
Luftgewehrprojektil aus römischem Fenster verletzt Frau in der Nähe des Vatikans
Eine 50-jährige Frau wurde am Montagabend in der Via della Giuliana von einem Projektil am Arm getroffen, woraufhin die Carabinieri im Stadtteil Prati eine Fahndung einleiteten.
Luftgewehrschuss in der Via della Giuliana
Eine 50-jährige Fußgängerin wurde am Montag, dem 14. September 2026, gegen 18:30 Uhr auf dem Gehweg der Via della Giuliana im zentralen römischen Stadtteil Prati verletzt. Das Projektil wurde aus einem oberen Fenster eines gegenüberliegenden Wohngebäudes abgefeuert und traf die Frau am linken Arm und an der Schulter. Das Opfer verspürte plötzlich einen stechenden Schmerz und entdeckte kurz darauf einen Blutfleck am Ärmel. Beamte der örtlichen Carabinieri-Station Prati rückten nach Meldungen über Schüsse in der Nachbarschaft an, etwa 300 Meter von den Vatikanmauern entfernt.
Notfallversorgung und Krankenhauseinweisung
Nach dem Vorfall wählte die verletzte Frau sofort die einheitliche Notrufnummer 112, um Polizei und Rettungsdienste zu alarmieren. Da kein Krankenwagen sofort verfügbar war, nahm die Fußgängerin ein Taxi, um dringend medizinische Hilfe zu erhalten. Sie legte dabei etwas mehr als drei Kilometer bis zur Notaufnahme des Krankenhauses Santo Spirito zurück. Die behandelnden Ärzte stuften ihre Verletzung als leicht ein und nahmen sie in der Notaufnahme auf. Das medizinische Team plante einen chirurgischen Eingriff, um das Projektil zu entfernen, das sich direkt im Trizepsmuskel ihres linken Arms festgesetzt hatte.
- Eine Fußgängerin wird vor einem geschlossenen Restaurant in der Via della Giuliana von einem Luftgewehrprojektil am linken Arm getroffen.
- Das Opfer kontaktiert die 112, um den Vorfall zu melden, woraufhin Carabinieri-Beamte im Stadtteil Prati zum Ort des Geschehens eilen.
- Das Opfer fährt mit dem Taxi zum Krankenhaus Santo Spirito, um das eingedrungene Projektil operativ aus dem Trizeps entfernen zu lassen.
Ballistische Analyse und Waffenuntersuchung
Erste Erkenntnisse der Carabinieri-Ermittler deuten darauf hin, dass das Projektil aus einer Druckluftpistole oder einem Druckluftgewehr abgefeuert wurde. Die Beamten, die die Verletzung und den Tatort untersuchten, bestätigten, dass das Projektil eine pilzförmige Struktur aufwies, die typisch für Luftgewehrmunition ist. Die Behörden führen Tests durch, um festzustellen, ob das Projektil aus Hartplastik, Keramik oder Blei besteht. Da das Projektil genug Kraft hatte, um Kleidung zu durchdringen und sich tief im Muskelgewebe festzusetzen, berechnen die Ermittler Geschwindigkeit und Schussentfernung. Ballistikspezialisten untersuchen Sichtlinien und Winkel von mehrstöckigen Wohnungsfenstern mit Blick auf die Via della Giuliana, um das genaue Fenster zu identifizieren, aus dem geschossen wurde.
Frühere Schussmeldungen und laufende Fahndung
Dem Schuss gingen mehrere Beschwerden von Anwohnern über ähnliche Schussvorfälle entlang derselben Straße in den vergangenen Tagen voraus. Nach Informationen der Carabinieri berichteten mehrere andere Fußgängerinnen, die diesen Abschnitt der Via della Giuliana entlanggingen, von Schüssen aus oberen Fenstern. Keine der früheren Personen wurde vor dem Schuss am Montag körperlich getroffen. Ein Augenzeuge am Tatort teilte den Ermittlern mit, dass der Täter offenbar gezielt Fußgängerinnen ins Visier genommen habe; die früheren Fehlschüsse seien reines Glück gewesen. Die Carabinieri durchsuchen weiterhin Wohngebäude und führen Tür-zu-Tür-Befragungen entlang der Via della Giuliana durch, um den Schützen zu identifizieren und zu lokalisieren.

