
Manuel Arjona, Gründungsmitglied der spanischen Dance-Pop-Gruppe Locomía, ist plötzlich in seinem Haus in Viladecans, Barcelona, im Alter von 58 Jahren gestorben.
Manuel Arjona, ein Gründungsmitglied der schrillen spanischen Pop-Act Locomía, ist im Schlaf in seinem Haus in Viladecans gestorben. Er wurde 58 Jahre alt und hatte seinen letzten Abend mit Malen verbracht.
Tod eines Locomía-Originals
Manuel Arjona, einer der vier Mitglieder der ursprünglichen Locomía-Besetzung, starb in der Nacht zum Dienstag in seinem Haus in Viladecans bei Barcelona. Er wurde 58 Jahre alt. Wie Quellen aus dem Umfeld des Künstlers berichten, verbrachte Arjona seine letzten Stunden mit Malen, einer seiner Leidenschaften, bevor er zu Bett ging und nicht mehr aufwachte. Die Todesursache wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Trauerfeier findet im Bestattungsinstitut Àltima Viladecans statt.
Heute ist sein Licht in den Himmel aufgestiegen, aber seine Erinnerung lebt in uns weiter. Dein Licht wird in jeder Erinnerung weiterleuchten. Für immer in unseren Herzen.
Das Ibiza-Phänomen
Locomía wurde Mitte der 1980er Jahre auf Ibiza von Xavier Font gegründet, einem Designer, der seinen Bruder Luis, den Niederländer Gard Passchier und Manuel Arjona anwarb. Die Gruppe baute sich im Nachtclub Ku eine Fangemeinde mit extravaganten Auftritten auf, die von riesigen Fächern, übertriebenen Schulterpolstern und Schuhen im Renaissance-Stil geprägt waren. Produzent José Luis Gil von Hispavox nahm sie unter Vertrag und katapultierte die Gruppe in den Mainstream-Erfolg.
Ich landete auf Ibiza und es kam mir vor wie ein anderer Planet. Ich kam aus einer kleinen Stadt, in der ich meine sexuelle Identität verstecken musste. Auf der Insel, wenn man als Junge einen Rock trug, hat dich niemand angesehen. Das war eine gewaltige Veränderung.
Aufstieg zu internationalem Ruhm
Arjona gehörte zur Besetzung, die das Debütalbum 'Taiyo' (1989) aufnahm, das Hits wie 'Loco Mía', 'Rumba, Samba, Mambo (S.R.M.)' und 'Gorbachov' enthielt. Das Album erhielt Gold- und Platin-Schallplatten in Spanien und Lateinamerika, und die Single von Locomía erreichte die Top 10 der britischen Charts. Ihre choreografierten Fächerroutinen und ihr androgyner Stil wurden sofort erkennbar und machten sie in den spanischsprachigen Märkten zu einer Pop-Sensation.
Interne Spannungen und Trennung
Der Erfolg brachte interne Reibungen mit sich. Xavier Font geriet mit Produzent José Luis Gil über die kreative Kontrolle und das öffentliche Image der Gruppe aneinander, insbesondere über Gils Versuch, die Homosexualität der Mitglieder herunterzuspielen. Font wurde schließlich an den Rand gedrängt und sein Bruder Luis ersetzt. Arjona blieb während der Spitzenzeit von 1989 bis 1992, verließ die Gruppe jedoch 1992. Später nahm er 2013 an einem Reunionsversuch teil. Die Geschichte der Band ist geprägt von Besetzungswechseln, Rechtsstreitigkeiten und persönlichen Verratereien; Xavier Font saß 2012 sogar wegen einer Drogenanklage im Gefängnis.
Ein dritter vorzeitiger Verlust
Arjona ist das dritte Locomía-Mitglied, das vorzeitig stirbt. Santos Blanco und Frank Romero starben 2018 innerhalb eines Monats, obwohl sie nie zusammen aufgetreten waren. Die offiziellen sozialen Medien der Band trauerten um Arjona.
Du warst die Seele, die Bewegung und die bedingungslose Loyalität eines Traums, der auf Ibiza begann und unser Leben für immer veränderte. Flieg hoch, lieber Gefährte, deine Essenz wird in jeder Ecke unserer Geschichte weiterschlagen.
- Das Debütalbum 'Taiyo' erscheint mit Hits wie 'Loco Mía' und 'Rumba, Samba, Mambo'.
- Manuel Arjona verlässt die ursprüngliche Locomía-Besetzung; die Formation löst sich auf.
- Arjona trifft sich mit Xavier Font für eine neue Phase der Band wieder.
- Arjona leitet einen weiteren Reunionsversuch.
- Die ehemaligen Locomía-Mitglieder Santos Blanco und Frank Romero sterben innerhalb eines Monats.
- Manuel Arjona stirbt in seinem Haus in Viladecans im Alter von 58 Jahren.


