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Kurz gefasst

  • Der FAO-Nahrungsmittelpreisindex stieg im August 2026 um 1.9% gegenüber dem Vormonat auf 133.3 und erreichte damit den höchsten Stand seit November 2022.

  • Die Zuckerpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 11.9%, während die Getreidepreise insgesamt um 2.2% zulegten, wobei Weizen einen Anstieg von 15% im Jahresvergleich verzeichnete.

  • Angriffe auf 35 Schiffe töteten im Juli 2026 23 Besatzungsmitglieder und störten wichtige Getreideexportzentren in Odessa, Chornomorsk und Noworossijsk.

  • Die FAO senkte ihre Prognose für die weltweite Getreideproduktion 2026 um 3.4 Millionen Tonnen auf 2.980 Milliarden Tonnen, ein Rückgang von 2.0% gegenüber 2025.

Rom
Rom, Odessa, Noworossijsk · Italien, Ukraine, Russland
Wie es dazu kam
  1. März 2022FAO-Nahrungsmittelpreisindex erreicht Rekordhoch nach der russischen Invasion der Ukraine
  2. November 2022Nahrungsmittelpreisindex erreicht vorherigen mehrjährigen Höchststand, bevor er nachlässt
  3. Juli 2026Schwarzes Meer: Angriffe töten 23 Seeleute auf 35 Schiffen, während Exportzentren mit Störungen konfrontiert sind
  4. August 2026Nahrungsmittelpreisindex steigt auf 133.3 Punkte angesichts von Dürre und Schiffsblockaden

Rohstoffindex steigt über alle Sektoren hinweg

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) berichtete, dass ihr Nahrungsmittelpreisindex im August 2026 bei durchschnittlich 133.3 Punkten lag, was einem Anstieg von 1.9% gegenüber dem revidierten Juli-Wert von 130.8 Punkten und einem Anstieg von 2.5% im Jahresvergleich entspricht. Dies ist der höchste Stand seit November 2022, liegt aber noch fast 17% unter dem Höchststand vom März 2022. Die Preisindikatoren stiegen im Laufe des Monats bei Getreide, Pflanzenölen, Zucker, Fleisch und Milchprodukten. Den stärksten Anstieg verzeichnete Zucker mit einem Sprung von 11.9% auf den höchsten Stand seit Juni 2025, bedingt durch geringere Produktion in der zentral-südlichen Region Brasiliens sowie Erntesorgen in Europa und Asien. Getreide stieg gegenüber dem Vormonat um 2.2% auf den höchsten Stand seit Mai 2024, wobei Weizen gegenüber dem Vorjahr um 15% und Mais um 2.5% im Monatsvergleich zulegten.

Monatliche Preisänderungen im August 2026 nach Warengruppe%
Zucker11,9%
Mais2,5%
Getreidekorb2,2%
Gesamtnahrungsmittelindex1,9%
Pflanzenöle0,6%
Zucker
11.9 %
Mais
2.5 %
Getreidekorb
2.2 %
Gesamtnahrungsmittelindex
1.9 %
Pflanzenöle
0.6 %

Daten aus dem Artikeltext

Handelsstörungen im Schwarzen Meer und im Nahen Osten

Die Eskalation militärischer Operationen in maritimen Transitkorridoren trug direkt zu steigenden Getreide- und Inputkosten bei. Im Schwarzen Meer unterbrachen russische und ukrainische Angriffe auf Schiffe und Hafenanlagen die Exportrouten von Odessa, Chornomorsk und Noworossijsk. Schätzungen der türkischen Seeleutegewerkschaft Türkiye Denizciler Sendikası zufolge starben im Juli 2026 bei Angriffen auf 35 Schiffe im Schwarzen Meer 23 Besatzungsmitglieder, was ihn zum tödlichsten Monat für die Handelsschifffahrt in diesem Gebiet während des viereinhalbjährigen Krieges machte. Ein aufgegebenes russisches Frachtschiff, die Omskiy-107, trieb nach einem ukrainischen Drohnenangriff bei Noworossijsk in Richtung Bosporus. Im Nahen Osten führten Konflikte zwischen den USA, Israel und Iran zu Blockaden in der Straße von Hormus, die den internationalen Fluss von Düngemitteln für die Produktion von Grundnahrungsmitteln einschränkten.

