Wirtschaft · Menlo Park und El Paso
Meta-Gewinn fällt um 14 %, Aktie fällt um 9 % – Zuckerberg prognostiziert Milliarden mit KI-Agenten
Metas Gewinn im zweiten Quartal fiel um 14 % auf 18,3 Mrd. $, während die Kosten um 55 % stiegen, was die Aktie nach Börsenschluss um 9 % fallen ließ. CEO Mark Zuckerberg prognostizierte, dass Milliarden von Menschen innerhalb von fünf Jahren persönliche KI-Agenten haben werden, obwohl der freie Cashflow um 91 % eingebrochen ist.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, The New York Times, Financial Times News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Metas Gewinn im zweiten Quartal fiel um 14 % auf 18,3 Mrd. $, während die Kosten um 55 % auf 42 Mrd. $ stiegen und der freie Cashflow um 91 % auf 784 Mio. $ einbrach.
Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 9 %, nachdem Meta die untere Grenze seiner Investitionsprognose für 2026 auf 130 Mrd. $ angehoben hatte, wobei die KI-Ausgaben voraussichtlich 140 Mrd. $ überschreiten.
CEO Mark Zuckerberg prognostizierte, dass innerhalb von fünf Jahren ‚Milliarden von Menschen‘ persönliche KI-Agenten haben werden, die ihre Finanzen, Gesundheit und Beziehungen verwalten.
Die Instagram-Nutzungsdauer stieg im Jahresvergleich um zweistellige Prozentwerte, und Reels-Sitzungen stiegen um 15 Basispunkte, angetrieben durch KI-gestützte Empfehlungen und LLM-basierte Inhaltsanalyse.
Meta verbuchte eine rechtliche Belastung in Höhe von 2,4 Mrd. $, während US-Bundesstaaten Vorwürfe erheben, dass seine Produkte darauf ausgelegt sind, Jugendliche süchtig zu machen.

- 29.07.Meta meldet Q2-Ergebnisse: Umsatz 60,8 Mrd. $, Gewinn -14 %, Kosten +55 %
- 29.07.Aktie fällt im nachbörslichen Handel um 9 %
- 29.07.Zuckerberg prognostiziert Milliarden mit persönlichen KI-Agenten innerhalb von fünf Jahren
Verfehlte Gewinnerwartungen und Ausgabenanstieg
Meta meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 60,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 28 % gegenüber dem Vorjahr, aber die Kosten stiegen um 55 % auf 42 Milliarden US-Dollar, was den Gewinn um 14 % auf 18,3 Milliarden US-Dollar drückte. Der freie Cashflow brach um 91 % auf 784 Millionen US-Dollar ein, nach 8,55 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Reality Labs, die für KI- und Metaverse-Arbeit zuständige Sparte, verlor im Quartal 4,6 Milliarden US-Dollar, womit sich die kumulierten Verluste seit 2021 auf rund 88 Milliarden US-Dollar belaufen.
Meta hob die untere Grenze seiner Investitionsprognose für 2026 auf 130 Milliarden US-Dollar an, gegenüber 125 Milliarden US-Dollar im April, und wird voraussichtlich allein in diesem Jahr mehr als 140 Milliarden US-Dollar in KI stecken. Das Unternehmen und BlackRock gaben zudem eine 14-Milliarden-Dollar-Partnerschaft für Rechenzentren in El Paso, Texas, bekannt. Analysten, die von LSEG befragt wurden, schätzen, dass Meta in den nächsten fünf Jahren fast 750 Milliarden US-Dollar investieren könnte, um KI-„Superintelligenz“ zu erreichen.
Reaktion der Börse
Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 9 % und erreichte nahezu den zweitniedrigsten Stand des Jahres. Anleger wurden durch steigende Ausgaben und das Fehlen eines klaren Zeitplans für Renditen aus KI-Investitionen verunsichert. Der Ausverkauf spiegelte Alphabets erstes Quartal mit negativem Cashflow eine Woche zuvor wider.
„Die Leute denken, die KI-Ausgaben sollen sich verlangsamen, aber welches Unternehmen wird als erstes einknicken?“
Der Kontrast zu Microsoft und Amazon war deutlich. Microsoft-Aktien erreichten ein Sechsmonatshoch, nachdem sie starkes Umsatzwachstum und die Übernahme ihres zentralen KI-Tools gezeigt hatten. Tracy Woo, Analystin bei Forrester, sagte, Microsofts massive KI-Investitionen „begännen, Renditen zu liefern“. Die Amazon-Aktie erreichte den höchsten Stand seit zwei Monaten, obwohl das Unternehmen plant, in diesem Jahr 220 Milliarden US-Dollar für KI auszugeben.
