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Staatsanwaltschaft Metz leitet Ermittlungen wegen homophoben Mordes an Noahm (19) ein – Eltern prangern politische Vereinnahmung an

Die Staatsanwaltschaft Metz hat ein Ermittlungsverfahren wegen homophoben Mordes im Fall des getöteten 19-jährigen Noahm eingeleitet, der nach einem Angriff am 30. Mai starb. Seine Eltern, vertreten durch ihre Anwältin, prangerten die „politische Vereinnahmung“ seines Todes an.

Der Angriff und seine Folgen

Der 19-jährige Noahm wurde in den frühen Morgenstunden des 30. Mai in der Innenstadt von Metz angegriffen und starb am 2. Juni. Zwei Männer im Alter von 20 und 27 Jahren wurden wegen Mordes in Tateinheit mit volltrunkenem Zustand angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Am 11. Juni erhob die Staatsanwaltschaft zusätzlich den Vorwurf des vorsätzlichen Totschlags, der durch die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität des Opfers motiviert war, während der Täter volltrunken war.

Diese ergänzende Anklage stellt sicher, dass der Ermittlungsrichter den rechtlichen Rahmen für die Untersuchung hat, um alle Umstände des Falls so umfassend wie möglich zu berücksichtigen.

Die Behauptung des homophoben Motivs

Von Anfang an bestanden Freunde und LGBTQ+-Verbände darauf, dass der Angriff homophob war. Ein Freund sagte gegenüber Mediapart, die Angreifer hätten „Noahm direkt angegriffen. Weil, wissen Sie, Noahm trägt Make-up, Noahm ist feminin.“ STOP Homophobie erklärte, das Opfer sei mit homophoben Beschimpfungen konfrontiert worden. Erste polizeiliche Ermittlungen bestätigten jedoch kein homophobes Motiv.

Eltern lehnen Politisierung ab

Noahms Eltern, vertreten durch Anwältin Sophie Friha, erklärten, sie seien am Boden zerstört und „diese ganze politische Vereinnahmung leid“. „Wir wollen nicht, dass Noahm von einer politischen Partei instrumentalisiert wird“, erklärte Friha. Sie wünschen sich ein gesellschaftliches Bewusstsein und mehr Bildung für junge Menschen zum Thema Gewalt.

Wir wollen nicht, dass Noahm von einer politischen Partei instrumentalisiert wird.

Politische und institutionelle Reaktionen

Jean‑Luc Mélenchon bezeichnete die Tötung auf X als „homophoben Angriff“. SOS Homophobie forderte eine Schweigeminute. Die Nationalversammlung hielt am Dienstag eine Schweigeminute für Noahm, Lyhanna (11, getötet im Gers) und einen Gendarmen ab.

Ein Zeitplan des Falls

Wichtige Daten im Fall Noahm
  1. Noahm wird in den frühen Morgenstunden in Metz angegriffen.
  2. Noahm stirbt im Krankenhaus an seinen Verletzungen.
  3. Nationalversammlung hält Schweigeminute für Noahm ab.
  4. Staatsanwaltschaft kündigt ergänzende Anklage wegen homophoben Mordes an.

Jugendgewalt im Fokus

Sophie Friha erklärte: „Was nicht mehr hinnehmbar ist, ist, dass kein Jahr vergeht, ohne dass ein Kind wegen nichts, wegen eines Blickes, im Zentrum von Metz stirbt.“ Die Familie fordert ein „gesellschaftliches Erwachen“ anstatt parteipolitischer Punktesammelspiele.

Metz

7 Quellen

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