38-jährige Britin in Koffer in Athen identifiziert; Telefon nach ihrem Tod benutzt
Eine 38-jährige Britin, die tot in einem Koffer in Kypseli aufgefunden wurde, wurde durch Interpol und US-Fingerabdruckdaten identifiziert. Die Polizei untersucht nun, wie ihr Mobiltelefon nach dem geschätzten Todeszeitpunkt aktiv blieb.
Entdeckung und Identifizierung
Die Leiche wurde am 18. Juli in einem Koffer in einem verlassenen Gebäude in der Evelpidon-Straße im Athener Stadtteil Kypseli entdeckt. Ein Obdachloser alarmierte die Behörden, nachdem er einen üblen Geruch bemerkt und etwas gesehen hatte, das wie ein menschliches Glied aussah.
Ein menschliches Glied ist sichtbar.
Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass der Tod etwa fünf bis sechs Tage zuvor eingetreten war, obwohl einige Quellen von einem Zeitraum von bis zu acht Tagen vor der Entdeckung ausgehen. Der fortgeschrittene Verwesungszustand erschwerte die Autopsie. Die griechischen Behörden konnten die Fingerabdrücke des Opfers nicht mit ihrer nationalen Datenbank abgleichen und leiteten sie daher über Interpol an ausländische Polizeikräfte weiter. Eine Antwort kam aus den Vereinigten Staaten, wo die Frau zuvor gearbeitet hatte und ihre Fingerabdrücke hinterlegt waren. Sie wurde als 38-jährige britische Staatsbürgerin identifiziert, geboren in Schottland im Februar 1988. Die britische Botschaft in Athen benachrichtigte ihren Vater, einen in Edinburgh lebenden Anwalt.
Die letzten Tage des Opfers
Die Frau traf am 26. Juni aus Edinburgh kommend in Griechenland ein, so später korrigierte Informationen, die eine frühere Annahme widerlegten, sie sei über Zypern gereist. Andere Darstellungen behaupten weiterhin, sie sei am 29. Juni aus Zypern nach Griechenland eingereist, nachdem sie aus den Vereinigten Staaten angekommen war. Die Polizei überprüft die genaue Route und ob sie allein reiste. Sie wohnte bei einem Freund in Athen, und der letzte bestätigte Kontakt mit ihren Gastgebern war am 15. Juli, danach verliert sich ihre Spur.
Die Ermittler rekonstruieren nun das dreitägige Zeitfenster zwischen diesem letzten Kontakt und der Entdeckung der Leiche am 18. Juli. Sie prüfen Überwachungskameraaufnahmen aus Gegenden, in denen sie sich möglicherweise aufgehalten hat, sowie Hotelbuchungen, Kommunikation und alle Personen, die sie während ihres Aufenthalts getroffen hat. Die Beamten haben außerdem Passagierdaten der von ihr genutzten Fluggesellschaft angefordert, um zu bestätigen, ob sie allein ankam.
Das Rätsel um das Telefon
Ein zentrales Element, das die Ermittler verblüfft, ist die Aktivität auf ihrem Mobiltelefon. Griechische Medien berichten, dass das Gerät nach dem geschätzten Todeszeitpunkt weiterhin ein Signal aussendete und Nachrichten von ihm gesendet wurden. Die Behörden vermuten, dass jemand das Telefon benutzte, um den Eindruck zu erwecken, sie sei noch am Leben. Kurz nachdem der Fall in der Presse bekannt wurde, wurde das Telefon ausgeschaltet und blieb seitdem inaktiv. Die Polizei wertet dies als gezielten Versuch, die Ermittlungen in die Irre zu führen.
Nächste Schritte in der Untersuchung
Bei der ersten Autopsie wurden keine sichtbaren Verletzungen, Würgemale oder tödliche Schädelfrakturen festgestellt. Die Todesursache bleibt unklar. Die toxikologischen Ergebnisse, die Aufschluss über das Vorhandensein von Drogen oder Alkohol geben könnten, werden in etwa einem Monat erwartet. Bis dahin kartieren Beamte der Mordkommission jeden Kontakt, den sie in Griechenland hatte, befragen Zeugen und sammeln elektronische Spuren, um herauszufinden, wen sie traf und ob eine dieser Personen mit ihrem Tod in Verbindung steht.
- Frau kommt aus Edinburgh in Griechenland an (alternative Berichte nennen den 29. Juni über Zypern aus den USA)
- Letzter bestätigter Kontakt mit Freunden in Athen
- Geschätzter Todeszeitpunkt (5–6 Tage vor der Entdeckung)
- Leiche in Koffer in Kypseli gefunden
- Identifizierung bestätigt; Telefon war nach dem Tod aktiv und wurde nach der Berichterstattung abgeschaltet

