
Mandelson-Akten offenbaren vernichtende Kritik an Starmer und Druck für ‚trumpistische‘ Politik
Mehr als 1.000 Seiten interner Nachrichten, die am Montag veröffentlicht wurden, legen die schonungslose Kritik des ehemaligen britischen Botschafters Peter Mandelson an Keir Starmers Führung und seinen Rat offen, einen ‚trumpistischen‘ Stil zu übernehmen – und schüren die Führungskrise des Premierministers weiter an.
Hintergrund und Kontroverse
Ein zweiter Schwung Regierungsdokumente im Zusammenhang mit der Ernennung und dem Verhalten von Peter Mandelson als britischer Botschafter in den Vereinigten Staaten wurde am Montag, dem 1. Juni 2026, veröffentlicht. Die Veröffentlichung folgt auf eine erste Tranche im März, die enthüllte, dass Mandelsons Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein die Regierung einem ‚Reputationsrisiko‘ ausgesetzt hatte und dass er vor seiner Entsendung die Sicherheitsüberprüfungen nicht bestanden hatte. Mandelson wurde im September 2025 nach neun Monaten im Amt entlassen und steht weiterhin unter polizeilicher Untersuchung wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs.
Premierminister Keir Starmer sah sich bereits wegen der Ernennung mit Rücktrittsforderungen konfrontiert, und seine Position wurde durch Wahlniederlagen bei den Kommunalwahlen und eine Rebellion der Hinterbänkler weiter geschwächt. Die neuen Akten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem er um die Stabilisierung seiner Führung kämpft.
Es ist richtig, dass wir das tun. Wir haben sehr deutlich gemacht, dass die Ernennung von Mandelson falsch war.
Lobbyarbeit für Global Counsel
Die Dokumente zeigen, dass Mandelson, damals Präsident der Beratungsfirma Global Counsel, in den Monaten nach dem Sieg der Labour-Partei bei den Parlamentswahlen 2024 intensiv bei Ministern lobbyierte. Er lud den Finanzstaatssekretär Spencer Livermore zum Mittagessen ein, schlug dem Wissenschaftsminister Patrick Vallance eine Forschungsveranstaltung vor und stellte einen Mitarbeiter von Global Counsel dem Handelsminister Douglas Alexander vor. Die Vorgänge deuten darauf hin, dass Mandelson seine politischen Kontakte nutzte, um seinem Unternehmen zu nützen, während er gleichzeitig für das Amt des Kanzlers der Universität Oxford kandidierte.
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‚Verwaiste‘ Führung und ‚trumpistischer‘ Rat
WhatsApp-Nachrichten zwischen Mandelson und hochrangigen Labour-Persönlichkeiten – insbesondere Pat McFadden, dem Minister für Arbeit und Rente – offenbaren sein Missfallen über die Leistung des Premierministers. Er beschrieb die Downing Street als ‚belagert und verwaist‘ und sagte, die Regierung ‚vermittele kein Gefühl des Kreuzzugs‘. In einer bemerkenswerten Einschätzung argumentierte Mandelson, Starmer solle einen ‚trumpistischeren, risikofreudigen und waghalsigen Weg‘ einschlagen, um eine Öffentlichkeit zu erreichen, die ‚nach Führung schreit‘.
Keir führt nicht von vorne, und Morgan organisiert das Zentrum nicht so, wie es sein müsste.
Er sagte McFadden auch, dass der frühere Premierminister Gordon Brown ‚es richtig auf Keir (und Rachel [Reeves]) abgesehen habe‘ und die damalige stellvertretende Premierministerin Angela Rayner als ‚Instrument der Destabilisierung‘ einsetze.
Politischer Schaden und Reaktion
Die Veröffentlichung verschärft eine für Starmer katastrophale Episode. Der konservative Abgeordnete Alex Burghart warnte davor, dass jeder Versuch, Dokumente über polizeiliche Anfragen hinaus zurückzuhalten oder zu schwärzen, als ‚Missachtung des Parlaments‘ angesehen würde. Einige Akten werden zurückgehalten, weil sie Teil der strafrechtlichen Ermittlungen gegen Mandelson sind, der nach seiner Entlassung freiwillig seinen Adelstitel und seine Labour-Mitgliedschaft aufgab.
Gesundheitsminister James Murray betonte die Bereitschaft der Regierung zur Transparenz, aber die Angriffe der Opposition werden sich wahrscheinlich verstärken, wenn Journalisten und Abgeordnete den vollständigen Inhalt prüfen. Die niedrigen Umfragewerte des Premierministers und interne Unruhen in der Partei bedeuten, dass die Mandelson-Affäre eine potente Belastung bleibt.

