K.o.-Phase der WM beginnt mit Südafrika gegen Kanada, 32 Teams jagen den Titel
Die WM 2026 tritt heute in die Runde der letzten 32 ein, wenn Südafrika in Los Angeles auf Kanada trifft und damit eine K.o.-Phase einläutet, die von Beginn an Hochkaräter verspricht.
Die Gruppenphase der WM 2026 endete nach 72 Spielen, 32 Teams erreichten die K.o.-Runde, 16 schieden aus. Das Turnier wechselt nun in den Sudden-Death-Modus, beginnend mit einem historischen Aufeinandertreffen zwischen Südafrika und Kanada.
Gruppenphase bereitet die Bühne
Spanien führte die Gesamtwertung an, während Afrika mit nie dagewesenen neun Vertretern in den letzten 32 feierte. Favoriten wie Brasilien, Argentinien, Frankreich, Deutschland und England zogen alle weiter, doch die Gruppenphase bot auch späte Dramatik. Algerien und Österreich trennten sich am letzten Abend 3:3, was den Iran ausschaltete – Riyad Mahrez traf in der 93. Minute, Sasa Kalajdzic köpfte in der 96. Minute den Ausgleich und brachte Österreich damit auf Kosten der asiatischen Mannschaft weiter.
Südafrika und Kanada schreiben Geschichte
Beide Mannschaften stehen zum ersten Mal in der K.o.-Runde. Südafrika, Gastgeber 2010, war damals in der Vorrunde gescheitert – eine Enttäuschung, die den heimischen Fußball laut dem in Kapstadt ansässigen Journalisten Mark Gleeson für Jahre lähmte. In dieser mageren Zeit verpasste die Nationalmannschaft drei Afrika-Cup-Turniere. Nun ist Bafana Bafana zurück, nachdem sie mit vier Punkten nach einem Sieg gegen Südkorea den zweiten Platz in Gruppe A belegten. Auch Kanada zog mit vier Punkten aus Gruppe B weiter, besiegte Katar 6:0, verlor aber Alphonso Davies’ Teamkollegen Ismael Koné mit einem Beinbruch. Trainer Jesse Marsch kann möglicherweise auf Davies zurückgreifen.
Hoffentlich ist das der Beginn einer neuen Ära für Südafrika, vielleicht 16 Jahre zu spät.
Der Weg ins Finale
Die Auslosung hat ein Tableau ergeben, das mehrere frühe Kracher ermöglicht. Portugal unter Cristiano Ronaldo trifft am Freitag in Toronto auf Luka Modrics Kroatien, während die Niederlande am Dienstag auf Marokko treffen. Spanien, das am Donnerstag gegen Österreich antritt, würde im Viertelfinale auf den Sieger des Spiels Portugal-Kroatien treffen. Frankreich, wohl Turnierfavorit, muss zunächst Schweden und dann wahrscheinlich Deutschland besiegen, das in der Runde der letzten 32 auf Paraguay trifft. Brasilien trifft auf Japan, Argentinien auf Überraschungsteam Kap Verde.
- Südafrika gegen Kanada eröffnet die Runde der letzten 32 in Los Angeles
- Deutschland gegen Paraguay (22:30 Uhr) und Brasilien gegen Japan (19:00 Uhr)
- Frankreich gegen Schweden (23:00 Uhr) und Niederlande gegen Marokko (03:00 Uhr)
- Spanien gegen Österreich (21:00 Uhr) und USA gegen Bosnien und Herzegowina (02:00 Uhr)
- Portugal gegen Kroatien (01:00 Uhr)
- Finale in New Jersey
Stimmen von der Seitenlinie
Argentiniens Trainer Lionel Scaloni fasste die Stimmung nach dem letzten Gruppenspiel zusammen. Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti pflichtete bei.
Jetzt beginnt das Gute.
Jetzt kommt der schöne Teil.
Das Finale ist für den 19. Juli in New Jersey angesetzt.


