Regierung · Madrid
Spanischer Kongress beschließt Geldstrafen von bis zu 2.000 Euro und Suspendierung für Abgeordnete nach Zwischenfall mit Vox-Mitglied
Das Unterhaus billigte die erste Prüfung einer Regeländerung, die Abgeordnete bestrafen soll, die schwerwiegend gegen die Ordnung verstoßen, ausgelöst durch eine Auseinandersetzung Mitte April zwischen einem Vox-Mitglied und dem Vizepräsidenten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20 minutos, europa press, El Periódico und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Vox-Abgeordnete José María Sánchez García wurde am 14. April ausgeschlossen, nachdem er auf das Podium gestiegen war und sich Vizepräsident Alfonso Rodríguez Gómez de Celis entgegengestellt hatte.
Die Reform würde eine vorübergehende Suspendierung bei Gewalt oder schwerer Einschüchterung erlauben und Geldstrafen von 1.000 bis 2.000 Euro für Ausgeschlossene oder solche, die sich weigern, den Saal zu verlassen, vorsehen.
Die Vorlage wurde mit Unterstützung aller Fraktionen außer PP, Vox und UPN angenommen und leitet die Ausschussverhandlungen ein.
Die PP argumentierte, die „Pflichtvergessenheit“ der Präsidentin habe den Verfall des Anstands verursacht, nicht ein Mangel an Regeln.
Sánchez García verteidigte sein Handeln als rechtmäßig und beschuldigte die Regierung des „demokratischen Totalitarismus“.
Auslöser der Reform
Am 14. April wurde der Vox-Abgeordnete José María Sánchez García aus dem Plenum ausgeschlossen, nachdem er zweimal auf das Präsidiumspodium gestiegen war. Zunächst stellte er einen Justizbeamten zur Rede, dann stellte er sich dem ersten Vizepräsidenten, Alfonso Rodríguez Gómez de Celis, der die Sitzung leitete, entgegen. Sánchez García erklärte, er habe dagegen protestiert, dass ein ERC-Abgeordneter ihn als „Kriminellen“ und „Mörder“ bezeichnet hatte, ohne dass ihm das Wort erteilt worden sei, um dies anzuprangern. Sein Verhalten veranlasste die Präsidentin der Kammer, Francina Armengol, Sanktionen zu fordern.
Die geplanten Änderungen
Die von der PSOE ausgearbeitete Reform führt eine neue Bestimmung ein, die die vorübergehende Suspendierung jedes Abgeordneten erlaubt, der „durch Tat oder Wort innerhalb der Parlamentsräumlichkeiten schwere Gewalt oder Einschüchterung gegen die Präsidentschaft oder das Präsidium … oder gegen den Justiz- oder Ordnungsdienst ausübt“. Sie legt auch Geldstrafen fest: 1.000 Euro für einen Abgeordneten, der nach einer Ordnungsrufs ausgeschlossen wird, und bis zu 2.000 Euro, wenn der Abgeordnete sich weigert, den Saal zu verlassen. Über die Suspendierung würde das Plenum entscheiden; Geldstrafen würden unter bestimmten Umständen automatisch verhängt.
„Die Demokratie kann nicht ungerührt bleiben, wenn bestimmte Verhaltensweisen versuchen, Debatte durch Einschüchterung, Respekt durch Belästigung und das Wort durch Aggression zu ersetzen.“
Politischer Schlagabtausch während der Debatte
Die Abstimmung über die Vorlage am 11. Juni wurde von allen Fraktionen außer PP, Vox und UPN unterstützt. Die PP-Sprecherin Marta González Vázquez beschuldigte die sozialistisch geführte Mehrheit, die Kammer in „die Zweigstelle der Regierung in der Carrera de San Jerónimo“ zu verwandeln. Sie argumentierte, dass die bestehende Disziplinarordnung ausreiche, und machte den Autoritätsverlust unter Armengol für den Verfall des parlamentarischen Anstands verantwortlich: „Bei den vorherigen 12 Präsidenten war es nie notwendig, diese Regeln zu reformieren, weil die Autorität des Präsidenten abschreckend wirkte. Heute sehen wir eine besorgniserregende Pflichtvergessenheit.“
Sánchez García selbst ergriff für die Vox das Wort und behauptete, „es gibt keinen Artikel, der Abgeordneten verbietet, sich dem Podium zu nähern oder darauf zu steigen“ und sein Ziel sei es gewesen, „zu reden, nicht einzuschüchtern“. Er bezeichnete die Maßnahme als Ausdruck „demokratischen Totalitarismus“ und bestand darauf, dass er der Beleidigte sei. Der Abgeordnete fügte hinzu, „der Beleidigte wurde bestraft“.
„Auf das Podium zu gehen, um zu sprechen, ist kein Vergehen. Es gibt nichts, was das verbietet.“
Warnungen von Bündnispartnern
Mehrere Gruppen, die die Regierung unterstützen, warnten davor, dass die Maßnahmen einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen könnten. Néstor Rego von der BNG nannte es ein „schlechtes Geschäft, ihnen die Arbeit fertig zu überlassen“ und warnte davor, dass eine PP-Vox-Mehrheit in der Zukunft die neuen Regeln gegen Minderheiten wenden könnte. Pilar Vallugera von der ERC forderte „große Vorsicht“ bei der Ausarbeitung des Textes und drängte darauf, die Sanktionen auf die Führung von Fraktionen auszuweiten, die ein solches Verhalten systematisch fördern. Sie stellte fest, dass individuelle Ausbrüche oft Teil einer fraktionsweiten Strategie seien.
„Es ist ein schlechter Deal, ihnen die fertige Arbeit zu übergeben.“
Die Reform wird nun im Ausschuss verhandelt. Rafaela Romero von der PSOE wies die Vorwürfe der Polarisierung zurück und argumentierte, dass eine Seite konsequent für Belästigung und Doxing verantwortlich sei, während die andere lediglich institutionelle Regeln verteidige.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 20 minutosEl Congreso tramitará la reforma para añadir causas de suspensión a diputados mientras PP y Vox cargan contra Armengol
- europa pressEl Congreso da el primer paso para multar con hasta 2.000 euros a...
- El PeriódicoEl Congreso estudiará sancionar con hasta 2.000 euros a los diputados que sean expulsados del pleno
- eldiario.esEl diputado de Vox que se encaró con el vicepresidente del Congreso: "No es ninguna infracción subir al estrado a hablar"
- Francina Armengol
- Präsidentin des Abgeordnetenkongresses, die nach dem Vorfall im April Sanktionen forderte
- José María Sánchez García
- Vox-Abgeordneter, der am 14. April ausgeschlossen wurde, weil er auf das Podium stieg und sich dem Vizepräsidenten entgegenstellte
- Alfonso Rodríguez Gómez de Celis
- Erster Vizepräsident des Kongresses, dem sich Sánchez García während der Sitzung am 14. April entgegenstellte
- Rafaela Romero
- PSOE-Abgeordnete, die die Reform als verhältnismäßiges Instrument gegen Einschüchterung verteidigte
- Marta González Vázquez
- PP-Abgeordnete, die argumentierte, die aktuellen Regeln seien ausreichend und machte Armengols Untätigkeit für den Verfall des Anstands in der Kammer verantwortlich
- Pilar Vallugera
- ERC-Abgeordnete, die zur Vorsicht bei der Ausarbeitung aufrief und Sanktionen für die Führung von Fraktionen vorschlug, die Fehlverhalten fördern
- Néstor Rego
- BNG-Abgeordneter, der warnte, dass die neuen Regeln später gegen Minderheitengruppen verwendet werden könnten
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