
Ehemaliger Schüler (15) tötet Schulmitarbeiter in Leszczydół-Nowiny, Polen
Ein 15-jähriger ehemaliger Schüler hat am Donnerstag, dem 8. Oktober, an einer Grundschule in Leszczydół-Nowiny Schulpersonal mit einem Messer angegriffen; ein 37-jähriger Mitarbeiter starb. Die Schulleiterin überwältigte ihn, überredete ihn, die Messer niederzulegen, und übergab ihn der Polizei.
Was geschah
Am Donnerstag, dem 8. Oktober, griff ein 15-Jähriger, der zuvor die Szkoła Podstawowa im. Jana Pawła II, eine Grundschule im Dorf Leszczydół-Nowiny im Powiat Wyszkowski in Masowien, besucht hatte, Menschen an der Schule mit einem Messer an. FAKT24 berichtet, er habe drei Menschen niedergestochen, und einer von ihnen, ein 37-jähriger Schulmitarbeiter, sei gestorben. Polsat News meldete, er habe zwei weitere Menschen verletzt, bevor er unter Kontrolle gebracht wurde, und einer von ihnen sei gestorben. Die Angaben darüber, wie viele Menschen er verletzte, gehen auseinander, doch der Tod des 37-jährigen Mitarbeiters wird in allen Berichten übereinstimmend genannt.
Der Fall des 15-Jährigen wird an ein Familiengericht gehen, das über sein Schicksal entscheidet. FAKT24 schreibt, er könne als Erwachsener wegen Mordes angeklagt werden.
Der Bericht des Schulleiters
Krzysztof Ochmański, der Leiter der Schule, schilderte gegenüber Polsat News den Kampf. Er sagte, er und der Junge hätten begonnen zu ringen, er habe ihn festgehalten und zunächst geglaubt, der Angreifer könne ein Schüler der Schule sein, ohne genau zu wissen, was er tat.
Wir begannen zu ringen. Ich hielt ihn fest. Ich sah, dass er nicht sehr stark war.
Als sie sich einem Klassenzimmer zuwandten, öffnete eine Lehrerin die Tür und packte den Jungen so fest, dass sie ihn dem Schulleiter aus den Händen riss. Ochmański sagte, er habe dann gesehen, wie der Jugendliche auf sie einstach, und dies sei das erste Mal gewesen, dass er ein Messer bemerkt habe. Bis dahin habe er geglaubt, die Klinge sei aus Plastik.
Ich sah, wie er auf diese Lehrerin einstach, und das war der Moment, in dem ich glaube ich zum ersten Mal sah, dass dort ein Messer war.
Die Lehrerin befreite sich, und der Schulleiter rief ihr zu, sie solle weglaufen. Er hob ein Brett auf, das in der Nähe stand, und benutzte es als Schutzschild. Er habe befürchtet, ihre Verletzungen seien schwer, doch sie sei nur gekratzt worden, sagte er.
Den Angreifer entwaffnen
Nachdem der Schulleiter den Jungen zum Ende des Korridors gedrängt hatte, habe der Jugendliche begonnen, sich zu verhalten, als sei er von etwas abgeschnitten gewesen. Er habe begonnen, sich zu entschuldigen, und gesagt, er wolle das nicht mehr tun. Ochmański sagte, er habe dem Jungen zugerufen, die Messer niederzulegen.
Ich helfe dir, aber leg die Messer nieder.
Der Junge kam der Aufforderung nach, war aber weiterhin in Panik. Der Schulleiter bat ihn, sich hinzusetzen und den Helm abzunehmen, während er das Brett zwischen ihnen hielt. Ochmański sagte, der Junge habe ihn dann um Hilfe gebeten und habe umarmt werden wollen.
Den Verdächtigen erkennen
Erst gegen Ende des Vorfalls begriff Ochmański, dass er den Angreifer kannte, der ein Absolvent der Schule war. Er sagte, der Junge sei ungern zum Unterricht gegangen und habe Förderbedarf gehabt. Im letzten Jahr jedoch sei der Junge durch Ausflüge und den Beitritt zur Fahnengarde in das Schulleben eingebunden worden. Der Schulleiter sagte, das Ende der achten Klasse sei ohne ernsthafte Verhaltensprobleme verlaufen, abgesehen von Lernschwierigkeiten.
Das Opfer
Ochmański beschrieb den 37-jährigen Mitarbeiter als jemanden, der bei der Arbeit keine Probleme verursachte und in der Schulgemeinschaft beliebt war. Der Bericht des Schulleiters über den Angriff ist die Hauptquelle für den Ablauf der Ereignisse, und die Entscheidung des Familiengerichts über den Jugendlichen steht noch aus.
