
Maria Riesch äußert sich zu Entscheidung gegen Kinder und neuem Leben nach Scheidung
Die dreimalige Olympiasiegerin im Ski Alpin sprach über ihren Partner Johann Schrempf, ihre Scheidung 2025 von Marcus Höfl und warum Fragen zur Familienplanung unangebracht sind.
Leben nach dem Leistungssport
Die ehemalige deutsche Skirennläuferin Maria Riesch beendete 2014 im Alter von 29 Jahren ihre Karriere im Leistungssport, die drei olympische Goldmedaillen, einen Gesamtweltcup-Sieg und 27 Einzelsiege im Weltcup umfasste. In ihrer Kindheit in Garmisch-Partenkirchen war ihr Tagesablauf ab dem zehnten Lebensjahr streng organisiert. Ihre Mutter wartete mit gepackter Skiausrüstung und einer Brotzeitbox vor der Schule, damit sie um 13:30 Uhr die Bergbahn erreichen konnten, gefolgt von Training auf der Piste bis 16:30 Uhr, gelegentlichen Tenniseinheiten, Hausaufgaben und einer frühen Bettzeit. Erholung von diesem Zeitplan gab es bei Besuchen bei ihren Großeltern, wo ihr Großvater Lagerfeuer machte und sie bis spät in die Nacht Canasta spielte. Nachdem sie in der elften Klasse in den Weltcup-Zirkus eingestiegen war, erwog sie, die Schule abzubrechen, doch ihre Eltern und Trainer bestanden auf dem Abitur, das ihr Sicherheit gab, als zwei Jahre schwerer Verletzungen ihren sportlichen Fortschritt unterbrachen. Nach ihrem Rücktritt wechselte Riesch in die Tätigkeit als Unternehmensrednerin und hielt Keynote-Vorträge zu den Themen Resilienz, Durchhaltevermögen und Umgang mit Niederlagen.
Privatsphäre und gesellschaftlicher Druck wegen Kinderlosigkeit
Mit Blick auf ihr Leben nach dem Rücktritt erklärte die 41-jährige Sportlerin, dass sie ursprünglich erwartet hatte, eine Familie zu gründen, sobald ihr anspruchsvoller Wettkampfplan beendet sei. Doch nachdem sie den Profisport verlassen und persönliche Autonomie ohne tägliche sportliche Routinen erfahren hatte, habe sich der Mutterwunsch nie eingestellt. Riesch hatte bereits in einem Interview 2020 angemerkt, dass sie und ihr Partner ihre persönliche Freiheit schätzten und sich nicht vorstellen könnten, ihren Alltag auf ein Kind auszurichten. Heute weist Riesch die anhaltenden gesellschaftlichen Nachfragen zu ihrer Kinderlosigkeit zurück und bezeichnet Fragen, warum eine Frau keine Kinder habe, als aufdringlich und unsensibel gegenüber jenen, die einen unerfüllten Kinderwunsch erleben. Während ihre Mutter glaubt, sie könne ihre Entscheidung irgendwann bereuen, teilt Riesch diese Sorge nicht.
Es gibt auch Frauen, bei denen es einfach nicht geklappt hat und die schwer darüber reden können. Deshalb finde ich, könnte man sich diese Frage einfach sparen.
Trennung und fortbestehende berufliche Verbindungen
Die ehemalige Ski-Champion sprach auch über Veränderungen in ihren persönlichen Beziehungen, einschließlich ihrer Scheidung von dem 52-jährigen Sportmanager Marcus Höfl. Das Paar gab seine Trennung im August 2024 nach 13 Jahren Ehe bekannt; die Scheidung wurde im Januar 2025 rechtskräftig. Trotz des Endes ihrer Ehe behalten die beiden ihre geschäftliche Partnerschaft bei. Riesch erklärte, dass sich ihre persönlichen Wege nach dem Ende ihrer Skikarriere auseinanderentwickelt hätten.
Leider sind wir gescheitert, obwohl es viele Jahre lang überhaupt nicht danach aussah. Aber nach meiner Karriere haben sich unsere Leben in zu unterschiedliche Richtungen entwickelt.
Während sie öffentlich wieder ihren Mädnamen Maria Riesch verwendet, führt ihr deutscher Reisepass offiziell noch den Ehenamen Höfl-Riesch, da der administrative Aufwand für die Änderung von Ausweisdokumenten und Anmeldungen bei verschiedenen Stellen zu hoch ist.
- Beendet ihre Karriere als Profi-Skirennläuferin nach 27 Weltcup-Siegen und drei olympischen Goldmedaillen
- Stellt in einem Magazininterview klar, dass sie keine Kinder haben möchte
- Gibt die Trennung von Sportmanager Marcus Höfl nach 13 Jahren Ehe bekannt
- Scheidung von Marcus Höfl wird rechtskräftig
- Spricht über Kinderlosigkeit, das Leben nach dem Sport und die Partnerschaft mit Johann Schrempf
Eine neue Partnerschaft in Kitzbühel
In einem in Kitzbühel geführten Interview sprach Riesch über ihre Beziehung zu dem 66-jährigen Kreuzfahrtmanager Johann Schrempf. Die beiden waren lange befreundet, bevor sie nach ihrer Scheidung eine romantische Beziehung eingingen. Riesch ging auf den Altersunterschied von 25 Jahren ein und sagte, sie habe zunächst darüber nachgedacht, dann aber festgestellt, dass Schrempf jung geblieben, sportlich und in seinem Beruf voll aktiv sei. Das Paar habe das Thema Heirat besprochen, aber es seien derzeit keine Hochzeitspläne in Sicht. Riesch merkte an, dass sie zwar gerne Zeit mit den Kindern ihres Bruders verbringe, aber auch ihre persönliche Unabhängigkeit und Zeit allein oder mit Schrempf schätze.


