Trump kündigte am Sonntag, dem 11. Oktober, einen Waffenstillstand für den Energiesektor an, doch Selenskyj erklärte am Donnerstag, dem 15. Oktober, die Ukraine werde ihn nicht länger einhalten, und verwies auf anhaltende russische Drohnenangriffe.
Russische Angriffe auf Kraftwerke in Kiew und Charkiw am Dienstag, dem 13. Oktober, ließen etwa 600.000 Einwohner Kiews zeitweise ohne Strom, und rund 370.000 Menschen in der Nordwestukraine verloren in der Nacht zum 16. Oktober die Versorgung.
Zwei Menschen wurden durch russische Drohnen in Charkiw getötet und einer in Luzk, während russische Behörden zwei Todesopfer durch ukrainische Luftangriffe auf das besetzte Luhansk meldeten.
EU-Staats- und Regierungschefs trafen Selenskyj am Freitag, dem 16. Oktober, in Brüssel und standen vor einer Lücke von etwa 70 Milliarden Euro im ukrainischen Haushalt für das nächste Jahr; Merz sagte, die Gespräche würden im November und Dezember fortgesetzt.
Am Sonntag, dem 11. Oktober, kündigte Trump aus eigener Initiative einen Waffenstillstand für die Energiesektoren beider Länder an. Selenskyj akzeptierte den Waffenstillstand, doch die ukrainischen Angriffe wurden wieder aufgenommen, weil Russland ihn ignorierte und weiterhin die ukrainische Infrastruktur angriff. Am Montag, dem 12. Oktober, beschädigten russische Angriffe ein Gaswerk und eine Tankstelle. Am Dienstag, dem 13. Oktober, griff Russland Kraftwerke in Kiew und Charkiw an, wodurch etwa 600.000 Einwohner Kiews zeitweise ohne Strom waren. Am Mittwoch sagte Selenskyj, Russland habe an diesem Tag 26 Kraftwerke ins Visier genommen. Am Donnerstag, dem 15. Oktober, erklärte Selenskyj, die Ukraine werde den Waffenstillstand nicht länger einhalten, und verwies auf anhaltende russische Drohnenangriffe; ein ukrainischer Drohnenangriff traf eine Raffinerie in Rjasan, etwa 200 Kilometer von Moskau entfernt. Trump bezeichnete diese Entscheidung als Schande.
In der Nacht zum Freitag, dem 16. Oktober, verloren große Teile Kiews den Strom, und der Wasserdruck am rechten Dnipro-Ufer sank. Bürgermeister Klitschko sagte, mehrere Bezirke seien an Kraftwerken getroffen worden, über der Stadt abgeschossene Drohnen hätten große Brände ausgelöst, und zu den betroffenen Einrichtungen gehörten Krankenhäuser, Schulen und Kindertagesstätten. Nach Angaben Klitschkos gab es in der Hauptstadt keine Todesopfer. Rund 370.000 Menschen verloren in der Nordwestukraine den Strom, und in Wolhynien, wenige Stunden von Kiew entfernt, waren Hunderttausende ohne Versorgung, nachdem es nach Angaben des Regionalgouverneurs ununterbrochene Angriffe mit Shahed-Drohnen gegeben hatte. Bei einem Angriff auf Luzk starb ein Mensch. In Charkiw töteten russische Drohnen zwei Menschen, während russische Behörden angaben, bei ukrainischen Luftangriffen auf die besetzte Region Luhansk seien zwei Menschen gestorben. Der Gouverneur warnte, die Gefahr sei nicht vorüber.
Daten aus dem Artikeltext
Der Riss zwischen Kiew und Washington vertiefte sich, nachdem Trump und Putin in der Woche des 5. Oktober vereinbart hatten, dass Russland Diesel in die Vereinigten Staaten liefert, um die Zapfsäulenpreise vor den Zwischenwahlen zu senken. Selenskyj reagierte scharf, woraufhin Trump andeutete, die Ukraine brauche einen neuen Präsidenten. Warnungen vor russischen Raketenangriffen erschienen nicht mehr, und das Satelliteninternet Starlink wurde eingeschränkt. Auf einer Pressekonferenz in Brüssel am Freitag verteidigte Selenskyj seinen scharfen Ton mit dem Argument, die Annahme von Dieselgeschäften führe zu Gasgeschäften und dann zur Aufhebung weiterer Sanktionen. Auf die Frage, ob Trump ihn als Sündenbock für hohe Energiepreise benutze, antwortete er mit langem Schweigen und dann einem Lächeln. Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten sagte, Trumps Äußerungen seien nicht die richtige Sprache, und der Besuch sei wichtig für Selenskyjs Gefühl der Zugehörigkeit zu Europa.
„Das Land befindet sich seit Jahren in einem schrecklichen Krieg und braucht die Hilfe Europas und der Amerikaner.“
Der estnische Ministerpräsident Kristen Michal sagte, die Vereinigten Staaten seien ein NATO-Partner, auf den Estland angewiesen sei, und sein lettischer Amtskollege Andris Kulbergs brachte Trumps Kehrtwenden mit dem Vorwahlfieber in Verbindung. Die Staats- und Regierungschefs versprachen, die Ukraine durch den kommenden Winter zu bringen, wobei Patriot-Raketen der dringendste Bedarf seien, sowie eine Lücke von etwa 70 Milliarden Euro im ukrainischen Haushalt für das nächste Jahr. Merz sagte, es gebe einen breiten Konsens, dass die Ukraine durch den Winter und bis ins nächste Jahr unterstützt werden sollte, während die Europäische Kommission den Finanzbedarf noch ermitteln müsse. Weitere Gespräche sind für November und Dezember geplant, und Merz sagte, er sehe auf russischer Seite keine Bereitschaft, die Gewalt zu beenden.
Daten von Acled zeigen, dass die Angriffe beider Seiten in diesem Sommer zunahmen und die Energieversorgung beschädigten, mit Kollateralschäden an Tankstellen und Hochspannungsleitungen neben Angriffen auf Kraftwerke. Die Zahl der Vorfälle ist etwa gleichbleibend, obwohl Russland über mehr ballistische Raketen verfügt und die Ukraine stärker auf billigere Drohnen setzt, mit Hunderten von Angriffen pro Monat. Russische Angriffe treffen oft bewohnte Gebiete und töten viele Zivilisten. Danielle Bell, Leiterin der UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine (HRMMU), sagte, die ersten beiden Oktoberwochen gehörten zu den tödlichsten Perioden für Zivilisten seit Jahren. Die Ukraine hat auch Raffinerien tief im Inneren Russlands und in besetzten Gebieten getroffen, wo in diesem Monat mehrfach Treibstofflager in Donezk und Luhansk angegriffen wurden. Russland erklärte, Teile der Krim hätten am 8. Oktober nach ukrainischen Drohnenangriffen auf das Stromnetz die Versorgung verloren.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützenKonflikte · Kiew, Charkiw und Luzk
Russische Angriffe auf Kraftwerke in Kiew und der Nordwestukraine haben Hunderttausende vom Stromnetz getrennt, nachdem Kiew den von Trump verkündeten Energiewaffenstillstand aufgekündigt hatte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von De Standaard, Telegraaf, de Volkskrant und weiteren Medien. Veröffentlicht .