
220 Feuerwehrleute bekämpfen Waldbrand auf der kroatischen Insel Korčula, zwei Verletzte
Ein Waldbraend ist am Samstagnachmittag zwischen Blato und Smokvica auf der beliebten kroatischen Touristeninsel Korčula ausgebrochen, verzehrte 550 Hektar und verletzte zwei Feuerwehrleute, bevor unerwarteter Regen am Sonntag half, die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Brandausbruch und sofortige Reaktion
Das Feuer entzündete sich am Samstag, dem 11. Juli, im Gebiet Kapja zwischen den Ortschaften Blato und Smokvica. Starke Winde trieben die Flammen schnell über raues, schwer zugängliches Gelände. Innerhalb weniger Stunden hatte der Brand etwa 550 Hektar Kiefernwald und Grasland erfasst, so das Portal 24sata.hr. Mehr als 200 Feuerwehrleute wurden eingesetzt, eine Zahl, die später von HRK mit 220 angegeben wurde. Unterstützt wurden sie von 72 Feuerwehrfahrzeugen und vier Löschflugzeugen, zusätzliche Einheiten wurden vom kroatischen Festland angefordert.
Der Feuerwehrkommandant der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva, Stjepan Simović, beschrieb den Einsatz:
Die Brandbekämpfung und die Sicherung des Gebiets laufen noch. Die Lage sieht besser aus, aber wir bleiben vorsichtig wegen der weiten Fläche, die von dem Feuer betroffen ist. Wir haben zwei Fälle von leichten Verletzungen unter Feuerwehrleuten verzeichnet.
Die Nationalstraße, die Vela Luka und die Stadt Korčula verbindet, wurde am Samstagabend vorübergehend geschlossen, als sich die Front näherte, und die Behörden forderten Anwohner und Touristen auf, die Zone zu meiden.
- Feuer beginnt im Gebiet Kapja zwischen Blato und Smokvica, starke Winde treiben Flammen über 550 Hektar.
- Straße Vela Luka–Korčula vorübergehend geschlossen; schwieriges Gelände behindert Einsätze.
- Regen kommt und bringt Entlastung; Straße wieder geöffnet; Lage bessert sich.
- Über 200 Feuerwehrleute sichern weiterhin das Gebiet; Überwachung wird noch Tage dauern.
Wetterumschwung bringt Entlastung
Die Samstagnacht sollte die schwierigste Phase sein. Kommandant Simović hatte vor einer sehr harten Nacht gewarnt. Am frühen Sonntagmorgen brachte jedoch ein plötzlicher Wetterumschwung Regen über das brennende Gebiet. Der unerwartete Regen, so das maritime Portal morski.hr, half erheblich bei der Eindämmung und verhinderte ein Worst-Case-Szenario. Am Sonntag war die Straße wieder geöffnet, den Fahrern wurde jedoch weiterhin geraten, alternative Routen zu wählen, wenn ihre Reise nicht unbedingt notwendig war.
Berichte von Anwohnern
Die Anwohnerin Katica Šeparović erzählte der Tageszeitung Jutarnji list, dass sie die Nacht in Angst verbracht habe.
Ich fühlte mich wirklich schrecklich. Es war sehr schwer, das von meinem Haus aus zu beobachten. Das Feuer war zu nah; wir fürchteten, es würde unser Haus erreichen, ich habe geweint.
Šeparović sagte, sie habe sich erst beruhigt, als der Regen begann.
Nationaler Kontext der Brandbekämpfung
Der Brand auf Korčula war Teil einer breiteren Welle von Vorfällen in ganz Kroatien. Der Kroatische Feuerwehrverband (HVZ) meldete, dass das Land in den vorangegangenen 24 Stunden 145 Feuerwehreinsätze mit 247 Einheiten, 1.024 Feuerwehrleuten und 353 Fahrzeugen verzeichnete. Am selben Tag löschten Einsatzkräfte auch einen Brand in Sali auf der Insel Dugi Otok und brachten einen weiteren Brand im Naturpark Telašćica unter Kontrolle.
Wie es weitergeht
Die Löscharbeiten und Nachlöscharbeiten wurden am Sonntag fortgesetzt. Simović betonte, dass wegen der großen verbrannten Fläche und des schwierigen Geländes eine mehrtägige Überwachung notwendig sei. Eine Untersuchung der genauen Brandursache werde erst nach vollständigem Abschluss der Lösch- und Sicherungsarbeiten beginnen, teilten die kroatischen Behörden mit.


