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Artikel anhören4 Min., gelesen von einer synthetischen Stimme

Kurz gefasst

  • Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte dem Handelsblatt am 22. Juli 2026: ‚Wer immer noch von Brandmauern spricht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt‘, und forderte Gespräche mit allen Parteien einschließlich der Linken.

  • Bundeskanzler Friedrich Merz bekräftigte auf seiner Sommerpressekonferenz Mitte Juli die CDU-Brandmauer gegen AfD und Linke und verwies auf klare Parteitagsbeschlüsse.

  • Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind für September 2026 angesetzt, mit Szenarien, in denen stabile Mehrheiten ohne die Linke jenseits der AfD unmöglich sind.

  • Kretschmer bezeichnete das Reformpaket der Bundesregierung als unzureichend und warnte: ‚Passive Konsolidierung führt nicht zu Wachstum‘, und dass Bürokratie Handwerker und Selbstständige erdrücke.

Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 15.07.Bundeskanzler Merz bekräftigt CDU-Brandmauer auf Sommerpressekonferenz
  2. 22.07.Kretschmer sagt dem Handelsblatt: ‚Wer immer noch von Brandmauern spricht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.‘
  3. 1.09.Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern

Eine direkte Herausforderung der Brandmauer

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die langjährige „Brandmauer“-Politik der CDU, eine Zusammenarbeit mit AfD und Linker auszuschließen, offen infrage gestellt. In einem Interview mit dem Handelsblatt, das am 22. Juli 2026 veröffentlicht wurde, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, die politische Arithmetik in Ostdeutschland mache solche Brandmauern obsolet. „Wer immer noch von Brandmauern spricht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will“, so Kretschmer. Seine Äußerungen kommen nur wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo Umfragen darauf hindeuten, dass eine stabile Regierungsbildung ohne die Linke unmöglich sein könnte, wenn die AfD ausgeschlossen wird.

„Wer immer noch von Brandmauern spricht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will.“

Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender

Merz hält an der Linie fest

Bundeskanzler Friedrich Merz, der auch die CDU führt, bekräftigte auf seiner Sommerpressekonferenz Mitte Juli die offizielle Haltung der Partei. „Wir haben klare Parteitagsbeschlüsse, und ich habe keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass wir uns daran halten werden“, sagte Merz mit Blick auf die Brandmauer gegen AfD und Linke. Auf die Frage, was passieren würde, wenn ohne die Linke keine Mehrheit jenseits der AfD zustande käme, wollte Merz jedoch keine Antwort geben. Dieses Szenario gilt inzwischen sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Mecklenburg-Vorpommern als sehr wahrscheinlich, wo die Wähler im September 2026 an die Urnen gehen.

„Wir haben klare Parteitagsbeschlüsse, und ich habe keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass wir uns daran halten werden.“

Friedrich Merz, Bundeskanzler von Deutschland und CDU-Vorsitzender

Die ostdeutsche Arithmetik

Kretschmers Vorstoß ist in seiner eigenen Erfahrung als Regierungschef einer Minderheitsregierung in Sachsen begründet. Gemeinsam mit Thüringens CDU-Ministerpräsident Mario Voigt regiert er ohne formelle Koalitionsmehrheit. In Dresden hat Kretschmer einen „Konsultationsmechanismus“ eingerichtet, der allen Fraktionen offensteht. Fast alle Fraktionen wollten teilnehmen, beobachtete er, aber die AfD verweigere sich und agiere als destruktiver Dauerperformer. „Die AfD ist die einzige Fraktion, die von Anfang an gesagt hat: Wir machen nicht mit“, stellte er fest. „Eine Partei wie die AfD schadet dem Land.“ Die AfD setze, so argumentierte er, auf das Scheitern der Regierung statt auf konstruktive Mitarbeit.

„Eine Partei wie die AfD schadet dem Land.“

Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender

Kritik am Berliner Wirtschaftskurs

Über die Brandmauer-Debatte hinaus übte Kretschmer scharfe Kritik an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Er bezeichnete den Kurs des Landes als „katastrophal“ und sagte, das Reformpaket der schwarz-roten Koalition sei gut, aber unzureichend. Das Paket setze zu sehr auf Kürzungen, Bürokratie und das, was er passive Konsolidierung nannte, die eher wie verwaltungstechnischer Leerlauf wirke denn wie ein Wachstumsimpuls. „Sozialausgaben zu kürzen, wird Deutschland nicht auf einen Wachstumspfad bringen“, sagte er. „Passive Konsolidierung führt nicht zu Wachstum.“ Kretschmer forderte weniger Regulierung und warnte, dass Handwerker und Selbstständige „unglaublich frustriert sind, weil Bürokratie und Abgaben sie erdrücken.“ Er forderte die Bundesregierung auf, die Reformen zu beschleunigen: „Die Bundesregierung muss endlich Tempo aufnehmen. Sonst sehe ich schwarz für die nächste Bundestagswahl.“ Das Interview wurde geführt, bevor Jens Spahn als Unionsfraktionschef zurücktrat; Kretschmer wollte sich zu diesem Vorgang danach nicht äußern.

„Die Bundesregierung muss endlich Tempo aufnehmen. Sonst sehe ich schwarz für die nächste Bundestagswahl.“

Michael Kretschmer, Ministerpräsident von Sachsen und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender

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Heutiger Brief · 5 Min. zum AnhörenSelenskyj wirft Washington vor, bezahlte Patriot-Raketen zurückzuhalten

Quellen und Kontext

  • ZEIT ONLINEam 22.07. um 04:22Ostdeutschland: CDU-Politiker Kretschmer hält die Brandmauer für obsolet
  • Handelsblattam 22.07. um 04:02Michael Kretschmer: "Wer über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt
  • tagesschau.deam 22.07. um 03:40Brandmauer-Debatte: Kretschmer für Gespräche mit allen Parteien
  • DIE WELTam 22.07. um 00:20CDU-Ministerpräsident: "Wir müssen mit jedem reden, der reden will" - Kretschmer fordert Gespräche mit allen Parteien
Michael Kretschmer
Ministerpräsident von Sachsen und stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender
Friedrich Merz
Bundeskanzler von Deutschland und CDU-Vorsitzender
Mario Voigt
CDU-Ministerpräsident von Thüringen
Jens Spahn
ehemaliger CDU-Fraktionsvorsitzender

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Veröffentlicht am 22.07. um 04:35.

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  1. 1Eine direkte Herausforderung der BrandmauerEine direkte Herausforderung der Brandmauer
  2. 2Merz hält an der Linie festMerz hält an der Linie fest
  3. 3Die ostdeutsche ArithmetikDie ostdeutsche Arithmetik
  4. 4Kritik am Berliner WirtschaftskursKritik am Berliner Wirtschaftskurs

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Auf Grundlage von Berichten von

ZEIT ONLINE, Handelsblatt, tagesschau.de, DIE WELT

Liste der Quellen

Wahlen · Dresden und Berlin

Kretschmer: ‚Wer immer noch von Brandmauern spricht, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt‘

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagt, die CDU müsse mit jeder Partei reden, auch mit der Linken, da im September Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern anstehen.

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von ZEIT ONLINE, Handelsblatt, tagesschau.de und weiteren Medien. Veröffentlicht am 22.07. um 04:35.

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