Kosovo genehmigt 100-Euro-Bargeldzahlungen und höhere Mutterschaftsleistungen 16 Tage vor vorgezogenen Neuwahlen
Die Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti hat einmalige Zahlungen für Rentner, Kinder und Studenten sowie höhere Mutterschaftsleistungen beschlossen – 16 Tage vor den vorgezogenen Neuwahlen am 23. Juni.
Die Einzelheiten des Pakets
Die kosovarische Regierung hat am 6. Juni ein Paket mit Bargeldzahlungen und höheren Mutterschaftsleistungen genehmigt, 16 Tage vor den für den 23. Juni angesetzten vorgezogenen Neuwahlen. Die Maßnahmen umfassen eine einmalige Zahlung von 100 Euro (116 US-Dollar) für Rentner, Kinder, Studenten und andere schutzbedürftige Gruppen. Auch die Mutterschaftsleistungen sollen im Rahmen des Plans steigen.
Politischer Hintergrund
Ministerpräsident Albin Kurti strebt die Wiederwahl an, nachdem monatelange politische Blockaden die vorgezogene Abstimmung ausgelöst hatten. Die Zahlungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem seine Regierung mit einem auf etwas mehr als zwei Wochen verkürzten Wahlkampf konfrontiert ist.
Haushaltskontext
Die Regierung machte zunächst keine Angaben zu den Gesamtkosten des Pakets oder zu dessen Finanzierung. Der kosovarische Haushalt steht unter der Beobachtung internationaler Geldgeber, obwohl die Wirtschaft in den letzten Quartalen ein moderates Wachstum verzeichnete.
Reaktionen und Ausblick
Oppositionsparteien haben sich noch nicht offiziell zu den Maßnahmen geäußert. Die Wahl wird von der Europäischen Union genau beobachtet, die die Gespräche zwischen Kosovo und Serbien vermittelt hat. Kurtis Partei Vetëvendosje hatte 2021 einen Erdrutschsieg errungen, seither aber Schwierigkeiten, die parlamentarische Unterstützung aufrechtzuerhalten.


