
Bundeskanzler Merz verurteilt Berliner CSD-Anschlag als 'Angriff auf unsere Gesellschaft'; Polizei fahndet nach Tatverdächtigem Abdul B.
Die Amokfahrt am Samstagabend während der Berliner Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten forderte mindestens einen Toten und 16 Verletzte. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete sie als Angriff auf Deutschlands freie und offene Gesellschaft, während die Bundesbehörden der Stadt Unterstützung zusagten, während eine Fahndung nach dem Tatverdächtigen Abdul B. läuft.
Ein Mann fuhr am Samstagabend mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge, die den Christopher Street Day im Berliner Tiergarten feierte, und tötete mindestens eine Person und verletzte 16 weitere. Die Polizei sucht nach einem Mann, der als Islamist Abdul B. beschrieben wird. Der Anschlag löste sofortige Verurteilung auf höchster Regierungsebene aus; Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete ihn als Angriff auf die Werte des Landes.
Der Anschlag
Die Amokfahrt ereignete sich am Samstagabend, dem 25. Juli, als Hunderttausende Menschen friedlich zur jährlichen CSD-Parade durch die Hauptstadt versammelt waren. Der Fahrer raste im Tiergarten, dem großen zentralen Park der Stadt, der seit langem ein Treffpunkt der queeren Gemeinschaft ist, in die Menge. Die Polizei bestätigte, dass unter den 16 Verletzten drei lebensgefährliche, acht schwere und fünf leichte Verletzungen erlitten.
- Todesfälle
- 1
- Lebensgefährliche Verletzungen
- 3
- Schwere Verletzungen
- 8
- Leichte Verletzungen
- 5
Politische Reaktionen
Bundeskanzler Friedrich Merz, der unmittelbar nach der Tat informiert wurde, äußerte sich in den sozialen Medien zu seinem Entsetzen.
Was für eine abscheuliche Tat in Berlin. Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich den Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bezeichnete den Anschlag als feige und abscheulich und sagte den Berliner Behörden Bundesunterstützung zu.
Dieser feige, abscheuliche Anschlag auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und all denen, die diese Tat ertragen mussten.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, der den Tatort am Samstagabend besuchte, sagte, die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin sei "auf brutalste Weise angegriffen" worden. Er nannte es einen Angriff auf die freie und offene Gesellschaft der Stadt. Stefan Evers, der CDU-Spitzenkandidat für Berlin, schrieb, der Anschlag "trifft unsere Stadt mitten ins Herz" und forderte eine gründliche Untersuchung, bevor Konsequenzen gezogen werden.
Fahndung nach dem Tatverdächtigen
Die Polizei hat eine Fahndung nach dem Fahrer eingeleitet, der in Medienberichten als Islamist Abdul B. identifiziert wurde. Der Bundesinnenminister versprach, alles zu tun, um den Anschlag und seine Hintergründe schnell aufzuklären, während der Regierungssprecher erklärte, der Kanzler und der Innenminister stünden "in engstem Kontakt" und würden von den Sicherheitsbehörden fortlaufend unterrichtet.
## Notfallmaßnahmen
Stephan Weh, Berliner Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, dankte den Beamten und Feuerwehrleuten, die "in dieser psychologisch extrem angespannten Situation hochprofessionell gehandelt und so Menschenleben gerettet haben." Er betonte, dass Terror niemals siegen dürfe. Die Rettungskräfte blieben die ganze Nacht über in höchster Alarmbereitschaft, während die Ermittlungen fortgesetzt wurden.

