
Neukaledonien wählt bei ersten Provinzwahlen seit 2019, Wahlbeteiligung sinkt stark, Loyalisten gewinnen an Boden
Die ersten Provinzwahlen in Neukaledonien seit 2019 verzeichneten am Sonntag einen starken Rückgang der Wahlbeteiligung, mit ersten Anzeichen für eine stärkere Vertretung der Loyalisten im Kongress, während das Unabhängigkeitslager stabil blieb. Die ruhige Wahl soll die Verhandlungen über die institutionelle Zukunft des Archipels prägen, die seit den tödlichen Unruhen im Mai 2024 festgefahren sind.
Rückgang der Wahlbeteiligung
Die Wahl verlief ruhig, aber die Wahlbeteiligung war deutlich niedriger als 2019.
Die genauen Zahlen lagen zunächst nicht vor, aber der Rückgang wurde von mehreren Quellen vor Ort bestätigt.Es gingen weniger Wähler zur Wahl als 2019.
Politische Landschaft neu geordnet
Das loyalistische Lager ging gestärkt hervor, so Le Figaro, während die Unabhängigkeitsparteien ihre Unterstützung halten konnten. Die Ergebnisse, die am Sonntagabend noch ausstanden, dürften die Machtverhältnisse im Kongress Neukaledoniens neu zeichnen.
Institutionelle Blockade nach tödlichen Unruhen
Diese Wahlen sind die ersten seit den Unruhen im Mai 2024, die die politische Zukunft des Archipels in der Schwebe ließen. Die als tödlich beschriebene Gewalt stoppte die institutionellen Verhandlungen, die seit der vorherigen Provinzwahl 2019 im Gange waren.
Wie es weitergeht
Nach der Wahl richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf erneute Gespräche mit der Regierung Lecornu in Paris. Die neue Provinzversammlung wird eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Rahmens für einen künftigen Status Neukaledoniens spielen, ein Prozess, der seit zwei Jahren ins Stocken geraten ist.
- Tödliche Unruhen brechen in Neukaledonien aus und legen institutionelle Verhandlungen lahm.
- Provinzwahlen mit stark gesunkener Wahlbeteiligung abgehalten; Loyalisten gewinnen an Boden, Unabhängigkeitslager bleibt stabil.


