LASK schlägt Celtic 5:1 nach Verlängerung und dreht Vier-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel
Der österreichische Klub LASK hat sich erstmals für die Gruppenphase der UEFA Champions League qualifiziert, indem er Celtic in Linz mit 5:1 besiegte und einen 4:0-Rückstand aus dem Hinspiel in einen 5:4-Gesamtsieg umdrehte.
Vier-Tore-Polster zunichte gemacht
Celtic ging in das Rückspiel der UEFA-Champions-League-Playoffs in der Raiffeisen Arena mit einer 3:0-Führung aus dem Hinspiel in Glasgow. Die schottischen Meister bauten diesen Gesamtvorsprung in der 21. Minute auf vier Tore aus, als Kapitän Callum McGregor mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern traf. Martin O'Neills Mannschaft vergab vor der Halbzeit zwei weitere Chancen, um die Führung auszubauen. LASK antwortete in der 32. Minute, als Moses Usor traf, um das Spiel auf 1:1 auszugleichen und den Rückstand auf 4:1 zu verkürzen.
Einbruch in der zweiten Halbzeit und Verlängerung
Die von Dietmar Kühbauer trainierte österreichische Mannschaft startete eine anhaltende Aufholjagd in der zweiten Halbzeit. Robert Ljubicic brachte LASK in der 48. Minute in Führung, bevor Samuel Adeniran in der 58. Minute traf und Celtics Vorsprung auf 4:3 verkürzte. Celtic erlitt defensive Rückschläge, als Colby Donovan in der 74. Minute verletzt das Feld verließ und durch Dane Murray ersetzt wurde; auch Cameron Carter-Vickers zog sich eine Verletzung zu. In der 91. Minute köpfte der eingewechselte Florian Flecker einen Abpraller nach einer Parade von Celtic-Torwart Viljami Sinisalo gegen einen Kopfball von Joao Victor Tornich. Eine VAR-Überprüfung bestätigte, dass Murray Flecker nicht im Abseits stand, womit der Gesamtstand auf 4:4 ausgeglichen war und die Verlängerung erzwungen wurde.
- Callum McGregor trifft zum 1:0-Führung für Celtic und erhöht den Gesamtvorsprung auf 4:0
- Moses Usor gleicht zum 1:1 aus
- Robert Ljubicic bringt LASK mit 2:1 in Führung
- Samuel Adeniran trifft zum 3:1 für LASK
- Florian Flecker köpft einen Abpraller zum 4:4-Ausgleich in der Gesamtwertung
- Samuel Adeniran erzielt sein zweites Tor in der Verlängerung und bringt LASK mit 5:4 in Führung
- Viljami Sinisalo hält einen Elfmeter von Samuel Adeniran
In der 109. Minute der Verlängerung erzielte Adeniran seinen zweiten Treffer des Abends mit einem Weitschuss, nachdem er Celtics Einwechselspieler Luke McCowan den Ball abgenommen hatte. Sinisalo parierte in der 115. Minute einen Elfmeter von Adeniran, aber LASK hielt den 5:1-Sieg an diesem Abend und den 5:4-Gesamtsieg, um sich erstmals für die Gruppenphase der Champions League zu qualifizieren.
Reaktionen auf die Niederlage
Nach dem Spiel gab McGregor zu, dass die Mannschaft dem Druck nicht standhielt, nachdem sie die frühe Führung erzielt hatte.
Wir haben bekommen, was wir verdient haben. Wir waren die ganze Nacht passiv. Wir hatten Angst, das Spiel zu gewinnen.
Manager Martin O'Neill äußerte Enttäuschung über die Defensivleistung und die Gegentore in beiden Halbzeiten.
Wir hätten zur Halbzeit schon alles klar machen müssen. Wir haben ein Tor erzielt, das war großartig, wir haben zwei große, große Chancen vergeben. Und dann geben wir ihnen kurz vor der Halbzeit ein Lebenszeichen und dann gleich nach der Halbzeit. Und sie kommen mit Vollgas zurück.
Finanzielle Folgen und europäische Bilanz
Die Niederlage verweist Celtic in die Gruppenphase der UEFA Europa League und kostet den Verein mindestens 20 Millionen Pfund an entgangenen Champions-League-Einnahmen. Das Ergebnis markiert das zweite Jahr in Folge, in dem Celtic in der letzten Qualifikationsrunde ausscheidet, nachdem sie im Vorjahr nach zwei torlosen Unentschieden im Elfmeterschießen gegen Kairat Almaty in Kasachstan verloren hatten. Die Niederlage führt auch dazu, dass Schottland im zweiten Jahr in Folge keinen Vertreter in der Champions League hat. Heart of Midlothian, die in Schottland Zweiter wurden, waren ebenfalls in Österreich in einer früheren Qualifikationsrunde nach einer Vier-Tore-Niederlage gegen Sturm Graz ausgeschieden.


