Konflikte · Ketziot und Jerusalem

Jerusalemer Gericht stoppt vorläufig Ben-Gvirs Plan, Krokodile als Gefängnissicherheit einzusetzen

Ein Jerusalemer Gericht erließ am Sonntag eine einstweilige Verfügung, die die Überstellung von Nilkrokodilen in das Gefängnis Ketziot stoppt, wo der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir sie zur Abschreckung palästinensischer Häftlinge einsetzen wollte. Die Entscheidung, die durch eine Petition einer Tierschutzorganisation ausgelöst wurde, konzentrierte sich auf potenzielle Schäden für die Krokodile und nicht auf das Wohlergehen der Gefangenen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Fanpage, Rai news, AGI und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Ketziot, Jerusalem · Israel
Wie es dazu kam
  1. 25.07.Baubeginn eines 170 Meter langen Grabens am Gefängnis Ketziot in der Negev-Wüste
  2. 3.08.Jerusalemer Bezirksgericht erlässt einstweilige Verfügung, die Krokodilüberstellung und damit verbundene Arbeiten stoppt
  3. 5.08.Frist für den Staat, auf die Petition von Let the Animals Live zu antworten

Der Plan

Itamar Ben-Gvir, Israels rechtsextremer Minister für nationale Sicherheit, brachte die Idee, Krokodile als Abschreckungsmittel um Gefängnisse mit palästinensischen Sicherheitshäftlingen einzusetzen, erstmals im Dezember 2025 während Konsultationen mit dem Gefängnisdirektor Kobi Yaakobi auf. Ziel war das Gefängnis Ketziot in der Negev-Wüste, das palästinensische Sicherheitsgefangene und während des Gaza-Krieges festgenommene Personen beherbergt. Das Konzept ließ sich vom Abschiebehaftzentrum "Alligator Alcatraz" in Florida inspirieren, einer Einrichtung, die von Alligatoren umgeben war, von US-Präsident Donald Trump beworben wurde und im Juni 2026 geschlossen wurde.

Neueinstufung einer geschützten Art

Um den Plan rechtlich möglich zu machen, stufte Umweltministerin Idit Silman letzten Monat das Nilkrokodil um. Die Art wurde vom Schutzstatus zu einem "betreuten Wildtier" herabgestuft, sodass es von Sicherheitsbehörden gehalten werden darf. Dieser Schritt erfolgte trotz Einwänden der eigenen Rechtsberater des Ministeriums und der Naturschutzbehörde. Der Gefängnisdienst hatte Ende Juli bereits mit dem Ausheben eines 170 Meter langen Grabens in Ketziot begonnen, und 21 Millionen Schekel (6 Millionen Euro) wurden für das Projekt bereitgestellt. Ben-Gvirs Büro bestand darauf, dass der Plan kein Werbegag sei, und erklärte: "Wer dachte, es sei ein Gimmick, irrte."

Gericht schreitet für die Tiere ein

Die Tierschutzorganisation Let the Animals Live reichte beim Bezirksgericht Jerusalem Klage ein und argumentierte, dass der Einsatz von Krokodilen in einem Gefängnisumfeld die Reptilien schädigen würde. Am Sonntag erließ Richter Avraham Rubin eine einstweilige Verfügung, die die Überstellung von Krokodilen und alle damit verbundenen Bauarbeiten stoppt. Er schrieb, dass die Vorwürfe des zu erwartenden Schadens "eine Untersuchung verdienen und eine Anordnung rechtfertigen, die die Überstellung oder jede Handlung im Zusammenhang mit dem Standort oder der Vorbereitung der Krokodile für die Überstellung verbietet." Das Gericht gab dem Staat bis Mittwoch Zeit, auf die Petition zu antworten.

„Krokodile sind keine Waffen, keine Bestrafungsinstrumente und keine Requisiten für eine politische Kampagne.“

Let the Animals Live

Warnungen von Naturschutzbeamten

Die Naturschutzbehörde hatte wiederholt vor dem Plan gewarnt. Sie erklärte, sie habe "keine professionelle oder wissenschaftliche Grundlage in der ganzen Welt" für den Einsatz von Krokodilen als Sicherheitsmaßnahme in einer Haftanstalt gefunden. Die Behörde warnte auch davor, dass die Einführung eines großen, nicht heimischen Raubtiers Risiken für das Ökosystem und die öffentliche Sicherheit mit sich bringe, und verwies auf frühere Vorfälle, bei denen gezüchtete Krokodile in die Wildnis entkamen.

Ben-Gvirs Reaktion

Ben-Gvir reagierte wütend auf die Entscheidung des Gerichts und beschuldigte die Justiz, Abschreckungsmaßnahmen zu behindern. Er behauptete, das Gericht stehe "auf der Seite der Terroristen" und versicherte, dass die Häftlinge bereits Angst vor dem Gedanken an die Reptilien hätten. Sein Büro erklärte, der Gefängnisdienst sei vollständig vorbereitet, mit detaillierten Plänen, die die Pflege und Versorgung der Krokodile bis hin zu ihren Ruheplätzen abdecken.

„Wir wissen, dass die Terroristen bei dem Gedanken an die Ankunft der Alligatoren zittern, aber heute stellt sich das Gericht auf die Seite der Terroristen.“

Itamar Ben-Gvir, Israels Minister für nationale Sicherheit

Was als nächstes passiert

Die Verfügung ist vorläufig. Der Staat muss bis Mittwoch seine Stellungnahme abgeben, woraufhin das Gericht entscheiden wird, ob es eine dauerhafte Anordnung erlässt. Bis dahin werden keine Krokodile nach Ketziot gebracht, und der Bau des Grabens bleibt gestoppt.

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