
Zwei brasilianische Arbeiter sterben bei Kraneinsturz in Sintra auf nicht lizenziertem Gelände
Zwei brasilianische Maler starben in Belas, Sintra, nachdem ein Hubarbeitsbühne von einem oberen Stockwerk auf die Straße gestürzt war. Die Gemeindebehörden meldeten das nicht lizenzierte Gelände der Staatsanwaltschaft.
Tödlicher Kraneinsturz während Gebäudeinstandhaltung
Die Rettungskräfte rückten um 8:04 Uhr am Mittwoch, 19. August 2026, aus, nachdem ein Hubarbeitsbühne in der Rua Dona Inês de Castro in der Gemeinde Belas, Sintra, eingestürzt war. Die brasilianischen Maler Charles Evangelista dos Santos und Irídio Gomes da Silva stürzten aus einer Höhe von geschätzt sechs bis sieben Stockwerken, während sie an der Außenfassade des Gebäudes arbeiteten. Beide Arbeiter starben noch am Unfallort. In Gemeindedokumenten werden ihre Alter mit 28 und 40 angegeben, während die ersten Notfallprotokolle 38 und 40 verzeichneten. Die herabstürzende Konstruktion beschädigte auch drei auf der Straße geparkte Fahrzeuge. Ein dritter Arbeiter, der sich auf der Rückseite des Gebäudes befand, blieb unverletzt, da der Einsturz an der Vorderfassade stattfand. Die Außenmalerei hatte auf der Rückseite des Gebäudes begonnen, bevor die Arbeiter am Montag ihre Tätigkeiten auf die Vorderfassade verlegten. Die Gemeindebehörden und Rettungskräfte organisierten psychologische Unterstützung für die in Portugal lebenden Angehörigen der verstorbenen Arbeiter.
Kommunale Feststellungen und rechtliche Überweisung
Der Stadtrat von Sintra stellte fest, dass das Bauprojekt illegal ohne offizielle Genehmigung zur Nutzung des öffentlichen Verkehrsraums betrieben wurde. Gemeindebeamte erklärten, dass der Auftragnehmer es versäumt habe, vor Beginn der Fassadenarbeiten eine vorherige Anzeige zu erstatten, und damit gegen die üblichen Sicherheitspflichten verstoßen habe. Sintras Bürgermeister Marco Almeida besuchte am Morgen den Unfallort und mobilisierte technische Teams zur Inspektion der Ausrüstung. Almeida forderte das sofortige Eingreifen von Inspektoren der Arbeitsbedingungenbehörde (ACT) zur Bewertung der Arbeitssicherheit vor Ort. Anwohner der Umgebung gaben an, dass der Kran sichtbare Instabilität gezeigt habe und vor dem Sturz deutlich geschwankt sei. Die Gemeinde bestätigte, dass formelle Verstoßberichte zur Vorlage bei der Staatsanwaltschaft vorbereitet werden.
Die festgestellten Verstöße werden im Rahmen unserer Zuständigkeiten Berichte hervorbringen, die der Staatsanwaltschaft zur Ergänzung des behördlichen Verfahrens übermittelt werden. Der Stadtrat von Sintra wird handeln. Diese Art von Situation unterliegt Regeln, und diese müssen respektiert werden.
- Kran stürzt in der Rua Dona Inês de Castro ein, tötet zwei Maler und beschädigt drei Fahrzeuge
- Bürgermeister Marco Almeida fordert Inspektoren der Arbeitsbedingungenbehörde vor Ort an
- Gemeinde Sintra leitet nicht lizenzierten Bau an die Staatsanwaltschaft weiter
- Gewerkschaft CGTP gibt formelle Erklärung ab, die verstärkte Arbeitssicherheitsaufsicht fordert
Reaktion der Gewerkschaft und Arbeitssicherheitsstatistiken
Der Allgemeine Gewerkschaftsbund der portugiesischen Arbeiter (CGTP) unter der Leitung von Tiago Oliveira gab eine formelle Erklärung ab, in der er eine sofortige Verstärkung der Arbeitssicherheitsinspektionen forderte. Der Gewerkschaftsbund forderte eine Hinwendung zu präventiven Maßnahmen und argumentierte, dass wirtschaftliche Interessen niemals den Arbeitnehmerschutz überlagern dürften. Die CGTP betonte, dass die Aufsichtsbehörden ausreichend Ressourcen erhalten müssten, um Arbeitgeber für Sicherheitsverstöße zur Rechenschaft zu ziehen.
Der Schutz von Leben, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz muss eine absolute Priorität darstellen.
Der tödliche Unfall ereignete sich, nachdem die Regierung im April die Nationale Strategie für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ENSST) für 2026–2027 zur Reduzierung tödlicher Arbeitsunfälle verabschiedet hatte. Laut Daten der Generaldirektion für Koordination und Planung (DGCP) aus dem Jahr 2024 stieg die Gesamtzahl der Arbeitsunfälle in Portugal um 1,3 % im Vergleich zu 2023. Derselbe statistische Bericht der DGCP stellte fest, dass die tödlichen Arbeitsunfälle im Jahresvergleich um 11,8 % auf 120 Todesfälle landesweit zurückgingen.


