
SC Magdeburg besiegt Füchse Berlin 38:31 und holt ersten Supercup unter Bennet Wiegert
Die deutschen Handballmeister SC Magdeburg beendeten eine 25-jährige Durststrecke im Supercup mit einem 38:31-Sieg über die Füchse Berlin in München, während HSG Blomberg-Lippe den Frauenpokal gewann.
Magdeburg beendet 25-jährige Supercup-Durststrecke
Der SC Magdeburg sicherte sich am Samstag den deutschen Handball-Supercup und besiegte die DHB-Pokalsieger Füchse Berlin vor 10.199 Zuschauern im SAP Garden in München mit 38:31. Der Sieg beendete eine 25-jährige Durststrecke in diesem Wettbewerb für den amtierenden deutschen Meister, der die Trophäe zuvor 1996 und 2001 geholt hatte. Cheftrainer Bennet Wiegert, der beim Sieg des Vereins im Jahr 2001 noch als Spieler auf dem Feld stand, holte bei seinem vierten Anlauf seinen ersten Supercup-Titel als Trainer. Das Ergebnis verhinderte zudem, dass die Füchse Berlin eine Drei-Turnier-Siegesserie in diesem Wettbewerb vollenden konnten.
Frühe Kontrolle und Kristjánssons fehlerfreier Abschluss
Berlin ging in der ersten Minute durch ein Tor von Matthes Langhoff in Führung – die einzige des Spiels. Magdeburg antwortete schnell: Torhüter Matej Mandic verbuchte in den ersten fünf Minuten drei Paraden, und Albin Lagergren stellte eine 3:1-Führung her. Magdeburg agierte am Kreis mit hoher Effizienz und verwandelte 17 der ersten 19 Wurfversuche. Der Welthandballer des Jahres Mathias Gidsel erzielte in der zehnten Minute Berlins viertes Tor, doch Spielmacher Gísli Kristjánsson baute Magdeburgs Führung bis zur 25. Minute auf 17:10 aus. Mit einer 20:15-Führung ging Magdeburg in die Halbzeitpause und fuhr den Sieben-Tore-Sieg souverän nach Hause – genau 70 Tage nach der Niederlage gegen Berlin im Halbfinale der Champions League.
Wir waren in allen Bereichen überlegen und haben uns nur sehr wenige Fehler erlaubt.
- Matthes Langhoff eröffnet den Torreigen für die Füchse Berlin
- Albin Lagergren bringt Magdeburg nach drei Paraden von Matej Mandic mit 3:1 in Führung
- Mathias Gidsel erzielt Berlins viertes Tor und verkürzt auf 4:5
- Gísli Kristjánsson baut Magdeburgs Führung auf 17:10 aus
- SC Magdeburg führt zur Pause mit 20:15
- SC Magdeburg besiegt Füchse Berlin mit 38:31 und sichert sich den Titel
Berliner Umbruch und Trainer-Reaktionen
Kristjánsson beendete den Abend mit neun Toren aus neun Versuchen, während Gidsel mit zehn Treffern bester Berliner Werfer war. Die Füchse Berlin gingen nach Kaderveränderungen in der Sommerpause in die Partie, darunter die Abgänge der Schlüsselspieler Lasse Andersson und Torhüter Dejan Milosavljev. Berlins Geschäftsführer Bob Hanning hatte vor dem Anwurf Spekulationen zurückgewiesen, dass die Saison 2026/27 eine Übergangsphase sein werde, und betont, dass der Verein trotz defensiver Sorgen weiterhin hohe Ziele verfolge. Nach dem Schlusspfiff zeigte sich Wiegert zufrieden mit der Konzentration und taktischen Umsetzung seines Teams.
Ich bin wirklich glücklich. Wir haben hier oft gestanden und dieses Ding 25 Jahre lang nicht holen können. Ich habe von der ersten Minute an gemerkt, dass wir bereit waren. Leidenschaft und Einstellung haben heute bei uns absolut gestimmt.
Blomberg-Lippe holt Frauen-Titel im Siebenmeterwerfen
Bereits am frühen Abend gewannen die amtierenden Frauen-Bundesligameisterinnen HSG Blomberg-Lippe ihren ersten Supercup-Titel durch einen 26:24-Sieg über Pokalsieger Borussia Dortmund. Die Partie endete zur Halbzeit 9:9 und nach regulärer Spielzeit 22:22 unentschieden, sodass ein Siebenmeterwerfen den Sieger ermitteln musste. Die Torhüterinnen Nicole Roth (Blomberg-Lippe) und Sarah Wachter (Dortmund) prägten die torarme Anfangsphase, die in der zwölften Minute 3:1 stand. Im Siebenmeterwerfen parierte Roth einen Dortmunder Strafwurf, ein weiterer Versuch der Dortmunderinnen traf den Pfosten – so sicherte sich Blomberg-Lippe den Sieg im Pflichtspieldebüt von Kay Rothenpieler als Dortmunder Cheftrainer.
Wir haben Dortmund vor einige Herausforderungen gestellt, aber auch vermeidbare Fehler gemacht. Am Ende bin ich froh, gewonnen und den Titel mitgenommen zu haben. Aber noch zufriedener bin ich mit der Leistung, die die Mannschaft gezeigt hat.


