Nach Angaben der Stadt führte die Prüfung der von der ehemaligen Ehrenfelder Sachbearbeiterin bearbeiteten Akten zum Widerruf unrechtmäßiger Aufenthaltstitel; mehr als 40 Personen sind betroffen.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat gegen vier Personen Anklage erhoben, darunter Subha L. und ihr Ehemann, wegen eines mutmaßlichen Scheinehe-Rings; das Gericht muss die Anklage noch zulassen.
Bild berichtet, das Paar habe etwa 76.000 Euro eingenommen, während ein von WDR zitierter Verteidiger erklärt, mehr als 20 Männer aus Indien seien beteiligt gewesen.
Detlef Seif, innenpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, will, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Kölner Ausländerbehörde prüft.
Die Stadt Köln hat Aufenthaltstitel zurückgenommen, bei denen sich nach ihren Feststellungen herausstellte, dass sie unrechtmäßig über eine ehemalige Mitarbeiterin der Ausländerbehörde im Stadtbezirk Ehrenfeld erteilt worden waren. Die Erklärung, über die zuerst Bild berichtete, ist die erste ausführliche öffentliche Darstellung des Falls durch die Stadt. Die Prüfung umfasste die von der Mitarbeiterin bearbeiteten Akten, und jeder als unrechtmäßig eingestufte Titel wurde widerrufen. Nach Angaben der Stadt sind mehr als 40 Personen betroffen. Die Stadt hat zudem ihre internen Kontrollen verändert, damit Häufungen ähnlich gelagerter Fälle früher auffallen.
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt wirft Subha L. vor, zu einem Schleuserring gehört zu haben, der auf Zypern Scheinehen zwischen indischen Männern und Frauen mit EU-Staatsbürgerschaft vermittelte. Den Berichten zufolge handelte es sich bei den Frauen um bulgarische Staatsangehörige. Subha L. soll die Anträge auf Aufenthaltstitel anschließend in Köln selbst bearbeitet und genehmigt haben. Auch ihr Ehemann und zwei weitere Männer aus Hessen und Nordrhein-Westfalen sind beschuldigt. Bild beziffert die Einnahmen des Paares auf etwa 76.000 Euro, während ein von WDR zitierter Verteidiger erklärt, in das Verfahren seien mehr als 20 Männer aus Indien eingebunden.
Subha L. und ihr Ehemann wurden im Dezember 2025 in Köln festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat insgesamt gegen vier Beschuldigte Anklage erhoben. Die Strafkammer des Landgerichts Darmstadt prüft nun die Anklage und entscheidet, ob sie zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet wird. Ein Gerichtssprecher sagte, der Fall könne bei Zulassung der Anklage bereits im Februar verhandelt werden. Bild berichtet, der Prozessbeginn sei für Februar 2027 geplant. Ein 26-jähriger Mitangeklagter aus Kerpen soll zu den wichtigsten Zeugen gehören; sein Anwalt erklärte gegenüber Bild, er werde ein umfassendes Geständnis ablegen.
Detlef Seif, innenpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, hat eine Prüfung der Kölner Ausländerbehörde durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefordert. Seif sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger:
„Wir haben es mit einem wachsenden Kontrollverlust in einer Behörde zu tun, die sich als Willkommensbehörde versteht.“
Bernd Petelkau, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion in Köln, hatte den Fall zuvor bei WDR als „Skandal“ bezeichnet. Die Stadt verteidigt ihre eigenen Sicherungsmechanismen und verweist darauf, dass Entscheidungen in der Behörde gemeinsam getroffen, dokumentiert und im Ausländerzentralregister erfasst werden müssten. Zudem werde die Behörde auch ohne konkreten Anlass von verschiedenen Stellen geprüft. Die Stadt hält daran fest, dass die ehemalige Mitarbeiterin mit erheblicher Kriminalität gehandelt habe, um diese Kontrollen zu umgehen.
„Die Ausländerbehörde verfügt über mehrere analoge und digitale Prüfmöglichkeiten, um rechtswidriges Handeln weitgehend zu verhindern.“
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Die Stadt Köln hat Aufenthaltstitel zurückgenommen, die nach ihren Angaben unrechtmäßig über eine ehemalige Mitarbeiterin der Ausländerbehörde erteilt worden waren. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat Anklage gegen vier Personen erhoben, die Mitarbeiterin befindet sich seit Dezember 2025 in Untersuchungshaft.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, RP Online, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Veröffentlicht .