
Mann in Mailand auf Parkplatz nach Liebesstreit überfahren und getötet, Verdächtiger festgenommen
Ein 31-jähriger Mann wurde festgenommen, nachdem er am Sonntagabend in Zibido San Giacomo bei Mailand bei einer Auseinandersetzung um eine Frau mit seinem Auto in einen 40- oder 41-jährigen Rivalen gefahren war. Das Opfer hatte zuvor zwei Platzpatronen abgefeuert.
Das Treffen
Am Abend des Sonntags, 21. Juni, verabredeten sich Claudio Miranda und Stefano Pasceri auf dem Parkplatz vor dem Friedhof von Zibido San Giacomo, einer Gemeinde südlich von Mailand, um eine persönliche Angelegenheit bezüglich einer Frau zu besprechen. Miranda, 40 oder 41 Jahre alt und neapolitanischer Herkunft, erschien mit drei Bekannten, während Pasceri mit seinem Vater kam. Die Begegnung, die zunächst dazu dienen sollte, die Situation zu klären, wurde schnell gewalttätig.
Die Konfrontation
Nach einer vorläufigen Rekonstruktion durch die Carabinieri der Kompanie Abbiategrasso, gestützt durch Überwachungskameraaufnahmen, zog Miranda während des Gesprächs eine Schreckschusspistole und feuerte zwei Schüsse in Richtung von Pasceris Vater ab. Fast unmittelbar darauf beschleunigte Pasceri, der in seinem Fahrzeug geblieben war, und rammte Miranda, wobei er ihn gegen die Tür des anderen Autos drückte. Der Aufprall tötete ihn sofort. Rettungskräfte trafen kurz darauf ein (der medizinische Dienst 118 war mit Code Rot entsandt worden), aber die Sanitäter konnten nur noch Mirandas Tod am Ort feststellen.
Ermittlungen und Festnahme
Die Carabinieri nahmen Pasceri noch am Tatort fest, wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung; einige Quellen sprechen von Mordanklage. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Pavia koordiniert, auch das Provinzkommando Mailand ist beteiligt. Die Ermittler prüfen, ob die Autofahrt eine impulsive Reaktion auf die wahrgenommene Bedrohung oder eine vorsätzliche Handlung war. Die bereits sichergestellten Überwachungsaufnahmen spielen eine zentrale Rolle bei der Rekonstruktion des genauen Ablaufs.
Beweise und Zeugenaussagen
Die Behörden sammeln Aussagen der anwesenden Personen und untersuchen die von Miranda verwendete Replik-Waffe, um zu bestätigen, dass es sich tatsächlich um eine Schreckschusswaffe handelte. Die beiden abgegebenen Schüsse sind ein entscheidendes Element der Untersuchung. Nach einem ersten Bericht waren beide Männer italienische Staatsbürger. Details zu der Frau, um die sich der Streit drehte, sind nicht bekannt.
Weiterer Kontext
Der Vorfall ereignete sich gegen Mitternacht auf dem Parkplatz an der Via Lenin, einem lokal bekannten Ort. Das Drama hat lokale Medienaufmerksamkeit erregt, bleibt aber ein isoliertes Verbrechen. Die Carabinieri arbeiten weiterhin unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Pavia, um zu klären, ob die Tat geplant oder spontan war.


