
Lubliner PiS leitet Parteiausschlussverfahren gegen vier Stadträte nach Gründung des Rozwój-Plus-Clubs ein
Die Bezirksführung der PiS in Lublin stimmte für den Ausschluss von vier Stadträten, die dem Verein Rozwój Plus von Mateusz Morawiecki beigetreten waren und einen eigenen lokalen Club gegründet hatten.
Ausschlussverfahren in Lublin
Das Präsidium des Bezirksvorstands von Recht und Gerechtigkeit (PiS) in Lublin leitete den Parteiausschluss von vier Stadträten ein, nachdem sie unter dem Verein Rozwój Plus von Mateusz Morawiecki einen eigenen Ratsclub gegründet hatten. Der Beschluss betrifft die Stadträte Marcin Jakóbczyk, Eugeniusz Bielak, Elżbieta Boczkowska und Radosław Skrzetuski, die die neue Gruppe am Mittwoch gemeinsam mit dem Lubliner Parlamentarier Sylwester Tułajew ins Leben gerufen hatten. Das Bezirkspräsidium tagte am Freitag, um über die Maßnahme abzustimmen, nachdem Justyna Budzyńska, die PiS-Bevollmächtigte in Lublin und ebenfalls Stadträtin, einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. Der Bezirksvorsitzende und PiS-Vizepräsident Przemysław Czarnek unterzeichnete den Ausschlussbeschluss. Marek Wojciechowski, Sekretär des Bezirksvorstands, erläuterte, dass die Gründung des separaten Clubs gegen die Parteidisziplin und die Ziele der Partei verstoße.
Diese Handlung widerspricht den Zielen, dem politischen Interesse und den programmatischen Grundsätzen der PiS.
- Senator Ryszard Majer gibt seinen Beitritt zu Rozwój Plus bekannt
- Der Bürgermeister von Tomaszów Mazowiecki, Marcin Witko, tritt Rozwój Plus bei
- Der Bürgermeister von Kalisz, Krystian Kinastowski, tritt Rozwój Plus bei
- Vier Lubliner Stadträte gründen den Rozwój-Plus-Club
- Das PiS-Bezirkspräsidium stimmt für den Ausschluss der vier Lubliner Stadträte
Ratsdynamik und Reaktionen der Mitglieder
Marek Wojciechowski erklärte, dass der formelle Ausschluss der vier Politiker eine rasche Bestätigung durch einen Beschluss des gesamten PiS-Bezirksvorstands erfordere. Marcin Jakóbczyk bestätigte den Erhalt der Entscheidungsmitteilung per E-Mail, betonte jedoch, dass die vier Mitglieder nicht beabsichtigt hätten, ihre Parteizugehörigkeit aufzugeben. Die Stadträte verwiesen auf ihre langjährige Tätigkeit innerhalb der PiS und bekräftigten, dass sie weiterhin in Opposition zum Lubliner Bürgermeister Krzysztof Żuk stünden.
Ich habe die Entscheidung über die Streichung aus der Mitgliederliste von Recht und Gerechtigkeit erhalten, aber verbindlich ist nur der Beschluss des Bezirksvorstands.
Die Spaltung verändert das Kräfteverhältnis im 31 Sitze umfassenden Lubliner Stadtrat, wo die Gruppierung von Bürgermeister Krzysztof Żuk über eine 18-Sitze-Mehrheit verfügt. Der Club von Recht und Gerechtigkeit bestand zuvor aus 13 Stadträten, bevor die vier Mitglieder abtraten, um den Rozwój-Plus-Club zu gründen.
- Club von Bürgermeister Krzysztof Żuk
- 18 Sitze
- PiS-Club (vor der Spaltung)
- 13 Sitze
Ausweitung von Rozwój Plus auf kommunaler Ebene
Der Streit in Lublin findet vor dem Hintergrund von Spannungen zwischen der PiS-Führung und der politischen Initiative des ehemaligen Premierministers Mateusz Morawiecki statt. Die Region Lublin diente als zentrale Hochburg der PiS und bleibt eng mit Przemysław Czarnek verbunden. Vertreter von Rozwój Plus haben erklärt, dass ihre Bewegung eine Rolle bei künftigen Sitzverteilungen im Parlament spielen wolle. Weder der PiS-Apparat noch Rozwój Plus haben eine Zusammenarbeit mit der Konföderation der Polnischen Krone von Grzegorz Braun angestrebt, die zwischen 6 % und 10 % in Umfragen liegt. Die Überläufe in Lublin folgen auf eine Reihe von kommunalen Anwerbungen durch Rozwój Plus in mehreren polnischen Städten im August und Anfang September.
Ich habe mich ohne Zögern entschieden, diesem Verein beizutreten.
Der PiS-Senator Ryszard Majer trat am 9. August Rozwój Plus bei, gefolgt vom Tomaszów-Mazowiecki-Bürgermeister Marcin Witko am 12. August und dem Kalischer Bürgermeister Krystian Kinastowski am 13. August. Auch der Bürgermeister von Tarnobrzeg, Łukasz Nowak, und der Bürgermeister von Sieradz, Paweł Osiewała, sind Morawieckis Gruppe beigetreten.

