Regierung · Rom
Italiens Ministerpräsidentin Meloni bezeichnet Anti-Faschismus-Erklärung der Buchmesse als „Zensur“; Veranstalter kündigen nach politischem Streit Prüfung an
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat der römischen Buchmesse „Più Libri Più Liberi“ vorgeworfen, von ausstellenden Verlagen einen „patentino antifascista“ (Anti-Faschismus-Ausweis) zu verlangen, und dies als Zensur bezeichnet. Die Messeleitung betont hingegen, die Erklärung diene lediglich der Klarheit und Einheit.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Fanpage, lastampa.it, Il Messaggero und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Ministerpräsidentin verurteilte auf X den neuen Anhang der Messe, der Verlage zur Unterzeichnung eines antifaschistischen Bekenntnisses verpflichtet, und argumentierte, dies unterdrücke nicht-linkes Denken.
Più Libri Più Liberi erklärt, das Dokument fordere Klarheit und Einheit, stimmt aber nach der institutionellen Intervention von Meloni einer „weiteren sorgfältigen Prüfung“ zu.
PD-Chefin Elly Schlein warf der Ministerpräsidentin vor, zu den Äußerungen eines neofaschistischen Anführers über einen Sturm auf das Parlament zu schweigen, während sie ein antifaschistisches Bekenntnis kritisiere.
Vize-Regierungschef Tajani betonte die Meinungsfreiheit; der ehemalige Kulturminister Sangiuliano bezeichnete die Forderung als „Perle der Intoleranz“ und schlug eine antikommunistische Entsprechung vor.
Der Streit
Die nationale Messe für kleine und mittlere Verlage in Rom, Più Libri Più Liberi, findet vom 4. bis 8. Dezember 2026 in der Nuvola dell'Eur statt. In diesem Jahr müssen Aussteller einen zusätzlichen Anhang unterzeichnen, der sie ausdrücklich dazu verpflichtet, „die antifaschistischen Werte, die das Fundament der demokratischen Ordnung der italienischen Verfassung bilden, anzuerkennen und zu teilen.“ Die Forderung folgt auf eine Kontroverse im Jahr 2025, als 89 Intellektuelle erfolglos versuchten, einen rechtsextremen Verlag auszuschließen. Ministerpräsidentin Meloni bezeichnete den Anhang auf X als „patentino antifascista“ und als Akt der Zensur.
„Die Auslöschung nicht-linker Ideen, getarnt als antifaschistischer Kampf, ist ein altes Laster der Linken. Es nennt sich ganz einfach Zensur. Und Zensur ist mit jeder demokratischen Gesellschaft unvereinbar.“
Reaktion der Messe
Die Messeveranstalter verteidigten den Schritt und erklärten, das Dokument basiere auf institutionellen und universellen Referenzen und enthalte keine parteipolitischen Anspielungen. In einer Stellungnahme hieß es, die Entscheidung, die Teilnehmer zur Unterzeichnung aufzufordern, sei keine Zensur, sondern „ein Bedürfnis nach Klarheit und Einheit unter den verschiedenen Akteuren auf der Messe.“ Sie räumten jedoch das Gewicht der Intervention der Ministerpräsidentin ein.
„Wir bedauern, was geschieht: Die Intervention der Ministerpräsidentin und die entstandene allgemeine Debatte veranlassen uns aus institutionellem Respekt natürlich zu einer weiteren, sorgfältigen Prüfung.“
Die Präsidentin der Messe, Annamaria Malato, fügte hinzu, es wäre eine „schöne Sache, wenn Meloni käme, und ich sage das nicht mit polemischer Absicht, sondern um zu zeigen, dass es ein großes Missverständnis ist.“
Opposition und Verbündete
Elly Schlein, Sekretärin der Demokratischen Partei, kritisierte Meloni dafür, den Antifaschismus anzugreifen, während sie zu einer Kundgebung schweige, auf der ein neofaschistischer Anführer davon sprach, bereit zu sein, das Parlament zu stürmen. Schlein wies darauf hin, dass Meloni selbst einen Eid auf die antifaschistische Verfassung geleistet habe.
„Auch Giorgia Meloni hat auf die Verfassung geschworen, und die Verfassung ist antifaschistisch. Während sie die Meinungsfreiheit garantiert, betrachtet sie den Faschismus nicht als Meinung, sondern verbietet ihn.“
Der stellvertretende Ministerpräsident Antonio Tajani argumentierte, dass die Meinungs- und Gedankenfreiheit immer garantiert werden müsse und man nicht allein deshalb als Faschist abgestempelt werden dürfe, weil man eine andere Ansicht vertrete. Der ehemalige Kulturminister Gennaro Sangiuliano nannte die Forderung der Messe „eine Perle der Intoleranz“ und schlug vor, dass man auch eine antikommunistische Erklärung fordern müsse, wenn antifaschistische Nachweise verlangt würden.
Breitere Reaktionen
Mehrere kulturelle Stimmen schlossen sich der Kritik an, während die Messeveranstalter darauf beharrten, dass das Dokument das Denken nicht einschränke. Kulturminister Giuli begrüßte Berichten zufolge das Versprechen einer weiteren Prüfung „angesichts der fundierten Beobachtungen.“ Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen im öffentlichen Leben Italiens über das Erbe des Faschismus und die Grenzen der freien Meinungsäußerung, nur sechs Monate vor Eröffnung der Messe.
„Sie hat vollkommen recht. In einem Land, in dem die Meinungsfreiheit in der Verfassung steht, darf diese Freiheit keiner Lizenz unterliegen, egal ob antifaschistisch oder anti-was-auch-immer.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- FanpageIl patentino antifascista per gli editori e le accuse di censura: gli organizzatori promettono approfondimenti
- lastampa.itIl patentino antifascista che si chiama Costituzione
- Il MessaggeroGiorgia Meloni: "Antifascismo? Censura per gli editori". La fiera: allora riflettiamo
- ANSA.itSchlein, Meloni ha giurato sulla Costituzione che è antifascista - Ultima ora
- Giorgia Meloni
- Ministerpräsidentin von Italien, kritisierte die antifaschistische Erklärung der Buchmesse als Zensur
- Elly Schlein
- Sekretärin der Demokratischen Partei (PD), warf Meloni vor, neofaschistische Drohungen zu ignorieren, während sie den Antifaschismus angreife
- Annamaria Malato
- Präsidentin von Più Libri Più Liberi, verteidigte die Erklärung und lud Meloni zum Besuch der Messe ein
- Roberto Vannacci
- General und Politiker, stimmte Melonis Kritik an der antifaschistischen Lizenz zu
- Antonio Tajani
- Stellvertretender Ministerpräsident von Italien, betonte die Meinungsfreiheit und warnte davor, Andersdenkende als Faschisten zu bezeichnen
- Gennaro Sangiuliano
- Ehemaliger Kulturminister, nannte die Forderung der Messe Intoleranz und schlug ein antikommunistisches Äquivalent vor
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