
Armin Laschet besucht Lesung der Spion-Komödie '00-Laschet' und liest selbst ein Kapitel
Der ehemalige Kanzlerkandidat Armin Laschet besuchte eine Lesung von David Safiers neuer Krimikomödie '00-Laschet' in Aachen, in der er als tollpatschiger Spion dargestellt wird. Laschet ging sogar auf die Bühne und las selbst ein Kapitel.
Die Veranstaltung
Der Bestsellerautor David Safier präsentierte seine neue Krimikomödie "00-Laschet" am 16. Juli 2026 im Forum der Aachener Zeitung. Die Lesung lockte einen ungewöhnlichen Gast: Armin Laschet selbst, den CDU-Politiker und ehemaligen Kanzlerkandidaten, der der Protagonist des Buches ist. Safier eröffnete den Abend mit einem Scherz, der den Ton angab.
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Der Scherz bezog sich auf die langjährige Beobachtung, dass Laschet und Verteidigungsminister Boris Pistorius eine auffällige Ähnlichkeit haben. Laschet, gekleidet in einem sandfarbenen Sommeranzug, nahm es gelassen.
Das Buch
"00-Laschet" stellt den Politiker als widerwilligen, etwas tollpatschigen Spion dar. Nach seinem gescheiterten Versuch, Kanzler zu werden, wird der fiktive Laschet Bundespräsident, nur um von einer versteckten Basis unter Schloss Bellevue aus in die Geheimdienstarbeit verwickelt zu werden. Safiers Darstellung ist herzlich, aber alles andere als elegant: Das Buchcover zeigt den Agenten mit einem Haartrockner statt einer Pistole, und eine frühe Szene zeigt ihn, wie er sich mit Marmelade einschmiert. Der Slogan "License to Laugh" steht auf dem Cover, ein unvermeidliches Echo auf Laschets unpassendes Lachen während der Flutkatastrophe 2021, das weithin als Faktor für seine Wahlniederlage angesehen wird.
Laschets Reaktion
Laschet saß nicht nur im Publikum. Er stieg auf die Bühne und las selbst ein Kapitel vor, eines, das er als eines der "ernsteren" Passagen bezeichnete, in dem ein superreicher Tech-Unternehmer von künstlicher Superintelligenz und Reisen zum Mars schwärmt. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur räumte er die Seltsamkeit der Situation ein.
Man muss ein bisschen Humor haben. Als ich zum ersten Mal davon hörte, dachte ich, es sei ein Scherz. Aber es ist ein echtes Buch.
Er fügte hinzu, dass er das Buch "ziemlich gelungen" finde.
Eine Karriere der Kontraste
Der Auftritt passt in eine eigenartige Phase von Laschets Karriere. Er bleibt Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages und war kurz vor der Lesung von der belarussisch-polnischen Grenze zurückgekehrt. Gleichzeitig ist er zu einer festen Größe der Internetkultur geworden: ein Pistorius-Doppelgänger, Motiv von E-Scooter-Fotos und nun der Star einer Spionageparodie. Safier hatte zuvor Angela Merkel in seiner "Miss Merkel"-Reihe zur Hobby-Detektivin gemacht, aber Merkel besuchte nie eine Lesung. Laschets Bereitschaft, sich auf den Scherz einzulassen, markiert einen Bruch und verbindet politische Ernsthaftigkeit mit selbstironischer Showkunst.