„Klimaschocks, geopolitische Spannungen und gestörte Handelslogistik laufen zusammen und verschärfen die Angebotserwartungen.“

Maximo Torero, Chefökonom

Klimadruck und Ernteabwertungen

Extreme Sommertemperaturen und Dürre in Europa senkten die Ernteerträge von Mais und Zuckerrüben und drosselten die tierische Produktion. In Asien erhöhte die Entwicklung eines El-Niño-Wetterphänomens die Risiken für die Palmöl- und Zuckerproduktion. Das Welternährungsprogramm warnte, dass das Phänomen bis Ende 2027 weitere 50 Millionen Menschen in akuten Hunger treiben könnte. Als Reaktion auf diese Bedingungen senkte die FAO ihre Prognose für die weltweite Getreideproduktion 2026 von ihrer Juli-Schätzung um 3.4 Millionen Tonnen auf 2.980 Milliarden Tonnen. Dieser Wert stellt einen Rückgang von 2.0% im Vergleich zu 2025 dar (der stärkste jährliche Rückgang seit 2018), bleibt aber die zweitgrößte globale Ernte aller Zeiten. Die prognostizierten weltweiten Getreidevorräte für Ende der Saison 2026/2027 wurden um 1.1% auf 947.2 Millionen Tonnen nach unten korrigiert.

Unterschiedliche Trends bei Viehbeständen und Verbraucherauswirkungen

Während Geflügel, Reis und Palmöl im August alle Preisanstiege verzeichneten, entwickelte sich Rindfleisch gegen den allgemeinen Trend. Die Rindfleischpreise sanken an den Weltmärkten aufgrund der verstärkten Konkurrenz zwischen australischen und brasilianischen Exporteuren nach der Einführung von Importquoten durch China. Höhere Großhandelspreise für Lebensmittel werden in der Regel in den folgenden Monaten an die Einzelhandelsregale weitergegeben und belasten die Verbraucher zusätzlich.

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Klima: von Minderung zu Anpassung

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Quellen und Kontext

  • The Guardianam 4.09. um 16:44Deadly Black Sea attacks threaten grain exports and higher food prices
  • Reutersam 4.09. um 15:59World food prices at highest since 2022 as supply risks mount, FAO says
  • Al Jazeera Onlineam 4.09. um 15:33Conflicts and extreme weather pushing global food prices higher, warns UN
  • RTBFam 4.09. um 14:24L'agriculture subit le contrecoup de la sécheresse et des guerres, les prix alimentaires aussi, selon la FAO - RTBF Actus
Maximo Torero
Chefökonom der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

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Veröffentlicht am 5.09. um 03:49.

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In diesem Text

  1. 1Rohstoffindex steigt über alle Sektoren hinwegRohstoffindex steigt über alle Sektoren hinweg
  2. 2Handelsstörungen im Schwarzen Meer und im Nahen OstenHandelsstörungen im Schwarzen Meer und im Nahen Osten
  3. 3Klimadruck und ErnteabwertungenKlimadruck und Ernteabwertungen
  4. 4Unterschiedliche Trends bei Viehbeständen und VerbraucherauswirkungenUnterschiedliche Trends bei Viehbeständen und Verbraucherauswirkungen

Auf Grundlage von Berichten von

The Guardian, Reuters, Al Jazeera Online, RTBF, RFI, SudOuest.fr, Le Figaro.fr

Liste der Quellen
StrangKlima: von Minderung zu Anpassung

Energie & Handel · Rom, Odessa und Noworossijsk

Weltweite Lebensmittelpreise erreichen höchsten Stand seit 2022, da Krieg und Wetter das Angebot einschränken

Der Preisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) kletterte im August 2026 auf 133.3 Punkte, angetrieben durch Streiks auf dem Schwarzen Meer, Blockaden in der Straße von Hormus und Dürren in Europa.

Rom

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Guardian, Reuters, Al Jazeera Online und weiteren Medien. Veröffentlicht am 5.09. um 03:49.

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