
Brand im Krakauer Rydygier-Krankenhaus: 38 Patienten evakuiert, zehn Menschen im Krankenhaus
Ein Brand im zehnten Stock des Ludwik-Rydygier-Spezialkrankenhauses in Krakau führte am Dienstagmorgen zur Evakuierung von 38 Patienten; zehn Menschen wurden wegen Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert.
Brandausbruch im zehnten Stock
Kurz vor 01:00 Uhr brach am 6. Oktober 2026 ein Feuer im Ludwik-Rydygier-Spezialkrankenhaus aus, das auf dem Wohngebiet Złotej Jesieni im Krakauer Stadtteil Nowa Huta liegt. Der Brand entstand in einem Patientenzimmer im zehnten Stock der Einrichtung, in dem die internistische Station untergebracht ist. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hielten sich genau 38 Patienten auf der betroffenen Station auf. Der diensthabende Pflegedienst entdeckte den starken Rauch als Erster und leitete sofort Notfallmaßnahmen zum Schutz der bettlägerigen Personen ein. Unter schwierigen Bedingungen in dem verrauchten Stockwerk schoben die Pflegekräfte rund zehn Krankenhausbetten aus den Patientenzimmern in den Hauptflur, bevor die Rettungskräfte eintrafen.
Feuerwehrkräfte im Einsatz auf der Station
Der Alarm wurde offiziell vom Pflegepersonal ausgelöst, was einen Einsatz über den gesamten Stadtteil auslöste. Insgesamt 14 Feuerwehreinheiten trafen zusammen mit Rettungsdiensten und Polizeikräften am Krankenhauskomplex ein. Nachdem sie den zehnten Stock erreicht hatten, übernahmen die Feuerwehrleute die Evakuierung vom Pflegepersonal und begannen mit der Brandbekämpfung in dem brennenden Zimmer. Vertreter der Staatlichen Feuerwehr betonten, dass das schnelle Handeln der Krankenhausmitarbeiter eine Eskalation in den ersten Minuten verhindert habe. Hauptmann Hubert Ciepły, Sprecher des Regionalkommandanten der Staatlichen Feuerwehr für Kleinpolen, beschrieb die Abstimmung zwischen medizinischem Personal und den eintreffenden Feuerwehreinheiten.
Die Pflegekräfte ergriffen die ersten Maßnahmen und begannen mit der Evakuierung der Patienten unter starkem Rauch. Etwa zehn Betten wurden in den Flur geschoben. Die Feuerwehrleute evakuierten die übrigen Patienten.
Alle 38 auf der internistischen Station registrierten Patienten wurden sicher vom zehnten Stock weggebracht und in anderen Stationen des Krankenhauses untergebracht.
- Feuer bricht im zehnten Stock aus, Pflegekräfte schieben etwa 10 Betten in den Flur
- Vierzehn Feuerwehreinheiten treffen ein und übernehmen Evakuierung und Brandbekämpfung
- Feuerwehrleute löschen den Brand und bringen ihn unter Kontrolle
- Einsatzkräfte schließen die Belüftung der Station ab, während Ermittler die Ursache prüfen
Medizinische Versorgung und Eindämmung
Zehn Menschen erlitten gesundheitliche Folgen durch das Einatmen giftiger Brandgase während des Feuers und der anschließenden Evakuierung. Zu der betroffenen Gruppe gehörten sowohl Krankenhausmitarbeiter als auch Patienten, die sich im zehnten Stock aufhielten, als sich der Rauch auf der Station ausbreitete. Die Rettungskräfte brachten alle zehn Personen zur medizinischen Abklärung und Behandlung wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung in die Notaufnahme des Krankenhauses (SOR). Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle und löschte die Flammen um 01:22 Uhr vollständig. Die Einsatzleiter der Feuerwehr bestätigten, dass die Flammen auf das einzelne Zimmer im zehnten Stock beschränkt blieben und keine Gefahr für andere Abteilungen des Krankenhauses darstellten.
- Von der Station evakuierte Patienten
- 38
- Eingesetzte Feuerwehreinheiten
- 14
- Wegen Rauchgasvergiftung behandelte Personen
- 10
- Von Pflegekräften bewegte Betten
- 10
Folgen und laufende Ermittlungen
Nach der Löschung des Feuers blieben die Einsatzkräfte der Feuerwehr die ganze Nacht und den frühen Morgen über vor Ort, um den verrauchten zehnten Stock umfassend zu belüften. Die Feuerwehrleute blieben auf der Etage stationiert, um zu überprüfen, dass alle giftigen Dämpfe entwichen waren, und um die Fläche auf verbleibende Gefahren zu kontrollieren. Der reguläre medizinische Betrieb im übrigen Ludwik-Rydygier-Spezialkrankenhaus lief ohne Unterbrechung weiter. Die genaue Ursache des Feuers auf der internistischen Station ist weiterhin unbekannt. Polizeibeamte und Brandermittler haben Untersuchungen eingeleitet, um festzustellen, was das Feuer in dem Patientenzimmer ausgelöst hat.

