilanz. Für eine Fangemeinde, die von Jahrzehnten früher Ausscheidungen gezeichnet ist, ist der Schlachtruf „¿Y si sí?“ (Was wäre, wenn?) nicht länger rhetorisch. Es ist eine Frage, die das Team bereit zu beantworten scheint.


