
Klopp startet als Bundestrainer, räumt Pressefehler ein und bestreitet El-Mala-Transfergerücht
Jürgen Klopp hat am 15. August offiziell sein Amt als Bundestrainer angetreten, einen Pressefehler eingeräumt und Spekulationen zurückgewiesen, er habe Kölns Said El Mala zu einem Wechsel zu Borussia Dortmund geraten.
Erster Tag beim DFB
Jürgen Klopp hat am Samstag, den 15. August 2026, offiziell sein Amt als Bundestrainer angetreten und Julian Nagelsmann abgelöst. Der 59-Jährige hatte bereits in den vorangegangenen Tagen den DFB-Campus in Frankfurt/Main besucht und intensive Gespräche mit den Jugendtrainern geführt. In einem Interview mit DFB.TV schilderte Klopp einen positiven ersten Eindruck, sagte, das Personal habe ihn herzlich empfangen und die Umgebung habe sich nicht fremd angefühlt. Er nannte zwei Prioritäten für seine Amtszeit: die A-Nationalmannschaft zuerst, alles andere an zweiter Stelle. Er betonte, dass der Erfolg von der Fitness und Verfassung der Spieler abhänge, wenn sie kämen, und dass er und sein Team Zeit brauchten, aber nicht an Motivation mangeln würden.
Klopp räumte zudem einen Fehler bei seiner Vorstellungspressekonferenz am 24. Juli ein, bei der seine Wortwahl breit diskutiert worden war. Bei diesem Termin hatte er Journalisten gesagt, er würde ohne Abfindung gehen, falls die Öffentlichkeit ihn nicht mehr wolle, und drohte, zu gehen, wenn die Medien seine Familie in Ruhe ließen. Er bekräftigte, dass er „wirklich große Lust“ auf den Job habe, sich aber nicht aufdrängen werde, wenn die Mehrheit der Leute das Gefühl habe, er solle zurücktreten.
Zurückweisung des El-Mala-Gerüchts
Klopp nutzte seinen ersten Tag, um Spekulationen entschieden zurückzuweisen, er habe dem 19-jährigen Kölner Talent Said El Mala zu einem Wechsel zu Borussia Dortmund geraten. Das Gerücht hatte in sozialen Medien und in einigen Medien die Runde gemacht, wobei der BVB bekanntermaßen an dem Spieler interessiert war, sich aber nicht auf eine Ablösesumme mit dem 1. FC Köln einigen konnte.
Es hat mich tatsächlich ein bisschen beleidigt, dass die Leute denken, mein erster offizieller Akt wäre: Ich rufe einen Spieler an und sage: 'Übrigens, BVB, das würde dir gut stehen.' Das habe ich natürlich nicht getan.
Er fügte hinzu, dass es nicht seine Aufgabe sei, Spieler bei Transfers zu beraten, und dass er noch nicht einmal mit der Mannschaft zu arbeiten begonnen habe. Klopp sagte, er würde einem Spieler nur dann einen Rat erteilen, wenn er nach einer langen Zusammenarbeit direkt gefragt werde, und dass ein solcher Rat nicht durch seine frühere Anstellung bei einem Verein gefärbt sein würde.
Noch kein Spielerkontakt, Eingewöhnung in neue Rolle
Klopp bestätigte, dass er keinen Kontakt zu Nationalspielern hatte, die sich noch in der Saisonvorbereitung mit ihren Vereinen befinden. Er plant, Bundesligisten zu besuchen und mit den Spielern vor Ort zu sprechen, und beabsichtigt, in der folgenden Woche den Supercup zwischen Bayern München und Borussia Dortmund sowie die ersten Bundesligaspiele zu besuchen. Er hat bereits Treffen mit mehreren Bundesliga-Trainern vereinbart.
Der neue Trainer beschrieb die Umstellung von der Vereins- auf die Verbandsarbeit als signifikant und stellte fest, dass er als Vereinstrainer täglich mit Spielern arbeitete, während der internationale Kalender einen anderen Rhythmus erfordert. Er sprach auch die Jugendarbeit an und sagte den U-Trainern, dass sie gemeinsam die deutsche Nationalmannschaft in verschiedenen Altersklassen ausbilden. Klopp wehrte sich gegen die Vorstellung, dass eine enttäuschende Weltmeisterschaft einen kompletten Neuanfang beim DFB erfordere.
Man könnte denken, wenn eine Weltmeisterschaft nicht gut gelaufen ist: Jetzt muss man alles wegwischen und bei null anfangen. Aber das ist völlig unnötig. Jeder hier beim DFB ist, weil er Qualität hat, nicht weil er nichts anderes gefunden hat.
Nächste Spiele
Klopps Pflichtspieldebüt findet am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande in der Nations League statt. Weitere Spiele folgen am 27. September und 4. Oktober gegen Griechenland sowie am 1. Oktober gegen Serbien. Klopp trainierte Borussia Dortmund von 2008 bis 2015, gewann zwei Meisterschaften und einen Pokal, bevor er nach Liverpool wechselte.
- Klopps Einführungspressekonferenz sorgt für Kritik aufgrund seiner Wortwahl
- Erster offizieller Arbeitstag als Bundestrainer auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main
- Plant, den Supercup Bayern München gegen Borussia Dortmund persönlich zu besuchen
- Nations-League-Debüt gegen die Niederlande in Amsterdam
- Nations-League-Spiel gegen Griechenland
- Nations-League-Spiel gegen Serbien
- Nations-League-Spiel gegen Griechenland


