
Clément Lenglet steht kurz vor Wechsel zu Benfica als Otamendi-Nachfolger
Benfica steht kurz vor einer Einigung über den französischen Innenverteidiger Clément Lenglet von Atlético Madrid. Der 31-Jährige wurde als erfahrener Verteidiger auserkoren, um die Lücke zu schließen, die Nicolás Otamendi hinterlassen hat.
Die Lücke
Der Abgang von Nicolás Otamendi zwang Benfica dazu, auf dem Markt nach einem linken, ballsicheren Innenverteidiger zu suchen. Präsident Rui Costa bestätigte während der Generalversammlung am Samstag, dass der Verein bereits eine Einigung mit einem erfahrenen Ersatz erzielt habe. Er schloss öffentlich Namen aus, die von Mitgliedern ins Spiel gebracht worden waren: Weder José Maria Giménez von Atlético Madrid noch Milan Škriniar von Fenerbahçe waren das Ziel.
Stunden später berichteten die spanische Zeitung ABC und Transferjournalist Fabrizio Romano, dass Clément Lenglet ausgewählt worden sei. Der französische Nationalspieler wechselt fest von Atlético Madrid nach Lissabon. Laut Romano läuft der Vertrag bis Juni 2029, während der italienische Journalist Nicolò Schira eine Laufzeit bis 2028 mit Option auf eine weitere Saison nennt.
Lenglets Profil
Geboren am 17. Juni 1995, durchlief Lenglet die Jugendakademie von Nancy und gab mit 18 sein Profidebüt in der Ligue 2. Er führte die Mannschaft als Kapitän zum Aufstieg, bevor er im Januar 2017 für 5,4 Mio. € zu Sevilla wechselte. Eine herausragende Champions-League-Leistung gegen Manchester United überzeugte Barcelona, seine Ausstiegsklausel in Höhe von 35,9 Mio. € zu aktivieren. In 160 Einsätzen für die Katalanen gewann er die La Liga, die Copa del Rey und den spanischen Supercup.
Nachdem er in Barcelona in Ungnade gefallen war, verbrachte Lenglet Leihstationen bei Tottenham Hotspur (2022–23) und Aston Villa (2023–24), gefolgt von einer Leihe zu Atlético Madrid 2024–25. Atlético machte den Wechsel im Juni 2025 fest und zahlte 3 Mio. €, wodurch er bis 2028 unter Vertrag stand. In der vergangenen Saison kam er in 24 Spielen zum Einsatz, stand 21-mal in der Startelf und bereitete ein Tor vor. Er ist ein linker Innenverteidiger, der für seine Fähigkeit bekannt ist, das Spiel von hinten aufzubauen, und der mit Stellungsspiel und Antizipation seinen relativen Mangel an Geschwindigkeit ausgleicht.
Der Wechsel bringt Lenglet in eine Liga zurück, in der bereits ein französischer linker Verteidiger nach seinem Abschied von Barcelona erfolgreich war. 2017 verpflichtete Sporting CP Jérémy Mathieu, der in drei Spielzeiten zum Publikumsliebling wurde. Benfica hofft, dass Lenglet diesen Erfolg wiederholen kann.
Deal-Kontext
Fabrizio Romano erklärte, dass Lenglet ein lukratives Angebot aus Saudi-Arabien abgelehnt habe und ein wettbewerbsfähiges Projekt in Lissabon bevorzuge. Die portugiesische Presse merkt an, dass der Transfer ablösefrei erfolgen wird, da Lenglet Atlético Madrid vor Vertragsende verlässt. Benfica hatte bereits den brasilianischen Mittelfeldspieler Gabriel Índio als ersten Sommertransfer bekannt gegeben; der Franzose wird der zweite sein.


