Makroökonomie · Rom, Kyjiw und Jakarta
Weltweite Lebensmittelpreise erreichen im Juli Drei-Jahres-Hoch – Wetter, Krieg und El Niño treiben Erntekosten
Der FAO-Lebensmittelpreisindex stieg im Juli 2026 auf 131,1 Punkte, den höchsten Stand seit Januar 2023. Hitzewellen, Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie El Niño trieben die Kosten für Getreide, Zucker und Pflanzenöle in die Höhe.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 7sur7, Le Soir, The Irish Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Index lag im Juli 2026 bei durchschnittlich 131,1 Punkten, nach 130,3 im Juni, ein monatlicher Anstieg von 0,6 % und 1 % über dem Wert vom Juli 2025.
Der Getreide-Teilindex stieg im Juli um 3,4 %, wobei Weizen im Monatsvergleich um 5,8 % und im Jahresvergleich um 9,9 % zulegte, angetrieben durch Unterbrechungen der Schwarzmeer-Exporte und Hitzeschäden an europäischen Kulturen.
Zucker stieg aufgrund von Dürre in der EU und El-Niño-Ängsten um 5,6 %, während Pflanzenöle aufgrund der indonesischen Biodiesel-Nachfrage und höherer Rohölpreise um 2 % auf den höchsten Stand seit Juni 2022 zulegten.
Die Fleischpreise fielen um 2,8 % (erster monatlicher Rückgang 2026) und Milchprodukte gaben um 0,7 % nach, nur Schaffleisch erreichte ein neues Rekordhoch.
Das WFP warnte, dass 50 Millionen Menschen von akutem Hunger bedroht seien, und etwa ein Drittel der Düngemittelproduktion wird durch die Straße von Hormus transportiert, die vom Iran-Krieg betroffen ist.
FAO-Index erreicht 131,1 Punkte
Der FAO-Lebensmittelpreisindex, der die monatlichen Veränderungen eines Warenkorbs international gehandelter Nahrungsmittelrohstoffe abbildet, lag im Juli 2026 im Durchschnitt bei 131,1 Punkten, nach 130,3 im Juni – der höchste Stand seit Januar 2023. Der Index stieg im Monatsvergleich um 0,6 % und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1 %. Die FAO führte den Anstieg auf widrige Wetterbedingungen, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie das Wetterphänomen El Niño zurück, die allesamt die Ernten beeinträchtigten und die Kosten in die Höhe trieben.
- Juni 2026
- 130.3 Punkte
- Juli 2026
- 131.1 Punkte
Daten aus dem Artikeltext
Getreide treibt den Anstieg an
Der Getreidepreisindex stieg im Juli gegenüber Juni um 3,4 % – der größte Einzelfaktor für den Gesamtanstieg. Innerhalb dieser Kategorie schnellten die Weizenpreise im Monatsvergleich um 5,8 % und im Jahresvergleich um 9,9 % in die Höhe und erreichten ein Zwei-Jahres-Hoch. Die FAO führte den Anstieg auf „erhöhte Besorgnis über anhaltende Unterbrechungen der Exportströme im Schwarzen Meer und Schäden an der Exportinfrastruktur“ zurück, nachdem es zu verstärkten Angriffen zwischen Russland und der Ukraine gekommen war. Auch in Europa zeichnet sich einer der stärksten Getreideernteeinbrüche seit Beginn der Aufzeichnungen ab; die Hitzewelle, die im Juni über den Kontinent hinwegfegte, hat Schätzungen zufolge Getreidebauern gezwungen, 9 Millionen Tonnen Ernte – darunter Weizen, Gerste, Mais und Hafer – zu vernichten. Die Maispreise stiegen um 3,6 %, gestützt durch heiße und trockene Witterung in Teilen des US-amerikanischen Maisgürtels sowie Spillover-Effekte festerer Energiemärkte. Die Reispreise blieben weitgehend stabil.
Zucker und Pflanzenöle
Die Zuckerpreise schossen im Juli um 5,6 % in die Höhe, angetrieben von Ängsten vor anhaltender Hitze und Trockenheit, die die Erträge in der EU beeinträchtigen, sowie vor Schäden durch das sich rasch entwickelnde El-Niño-System an der asiatischen Produktion. Neue Regeln in Brasilien, die den Anteil an Ethanol im Benzin erhöhen, steigerten zudem die Nachfrage der Fermentierer. Der Zuckerindex lag jedoch immer noch 8 % unter seinem Vorjahresniveau. Der Pflanzenölindex stieg um 2 % auf den höchsten Stand seit Juni 2022. Die Palmölpreise wurden „hauptsächlich durch die starke Nachfrage des Biodiesel-Sektors in Indonesien und höhere Rohölpreise gestützt“. Auch die Sojaölpreise zogen an, während Sonnenblumen- und Rapsölpreise fielen.
- Weizen
- 5.8 %
- Zucker
- 5.6 %
- Mais
- 3.6 %
- Getreide
- 3.4 %
- Pflanzenöle
- 2 %
- Milchprodukte
- -0.7 %
- Fleisch
- -2.8 %
Daten aus dem Artikeltext
Fleisch und Milchprodukte geben nach
Der Fleischpreisindex fiel im Juli um 2,8 % – der erste monatliche Rückgang in diesem Jahr. Geflügel-, Schweine- und Rindfleischpreise gaben alle nach, wobei Geflügel „weitgehend aufgrund niedrigerer Notierungen in Brasilien bei reichlichem Exportangebot“ fiel. Hohe Sommertemperaturen bremsten das Wachstum der Schweine und stützten so die Preise etwas. Schaffleisch bildete die Ausnahme und stieg auf ein neues Rekordhoch. Der Milchprodukteindex gab um 0,7 % nach, da niedrigere Preise für Butter und Milchpulver die höheren Käsepreise ausglichen.
Weitere Folgen
Der Iran-Krieg hat in den letzten Monaten ebenfalls die Lebensmittelpreise in die Höhe getrieben, da etwa ein Drittel der Düngemittelproduktion durch die Straße von Hormus transportiert wird. Steigende Preise für Nahrungsmittelrohstoffe schlagen sich in der Regel in den folgenden Monaten in höheren Regalpreisen nieder, da die Lieferanten die Kosten weitergeben. Der Einzelhandelsspezialist Worldpanel bezifferte die jährliche Lebensmittelinflation in Irland im Juni auf 4,7 %, nach zuvor über 5 %. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnte, dass 50 Millionen Menschen wahrscheinlich in akuten Hunger getrieben werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 7sur7Les prix alimentaires à leur plus haut niveau en trois ans, selon la FAO
- Le SoirLes prix mondiaux du blé, du sucre et des huiles s'envolent sous l'effet de la sécheresse
- The Irish TimesGlobal food prices hit three-year high on back of conflict and extreme weather
- SudOuest.frSucre, céréales, huiles... Pourquoi les prix de certains produits alimentaires augmentent-ils en juillet ?
- Orte
- Paris
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