
Fast 1.000 Schauspieler und Agenten unterzeichnen offenen Brief gegen Hasbros KI-Stimmklauseln für Kinderdarsteller von Peppa Pig
Fast 1.000 Branchenprofis, darunter Schauspieler und Agenten, haben einen von der Agents of Young Performers Association organisierten offenen Brief unterzeichnet, der Hasbro dafür kritisiert, von Kinderdarstellern der Animationsserie Peppa Pig zu verlangen, ihre Stimmen für KI-Zwecke abzutreten.
Fast 1.000 Schauspieler, Talentagenten, Eltern und andere Fachleute haben diese Woche einen offenen Brief unterzeichnet, der neue Vertragsklauseln verurteilt, die von Kinder-Synchronsprechern der Kinderserie Peppa Pig verlangen, ihre Stimmen der Künstlichen Intelligenz zu überlassen. Der von der Agents of Young Performers Association (AYPA) organisierte Brief richtet sich gegen das, was sie als „Friss-oder-stirb“-Ultimatum eines großen Studios beschreibt, das die Rechte an einer internationalen Kinderfranchise besitzt. Branchenquellen bestätigten gegenüber Deadline, dass der Brief sich auf Hasbro bezieht, den US-amerikanischen Unterhaltungsriesen, der die Marke Peppa Pig 2019 übernommen hat.
Die Forderungen des offenen Briefes
Wenn der Darsteller ein Kind ist, muss die Einwilligung mit größter Sorgfalt behandelt werden. Kinder können keine rechtlich vollständig informierte Einwilligung erteilen, und die Zustimmung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten sollte niemals als pauschale Lizenz verwendet werden, um die Stimme eines Kindes auf unbestimmte Zeit aufzuzeichnen, zu klonen, zu trainieren oder wiederzuverwenden.
Die AYPA argumentiert, dass diese Klauseln zunehmend in Verträgen für Fernseh- und Filmprojekte mit Kindern auftauchen und dass Peppa Pig zum Brennpunkt der Besorgnis geworden ist. Der Brief nennt die Serie nicht explizit, aber mehrere Branchenquellen haben auf die langjährige Animationsshow verwiesen. Theoretisch könnte die Klausel es Hasbro erlauben, die Stimme eines Kindes zu klonen und KI-generierte Audiodaten in kommerziellen Assets im Zusammenhang mit der Franchise, einschließlich Werbung, zu verwenden. Der Brief besteht darauf, dass kein Kind seine zukünftige berufliche Identität durch ein KI-Modell geprägt sehen sollte, das erstellt wurde, bevor es alt genug ist, um die Auswirkungen zu verstehen.
Branchenreaktion und Hasbros Antwort
Agenten, die die Klausel anfochten, trafen Berichten zufolge auf eine unnachgiebige Haltung. In einer E-Mail an Variety erklärte der AYPA-Vorstand, das Problem sei universell: Klauseln, die KI-Nutzung für Minderjährige erlauben, würden von Agenten in der gesamten Branche bekämpft. Hasbro seinerseits teilte Deadline mit, man sei dem Schutz kindlicher Darsteller verpflichtet.
Das Unternehmen fügte hinzu, man wünsche sich, sich verantwortungsvoll und transparent an der KI-Debatte zu beteiligen, während sich die Branchenstandards weiterentwickeln.Der Schutz kindlicher Darsteller ist der Kern dessen, was Hasbro ist, und Teil unserer DNA.
Eine Franchise im Rampenlicht
Peppa Pig wurde erstmals 2004 auf Channel 5 in Großbritannien ausgestrahlt und hat sich seitdem zu einem internationalen Phänomen entwickelt, das Filme, Alben, Merchandise und Themenpark-Erlebnisse umfasst. Der Aufschrei über die KI-Stimmklauseln markiert ein neues Kapitel in der Geschichte der Franchise und rückt sie ins Zentrum einer hitzigen Debatte über die Rechte kindlicher Darsteller in einer Ära rasanter KI-Einführung.
- Peppa Pig startet und wächst zu einem internationalen Kinderphänomen heran.
- Hasbro übernimmt die Marke Peppa Pig.
- Die AYPA veröffentlicht einen offenen Brief, der KI-Stimmklauseln in einer großen Kinderfranchise verurteilt.
- Fast 1.000 Unterschriften sind gesammelt; Hasbro reagiert mit einer Verpflichtung zum Schutz kindlicher Darsteller und zu transparentem KI-Engagement.
Breitere Auswirkungen auf Kinder-Synchronsprecher
Die Kontroverse geht über eine einzelne Show hinaus. Agenten für junge Darsteller berichten, dass sie regelmäßig Anfragen zu KI-bezogenen Vertragsbedingungen erhalten, obwohl Projekte selten genannt werden. Der Brief der AYPA warnt davor, dass die Stimme eines Kindes nicht zu einem dauerhaften kommerziellen Vermögenswert werden sollte, bevor es rechtlich und persönlich zustimmen kann. Die Unterzeichner lehnen alle Verträge ab, die von Kinderdarstellern verlangen, ihre Stimmrechte auf unbestimmte Zeit abzutreten. Der Vorfall hat die Forderungen nach klareren branchenweiten Schutzmaßnahmen und Einwilligungsstandards verstärkt, wenn Minderjährige beteiligt sind.


