Grüne warnen vor Kürzungen beim rheinland-pfälzischen Naturschutzprogramm Aktion Grün nach Koalitionswechsel
Die Grünen in Rheinland-Pfalz schlagen Alarm wegen der Zukunft des landesweiten Naturschutzprogramms „Aktion Grün“, das seit 2021 über 100 Projekte mit 16 Millionen Euro gefördert hat, nachdem die neue CDU-SPD-Koalition eine Evaluierung angekündigt hat.
Programmumfang
Aktion Grün hat von 2021 bis April 2026 landesweit 105 Projekte mit rund 16 Millionen Euro gefördert, wie aus einer Antwort des zuvor grün geführten Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht. Die Projekte wurden von Kommunen (20), Verbänden und Organisationen (43) sowie anderen Trägern wie Kirchen, Stiftungen, Bürgerinitiativen und Hochschulen (42) durchgeführt.
Förderschwerpunkte
Die Förderung umfasste drei Hauptbereiche: Biotopschutz (32 Projekte), Artenschutz (46) und Umweltbildung (27). Zu den bemerkenswerten Artenschutzprojekten zählen ein Kiebitzprojekt der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie (GNOR) und ein Feldhamsterprojekt in Mainz, das nach Angaben von Heidbreder den letzten Bestand im Land gerettet hat.
- Biotopschutz
- 32
- Artenschutz
- 46
- Umweltbildung
- 27
Politische Reaktion
Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Lea Heidbreder, nannte das Programm einen Erfolg und forderte dessen Ausbau. Sie äußerte Besorgnis darüber, dass der Koalitionsvertrag der neuen CDU-SPD-Regierung eine Evaluierung von Aktion Grün vorsieht, was ihrer Meinung nach große Sorge vor Kürzungen auslöst.
Ohne die Übernahme durch die „Aktion Grün“ gäbe es den letzten Bestand in Rheinland-Pfalz wahrscheinlich nicht mehr.
Heidbreder kritisierte zudem die Entscheidung, das Umweltressort dem Landwirtschaftsministerium zu unterstellen, und sagte, dies lasse nichts Gutes für Natur und Umwelt unter der schwarz-roten Koalition erwarten.
Regierungswechsel
Die neue Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider (CDU) besuchte kürzlich das GNOR-Kiebitzprojekt. Das vor dem Regierungswechsel von den Grünen geführte Umweltministerium stellte die Programmdaten als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage zur Verfügung. Die Zahlen sind vorläufig und decken den Zeitraum bis Ende April 2026 ab.


