
Jhon Arias schießt Kolumbien mit 1:0 an Ghana vorbei und ins Achtelfinale gegen die Schweiz
Ein frühes Tor von Jhon Arias und eine widerstandsfähige Abwehr bescherten Kolumbien am Freitag einen 1:0-Sieg über Ghana und sicherten den letzten Achtelfinalplatz bei der WM 2026. Los Cafeteros treffen am 7. Juli in Vancouver auf die Schweiz.
Verletzung erzwingt frühe Umstellung bei Kolumbien
Nur wenige Minuten nach Anpfiff fasste sich Stürmer Jhon Córdoba an die Leiste und musste ausgewechselt werden. Trainer Néstor Lorenzo schickte Luis Suárez – den Flügelspieler von Sporting Lissabon, nicht den Veteranen von Inter Miami – und der eingewechselte Spieler hinterließ sofort seinen Stempel. In der 14. Minute bediente Daniel Muñoz Suárez, der eine flache Hereingabe an den zweiten Pfosten schlug, wo Jhon Arias den Ball gelassen an Ghanas Torhüter Lawrence Ati Zigi vorbei ins Tor schob. Kolumbien führte, und die in Gelb gekleidete Menge tobte. Das Stadion fühlte sich eher wie Barranquilla als wie Kansas City an: Zehntausende Fans verwandelten die Partie in ein kolumbianisches Karneval aus wirbelnden Schals und Sombrero Vueltiao-Hüten.
Kolumbien dominiert, aber zweites Tor bleibt aus
Los Cafeteros kontrollierten den Ball und erspielten sich zahlreiche Chancen. Luis Díaz scheiterte aus kurzer Distanz an Ati Zigi und bejubelte später ein zweites Tor, doch die Fahne des Assistenten war in der 56. Minute oben. Ghanas Keeper parierte am Ende sieben Mal und vereitelte immer wieder einen kolumbianischen Angriff, der es auf 20 Schüsse brachte, elf davon aus dem Strafraum. Doch eine Kombination aus Abschlussschwäche und Zigi's Reflexen ließen den Spielstand knapp bleiben.
Abwehr und Disziplin in der Hitze
Trainer Lorenzo lobte danach die defensive Geschlossenheit seines Teams. Unter drückenden Bedingungen – 31,1 °C (88 °F) bei Anpfiff, Hitzeindex 96 °F – legten beide Mannschaften Trinkpausen ein. Kolumbiens Abwehrreihe, angeführt von Davinson Sánchez und Jhon Lucumi, hielt Ghanas Angriff ruhig; die Afrikaner brachten nur einen Torschuss aufs Tor zustande. Gustavo Puerta, der das Mittelfeld verankerte, fasste die Stimmung zusammen.
Ich habe keine Worte, um diesen Moment zu beschreiben. Ein Traum wird wahr. Ich denke, wir haben es Spiel für Spiel gezeigt. Das ist eine Mannschaft, die mit ihrem Herzen spielt, die mit ihrer Seele spielt. Wir jagen jedem Ball hinterher, als wäre es der letzte.
- Anpfiff bei 31,1 °C im Arrowhead Stadium
- Jhon Córdoba verlässt verletzt das Feld; Luis Suárez kommt
- Jhon Arias trifft nach Suárez-Flanke (1:0)
- Luis Díaz' Tor wegen Abseits aberkannt
Ein Schweizer Test wartet in Vancouver
Der Sieg beschert ein Achtelfinale gegen die Schweiz am 7. Juli in Vancouver. Beide Nationen streben einen Viertelfinalplatz an, der jeweils ihre beste WM-Leistung bedeuten würde: Kolumbiens Einzug unter die letzten Acht 2014 und die Schweiz' Viertelfinale 1954 im eigenen Land. Der Sieger trifft auf Argentinien oder Ägypten – eine Aussicht, die bereits Erinnerungen an das Copa-América-Finale 2024 weckt, als Lautaro Martínez die kolumbianischen Herzen in der Verlängerung brach.
Luis Díaz, dem ein Tor verwehrt blieb, der aber unermüdlich rannte, gab eine abgewogene Einschätzung.
Wir müssen auf dem Boden bleiben, Schritt für Schritt vorgehen, ruhig bleiben und uns stetig verbessern. Darum geht es im Fußball – und im Leben. Also bin ich ganz entspannt, konzentriert darauf, für das zu arbeiten, was vor uns liegt.


