Regierung · Athen

Griechischer Parlamentspräsident verweist ND-Abgeordneten Kyriazidis nach sexistischem Angriff auf Konstantopoulou an den Ethikausschuss

Präsident Nikitas Kaklamanis leitete den Fall an den Ethikausschuss weiter, nachdem Dimitris Kyriazidis während einer Debatte über ein Kulturgesetz persönliche Beleidigungen gegen Zoe Konstantopoulou ausgestoßen hatte und damit eine Monate alte Kontroverse um eine sexistische Bemerkung wieder aufleben ließ.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ΣΚΑΪ, H Kαθημερινή, Η Ναυτεμπορική und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Foto: Ggia, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 28.07.Kulturministerin Mendoni, Sitzungsleiter Lambroulis und Oppositionsabgeordnete verurteilen die Äußerungen.
  2. 28.07.Parlamentspräsident Kaklamanis verweist Kyriazidis an den Ethikausschuss und leitet den Auszug aus dem Protokoll weiter.
  3. 29.07.Konstantopoulou reicht Memorandum ein und fordert vorrangige Prüfung des Falls Kyriazidis.

Der Angriff im Plenarsaal

Während einer Debatte über ein Gesetz des Kulturministeriums am 28. Juli 2026 ergriff der Abgeordnete der Nea Dimokratia (ND), Dimitris Kyriazidis, das Wort und startete einen persönlichen Angriff auf Zoe Konstantopoulou, die Vorsitzende der Partei Plefsi Eleftherias. Er beschuldigte sie der „systematischen, fortgesetzten verleumderischen Beleidigung“ gegen ihn und ND-Abgeordnete und behauptete, sie habe sie „Mörder und Pädophile“ genannt. Kyriazidis griff dann einen Monate alten Vorfall wieder auf, bei dem er zu Konstantopoulou gesagt hatte: „Geh und krieg ein Kind“ – eine Bemerkung, die damals zu seinem Ausschluss aus der ND-Fraktion geführt hatte. Bei dieser Gelegenheit bestand er darauf, dass der Satz lediglich ein Wunsch gewesen sei, und stellte sich selbst als Opfer dar, indem er sagte, er sei für die Einschaltquoten zu einer „Iphigenie“ gemacht worden.

„Ich habe ihr einen Wunsch geäußert, und weil es in jener Nacht um den Misstrauensantrag ging, wurde ich zur Iphigenie im Sinne von leichter Zuschauer- und Hörerschaft.“

Dimitris Kyriazidis

Die Äußerungen wurden sofort von Kulturministerin Lina Mendoni, dem Sitzungsleiter Giorgos Lambroulis und den oppositionellen Parlamentssprecherinnen und -sprechern verurteilt. Die SYRIZA-Abgeordnete Elena Akrita erhob sich und rief Kyriazidis zu.

„Sagen Sie das nicht noch einmal! Aber wenn es ein Wunsch war, warum haben Sie sich dann später entschuldigt?“

Elena Akrita

Kyriazidis antwortete, er habe sich nie entschuldigt und werde dies auch nicht tun.

Verweisung an den Ethikausschuss

Später am Abend, während die Plenarsitzung noch andauerte, leitete Parlamentspräsident Nikitas Kaklamanis den entsprechenden Auszug aus dem Sitzungsprotokoll an den Ethikausschuss weiter. In seinem Begleitschreiben erklärte er, die Rede habe Spannungen verursacht und „schädige das Ansehen der parlamentarischen Institution“. Er forderte den Ausschuss auf, zu prüfen, ob Kyriazidis‘ Verhalten mit den Pflichten der Abgeordneten gemäß dem Ethikkodex vereinbar sei. Die Opposition forderte sofort seinen Ausschluss aus der ND-Fraktion.

„In dieser Sitzung kam es aufgrund einer Rede eines Mitglieds des Griechischen Parlaments zu Spannungen, die das Ansehen der parlamentarischen Institution schädigen.“

Nikitas Kaklamanis, Präsident des Griechischen Parlaments

Konstantopoulous Memorandum

Am Morgen des 29. Juli reichte Konstantopoulou ein Memorandum beim Ethikausschuss ein und forderte, dass der Fall Kyriazidis vorrangig geprüft werde. Sie argumentierte, der Ausschuss habe es bisher versäumt, ihre früheren Beschwerden zu prüfen, obwohl sie entsprechende Unterlagen vorgelegt habe. Sie kritisierte auch Premierminister Kyriakos Mitsotakis, der den Angriff ihrer Meinung nach als „Brunftzeit“ charakterisiert und die ND-Abgeordneten aufgefordert habe, sie mit „dem Verständnis, das sie verdient“, zu behandeln.

„Jede Weigerung, die große ethische Frage, die aufgetreten ist und einen Abgeordneten der ND-Fraktion betrifft, vorrangig zu prüfen, kommt einer vollständigen Umgehung der grundlegenden Funktionen des Ausschusses gleich.“

Zoe Konstantopoulou, Vorsitzende von Plefsi Eleftherias und Ziel des Angriffs

Sie fügte hinzu, dass alle Oppositionsparteien Kyriazidis‘ wiederholten Angriff verurteilt hätten, während die Nea Dimokratia keine entsprechende Verurteilung ausgesprochen habe.

Eine Spaltung innerhalb der Nea Dimokratia

Die Reaktion der Regierungspartei war nicht einheitlich. Der stellvertretende Kulturminister Iason Fotilas und der ND-Parlamentssprecher Giorgos Amyras sprachen eindeutige Verurteilungen aus. Fotilas betonte, dass es keinen Raum für Einschränkungen gebe.

„Es gibt keinen Raum für ‚Aber‘, kein ‚Jedoch‘, kein Semikolon, nur Punkt und Gedankenstrich!“

Iason Fotilas

Amyras sagte, die Partei verurteile sexistisches Verhalten und beleidigende Rede und könne solche Sprache gegenüber niemandem tolerieren. Der ND-Parlamentssprecher Dimitris Kairidis schlug jedoch einen anderen Ton an. Während er einräumte, dass beleidigendes Verhalten verurteilt werden sollte, argumentierte er, dass dem Angeklagten nicht erlaubt werden dürfe, als Ankläger aufzutreten, und beschuldigte Konstantopoulou, Gewalt selektiv zu befürworten. Er kritisierte auch die Opposition für Heuchelei und toxische Rede.

„Wer dem Angeklagten das Recht gibt, so zu tun und als Ankläger aufzutreten, erweist dem Parlament und dem Land keinen Dienst.“

Dimitris Kairidis

Opposition fordert Ausschluss

Die Oppositionsparteien forderten geschlossen den Ausschluss von Kyriazidis aus der ND-Fraktion. Der Parlamentssprecher von Plefsi Eleftherias, Alexandros Kazamias, nannte ihn einen „unverbesserlichen Sexisten“, einen „Schläger“, einen „Feigling“ und „vulgär“. Der Vorfall hat die politischen Spannungen im Plenarsaal verschärft und den Ethikausschuss unter Druck gesetzt, schnell zu handeln.

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