Maduro und US-Ankläger schlagen gemeinsamen Prozessbeginn im Juni 2027 für Drogenhandelsverfahren vor
Vor einer heutigen Anhörung reichten der abgesetzte venezolanische Präsident Nicolás Maduro und die Ankläger des US-Justizministeriums einen gemeinsamen Zeitplan ein, der einen Prozessbeginn im Juni 2027 vorsieht; erste Anträge sind bis September fällig.
Gemeinsamer Vorschlag vor Anhörung eingereicht
Die Einreichung am Bundesgericht in Manhattan skizziert einen Prozessbeginn im Juni 2027 für Nicolás Maduro wegen Anklagen wegen Drogenhandels und Verschwörung zum Narco-Terrorismus. Der gemeinsame Vorschlag wurde vor einer für heute um 12:00 Uhr EDT vor dem US-Bezirksrichter Alvin Hellerstein angesetzten Anhörung eingereicht. Nach dem vorgeschlagenen Zeitplan wären Maduros erste rechtliche Anträge auf Abweisung des Falles bis zum 2. September fällig. Eine zweite Runde würde bis zum 11. Januar 2027 folgen, nachdem die Staatsanwaltschaft etwaige Verschlusssachen zur Prüfung durch die Verteidigung übergeben hat. Die Parteien wiesen in der Einreichung darauf hin, dass sie Änderungen am Zeitplan beantragen könnten, und Richter Hellerstein muss letztendlich den Zeitplan festlegen.
Festnahme und Anklage
US-Spezialkräfte nahmen Maduro und seine Frau Cilia Flores im Januar 2026 bei einer nächtlichen Razzia in Caracas fest. Beide wurden nach New York geflogen und werden seit ihrer Ankunft in einem Bundesgefängnis in Brooklyn festgehalten. Sie haben auf nicht schuldig plädiert: Maduro drohen Anklagen wegen Drogenhandels und Verschwörung zum Narco-Terrorismus, während Flores wegen Drogenhandels und Waffendelikten angeklagt ist. Bei seinem ersten Gerichtstermin am 5. Januar wandte sich Maduro an das Gericht.
Ich bin ein Kriegsgefangener.
Der Fall wird in der gemeinsamen Einreichung als eines der prominentesten und folgenreichsten Strafverfahren der jüngeren US-Geschichte beschrieben. Maduro hat den USA seit langem vorgeworfen, seinen Sturz zu betreiben, um die Kontrolle über Venezuelas riesige Ölreserven zu erlangen. Die USA, die Maduro seit 2019 nicht mehr als legitimen Präsidenten Venezuelas anerkennen, bezeichnen ihn als korrupten Diktator, dessen Misswirtschaft zum wirtschaftlichen Zusammenbruch führte, und beschuldigen ihn der Wahlmanipulation bei den Wahlen 2018 und 2024.
Was als Nächstes passiert
Die heutige Anhörung vor Richter Hellerstein soll voraussichtlich den vorgeschlagenen Zeitplan behandeln, aber der Richter ist an die gemeinsame Empfehlung nicht gebunden und könnte andere Termine festlegen. Die Einreichung selbst dient als Blaupause für die frühen Phasen der Strafverfolgung. Selbst mit den vorgeschlagenen Daten wird nicht damit gerechnet, dass der Prozess vor 2027 beginnt – ein Zeitplan, der die Komplexität des Falles und die Notwendigkeit des Umgangs mit Verschlusssachen widerspiegelt. Beide Seiten haben angedeutet, dass sie im Laufe des Verfahrens Änderungen am Zeitplan beantragen könnten.
- US-Spezialkräfte nehmen Maduro und seine Frau fest
- Erster Gerichtstermin; Maduro bezeichnet sich als Kriegsgefangener
- Anhörung zur Terminfindung; gemeinsamer Vorschlag für Prozess im Juni 2027 eingereicht
- Erste Runde rechtlicher Anträge fällig
- Zweite Runde von Anträgen nach Prüfung der Verschlusssachen fällig
- Vorgeschlagenes Prozessbeginndatum


