
Macron besucht Saint-Pierre und Miquelon, um den kanadischen Premierminister Mark Carney zu empfangen
Der französische Präsident Emmanuel Macron beginnt am Samstag eine dreitägige Reise nach Saint-Pierre und Miquelon, wo er den kanadischen Premierminister Mark Carney treffen wird, bevor er nach New York weiterreist.
Präsidentenankunft auf dem nordatlantischen Archipel
Der französische Präsident Emmanuel Macron beginnt am Samstag, dem 19. September 2026, einen dreitägigen offiziellen Besuch auf Saint-Pierre und Miquelon. Das Territorium im Nordatlantik vor der Küste Kanadas empfängt zum ersten Mal seit zwölf Jahren ein französisches Staatsoberhaupt. Die letzte Präsidentenreise fand 2014 statt, als François Hollande die Inseln besuchte. Macron wird bis Montag, den 21. September 2026, offizielle Termine auf dem gesamten Archipel wahrnehmen, bevor er direkt nach New York weiterreist.
- François Hollande besucht den Archipel, während Frankreich bei der UNO Hoheitsrechte über den Meeresboden beantragt
- Emmanuel Macron trifft für einen dreitägigen Besuch in Saint-Pierre und Miquelon ein
- Emmanuel Macron empfängt den kanadischen Premierminister Mark Carney zu bilateralen Gesprächen
- Macron beendet den Besuch des Archipels und reist nach New York weiter
Bilaterales Treffen mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney
Am Sonntag, dem 20. September 2026, wird Macron den kanadischen Premierminister Mark Carney auf Saint-Pierre und Miquelon zu bilateralen Gesprächen empfangen. Die Zusammenkunft stellt einen offiziellen Gipfel auf dem nordatlantischen Archipel dar und bringt den kanadischen Premierminister in das französische Hoheitsgebiet nahe der kanadischen Gewässer. Mehrere bilaterale Themen und regionale Angelegenheiten werden während der Konsultationen zwischen den beiden Führungspersonen erörtert. Das Treffen endet vor Macrons geplanter Abreise in die Vereinigten Staaten.
Souveränität und geopolitische Spannungen
Der Gipfel zwischen Macron und Carney findet in einer Zeit wachsender diplomatischer Spannungen mit Washington statt. Beide Führungspersonen beabsichtigen, ihr gemeinsames Bekenntnis zur Souveränität der Nationen bei ihrem Auftritt auf dem Archipel zu demonstrieren. Diese öffentliche Haltung folgt auf Aktionen von Donald Trump, der kürzlich eine Karte veröffentlichte, die den gesamten nordamerikanischen Kontinent als Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten darstellt. Der Geograph und Nordamerika-Spezialist Guillaume Poiret bewertete die strategische Absicht hinter dem dreitägigen Präsidentenaufenthalt.
Drei Tage dort zu verbringen ist eine Möglichkeit, die französische Souveränität in Erinnerung zu rufen.
Strategische Positionierung und Seerechte
Mit dieser Reise beabsichtigt Macron, die strategische Präsenz Frankreichs vor den Toren der Vereinigten Staaten zu bekräftigen. Seeterritorium und Festlandsockelrechte sind ein wesentlicher Bestandteil der langfristigen Interessen Frankreichs im Nordatlantikbecken. Während des vorherigen Präsidentenbesuchs im Jahr 2014 beantragten die französischen Behörden bei den Vereinten Nationen die Ausweitung der Hoheitsrechte über den Meeresboden rund um die Inseln. Der derzeitige Besuch thematisiert die territoriale Präsenz Frankreichs in Nordamerika, bevor die Präsidentendelegation am Montag nach New York aufbricht.

