
Leiche bei Suche nach britischem Teenager gefunden, der seit November in den rumänischen Bergen vermisst wurde
Eine Leiche, bei der es sich vermutlich um George Smyth handelt, einen 18-jährigen Geologiestudenten aus Bristol, der im November in den rumänischen Bucegi-Bergen verschwand, wurde nach einer neunmonatigen Suche gefunden.
Verschwinden und Notruf
George Smyth, ein 18-jähriger Geologiestudent an der University of Bristol, ursprünglich aus Newport, Shropshire, verschwand im November 2025, als er allein in den Bucegi-Bergen Rumäniens in der Nähe des Dorfes Bran wanderte. Das Dorf ist bekannt für seine Burg, die mit der Dracula-Legende in Verbindung gebracht wird. Smyth war vom Gebiet Poiana Brașov in Richtung Bran aufgebrochen. Er erreichte das Țigănești-Tal, von wo aus er einen Notruf an die Rettungsteams absetzte und um Hilfe bat. Ein Vertreter des örtlichen Bergrettungsdienstes teilte der BBC mit, dass der 18-Jährige „desorientiert, körperlich erschöpft und bereits mit Anzeichen von Unterkühlung“ war, als der Anruf einging. Die Bedingungen zu dieser Zeit wurden als extrem schwer beschrieben, mit starkem Wind, heftigem Schneefall und dichtem Nebel. Der Schnee erreichte eine Höhe von mehr als 2 Metern, was den Zugang zu dem Gebiet, in dem Smyth festsaß, zusätzlich erschwerte. Die Retter beschrieben den Ort als eine „sehr abgelegene und schwer zugängliche Bergzone“.
Suchaktion
Die Such- und Rettungsaktion mobilisierte Bergrettungsteams von Salvamont, Wärmebildkameras, Spürhunde, Drohnen und einen Black-Hawk-Hubschrauber. Die Hundestaffel, Drohnen und Hubschrauber wurden zusammen mit Bodenteams eingesetzt, die das zerklüftete Gelände der Bucegi-Kette durchkämmten. Am Mittwoch, dem 12. August 2026, gaben die Bergrettungsteams bekannt, dass sie die Suche in „zuvor angegebenen Gebieten, unter Felswänden, in Schluchten und in schwer zugänglichen Sektoren“ wieder aufgenommen hatten, jedoch ohne Erfolg. Die Suche war seit November ununterbrochen fortgesetzt worden, wobei die Familie Salvamont dafür lobte, „unermüdlich“ gearbeitet zu haben, trotz „sehr schwieriger und oft gefährlicher Bedingungen“. Die Familie stellte fest, dass das Rettungsteam „in ständigem Kontakt geblieben ist und uns in dieser schrecklichen Zeit sehr geholfen hat“. Die Operation erstreckte sich über rund neun Monate und durchlief harte Winter- und Sommerbedingungen in den rumänischen Bergen.
Leiche gefunden
Am Samstag, dem 15. August 2026, gab die Polizei von Avon and Somerset bekannt, dass in der Bucegi-Bergregion eine Leiche gefunden wurde, bei der es sich vermutlich um George Smyth handelt. Eine formelle Identifizierung stand noch aus. Die Beamten informierten Smyths Familie über die Entwicklung, und die Familie wird von einem Familienverbindungsbeamten unterstützt. Es werden forensische Untersuchungen durchgeführt, um die Identität der Leiche zu bestätigen, bevor der Verstorbene nach Großbritannien überführt wird. Es werden Anstrengungen unternommen, um Smyths Leiche nach Abschluss der offiziellen Identifizierung nach Großbritannien zurückzubringen. Der Fund beendet eine Suche, die begann, als Smyth im November von seiner Solo-Wanderung nicht zurückkehrte.
- George Smyth verschwindet während einer Wanderung von Poiana Brașov nach Bran in den Bucegi-Bergen
- Smyth erreicht das Țigănești-Tal und ruft die Rettungsteams; wird als desorientiert und unterkühlt beschrieben
- Bergrettung nimmt Suche in zuvor angegebenen Gebieten ohne Erfolg wieder auf
- Leiche in den Bucegi-Bergen gefunden; Polizei von Avon and Somerset gibt bekannt
Stellungnahme der Familie
Smyths Familie gab eine Erklärung ab, in der sie ihre Trauer und Dankbarkeit gegenüber den an der Suche Beteiligten zum Ausdruck brachte.
Wir sind alle am Boden zerstört über Georges Tod. Er war der Beste von uns und wird von seinen jüngeren Brüdern, seiner Familie und seinen Freunden sehr vermisst.
Die Familie dankte auch der Polizei von Avon and Somerset und der University of Bristol und sagte, sie hätten „sich über das normale Maß hinaus bemüht, George zu finden und uns als Familie zu unterstützen“. Sie sagten, dass die Nachricht zwar „unglaublich schmerzhaft“ sei, die „Qual des Wartens endlich vorbei“ sei und sie sich nun darauf konzentrieren könnten, George nach Hause zu holen und sich zu verabschieden. Sie baten um Privatsphäre, während sie weiterhin mit dem Verlust umgehen.