- Umsatz
- 60.8 Mrd. $
- Kosten
- 42 Mrd. $
- Gewinn
- 18.3 Mrd. $
- Freier Cashflow
- 0.784 Mrd. $
- Reality Labs Verlust
- -4.6 Mrd. $
Daten aus dem Artikeltext
Zuckerbergs Vision von KI-Agenten
In der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen machte Mark Zuckerberg seine bisher kühnste Prognose: Innerhalb von fünf Jahren werden „Milliarden von Menschen“ jeweils einen persönlichen KI-Agenten haben, der ihre Ziele versteht und rund um die Uhr in ihrem Namen arbeitet, um Finanzen, Gesundheit, Beziehungen und Haushaltsaufgaben zu erledigen. Er bezeichnete WhatsApp und Messenger als die primären Oberflächen, auf denen Menschen mit diesen Agenten interagieren werden.
„Ich denke, es ist äußerst unwahrscheinlich, dass Sie in fünf Jahren nicht Milliarden von Menschen mit einem persönlichen Agenten haben, der Ihre Ziele versteht und rund um die Uhr in Ihrem Namen arbeitet, um Ihre Ziele in jedem Bereich zu erreichen, der Ihnen wichtig ist.“
Meta betreibt bereits KI-Agenten für Unternehmen in seinen Messaging-Apps und erreichte in diesem Quartal mehr als eine Million Geschäftskunden. Die Verbraucherversion soll zu einer ausreichend großen Einnahmequelle werden, um die enormen Infrastrukturausgaben zu rechtfertigen. Zuckerberg räumte Anfang des Jahres ein, dass die Fortschritte bei KI-Agenten langsamer gewesen seien als erhofft, was die Fünfjahresprognose zu einer beachtlichen Wette auf eine starke Beschleunigung macht.
Auswirkungen von KI auf Engagement und neue Apps
Meta erklärte, dass KI-gesteuerte Empfehlungen die auf den Plattformen verbrachte Zeit erhöhen. Die weltweite Nutzungsdauer auf Instagram stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um zweistellige Prozentwerte, und ein überarbeitetes Reels-System steigerte die Sitzungen um 15 Basispunkte. Die Videodauer stieg sowohl auf Instagram als auch auf Facebook sprunghaft an. Das Unternehmen lässt nun jeden öffentlichen Reel und Beitrag durch ein großes Sprachmodell laufen, um dessen Thema und Ton zu analysieren, was Zuckerberg als „einen wichtigen Baustein für eine stärkere Personalisierung“ bezeichnete.
KI beschleunigt auch die App-Entwicklung. Meta hat kürzlich Instagram Instants, eine eigenständige Gruppen-App namens Forum und eine Marketplace-App namens Seller veröffentlicht. Zuckerberg sagte, weitere Apps seien geplant, die mithilfe von Empfehlungssystemen skaliert werden sollen. Threads, die Mikroblogging-Plattform des Unternehmens, hat 500 Millionen monatlich aktive Nutzer erreicht – ein seltener Erfolg nach Jahren gescheiterter Experimente mit eigenständigen Apps.
- Werbung
- 98 %
- Sonstige
- 2 %
Daten aus dem Artikeltext
Rechtlicher und regulatorischer Hintergrund
Die Engagement-Gewinne gehen mit rechtlichen Risiken einher. Meta verbuchte im Quartal eine rechtliche Belastung in Höhe von 2,4 Milliarden US-Dollar, und eine Gruppe US-Bundesstaaten erhebt Vorwürfe, dass seine Produkte darauf ausgelegt seien, Jugendliche süchtig zu machen. Dieselben Kennzahlen, die das Unternehmen als Personalisierung feiert, werden von den Klägern als Beweis für erzwungene Abhängigkeit dargestellt.
Metas Kerngeschäft Werbung bleibt dominant und erwirtschaftet 98 % des Umsatzes. Das Unternehmen schaltete 14 % mehr Anzeigen als vor einem Jahr und verlangte durchschnittlich 12 % mehr. Instagram-Nutzer verbrachten mehr als 10 % länger in der App. Zuckerberg sagte, KI „beschleunige jeden wichtigen Teil unseres Kerngeschäfts“, aber der Weg von dieser Beschleunigung zu einer Rendite der zig Milliarden, die jedes Quartal ausgegeben werden, bleibe undefiniert.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- BBCThree things we learned about AI from Big Tech earnings
- The New York TimesMeta's Profit Falls 14 Percent as A.I. Spending Continues
- Financial Times NewsMark Zuckerberg is becoming the king of the 'side quest'
- The IndependentMark Zuckerberg says billions of people will have AI agents organising their lives
- Mark Zuckerberg
- Meta-CEO und Mitgründer
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