
Bertrand Grébaut, Koch des Pariser Michelin-Sterne-Restaurants Septime, stirbt mit 44 Jahren
Der französische Koch, der aus einer früheren Karriere als Grafikdesigner eines der renommiertesten Restaurants von Paris machte, starb am 2. Juli. Sein Geschäftspartner Théophile Pourriat gab den Tod auf Instagram bekannt.
Vom Grafikdesigner zum Koch
Bertrand Grébaut begann seine Karriere als Grafikdesigner, bevor er zur Küche wechselte. Er absolvierte eine Ausbildung an der renommierten Ferrandi-Schule und arbeitete anschließend bei Alain Passards L'Arpège in Paris, gefolgt von L'Agapè, wo er sich bereits mit 26 Jahren einen Namen machte.
Das Septime-Phänomen
2011 eröffneten Grébaut und sein Freund Théophile Pourriat das Septime im 11. Arrondissement, fernab der traditionellen Haute-Cuisine-Viertel. Die erfinderische und dennoch schlichte Küche des Restaurants fand schnell Anklang. 2013 schaffte es die Liste der World's 50 Best Restaurants und erhielt einen Michelin-Stern. Der Guide lobte seinen Ansatz.
moderne Küche, leicht kreativ, überwiegend pflanzlich, fokussiert auf das mit Meisterschaft veredelte Produkt: wir gehen zum Wesentlichen, ohne Schnörkel, mit Relief, Charakter und stets ausgewogenen Würzungen.
Das Duo erweiterte das Angebot um Clamato (Meeresfrüchte), La Cave und die Konditorei Tapisserie, alle in der Nähe des Septime, sowie ein Gästehaus „D'une île“ in Orne.
- Eröffnet Septime mit Théophile Pourriat im 11. Arrondissement von Paris
- Septime schafft es in die Liste der World's 50 Best Restaurants und erhält einen Michelin-Stern
- Stirbt im Alter von 44 Jahren nach einem Kampf gegen den Krebs
Eine diskrete, aber einflussreiche Persönlichkeit
Grébaut mied das Star-System der Spitzenköche. Die Food-Website Bouillantes beschrieb ihn als „so diskret wie talentiert“ und stellte fest, dass er „viele junge Köche ausbildete und einen neuen Ansatz für den Beruf vermittelte, eine Mischung aus Anspruch und Gelassenheit“.
Koch, so diskret wie talentiert, weitgehend abseits des aktuellen Star-Systems der Gastronomie, Bertrand Grébaut bildete viele junge Köche aus und vermittelte einen neuen Ansatz für den Beruf, eine Mischung aus Anspruch und Gelassenheit.
Letzte Tage und Familie
Grébaut starb in der Nacht zum 2. Juli 2026 nach einem Kampf gegen den Krebs. Sein Geschäftspartner Pourriat gab die Nachricht am 4. Juli auf Instagram bekannt und schrieb: „Mit unendlicher Trauer gebe ich das Verschwinden von Bertrand bekannt. Er hat mit all seiner Kraft und außergewöhnlichem Mut gegen die Krankheit gekämpft. Ich habe meinen besten Freund, meinen Geschäftspartner, meinen Bruder verloren.“ Er hinterlässt seine Partnerin Tatiana, ihre Kinder Anna und Roman sowie seine Mutter Catherine. Die Restaurants der Septime-Gruppe bleiben bis zur Beerdigung geöffnet und schließen dann für drei Tage.
Mit unendlicher Trauer gebe ich das Verschwinden von Bertrand bekannt. Er hat mit all seiner Kraft und außergewöhnlichem Mut gegen die Krankheit gekämpft. Ich habe meinen besten Freund, meinen Geschäftspartner, meinen Bruder verloren.

