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Konflikte·vor 2 Std.

Russland greift Kiew mit ballistischen Raketen an – Stunden nach Koordinierungsgespräch von Selenskyj, Trump und Macron beim G7-Gipfel

Russland hat am frühen Donnerstag ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt abgefeuert und die Bewohner in die Schutzräume getrieben – nur Stunden, nachdem Präsident Selenskyj am Rande des G7-Gipfels ein Koordinierungsgespräch mit Emmanuel Macron und Donald Trump geführt hatte.

Raketenangriff auf Kiew

Am frühen Donnerstag griff Russland Kiew mit ballistischen Raketen an und löste Luftalarm aus. AFP-Journalisten hörten eine Rakete und zwei Explosionen und sahen Menschen, die in Schutzräume rannten. Der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymour Tkatchenko, warnte: „Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an. Bleiben Sie im Schutzraum, bis der Luftalarm endet!“ Es gab zunächst keine Berichte über Opfer oder Schäden.

Diplomatisches Treiben beim G7-Gipfel

Stunden zuvor, am Mittwoch, hatte Präsident Selenskyj nach eigenen Angaben ein „Koordinierungsgespräch“ mit dem französischen Präsidenten Macron und dem US-Präsidenten Trump am Rande des G7-Gipfels in Évian-les-Bains geführt. Selenskyj sagte, die Diskussion könne „bedeutende Veränderungen“ bringen. Am Dienstag hatte Trump, der sich oft zurückhaltend gegenüber der Unterstützung Kiews gezeigt hatte, dem Gipfel erklärt, Russland „sollte eine Vereinbarung treffen“ und Washington könnte erneut Sanktionen gegen Moskau verhängen. Die EU wiederum stehe in diplomatischem Kontakt mit dem Kreml, um die Kommunikationskanäle wieder zu öffnen, teilte das Büro des Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa, mit.

Tödlicher Drohnenangriff auf Bus in Brjansk

Bei einem separaten Angriff am Mittwoch traf ein Drohnenangriff einen Bus in der russischen Region Brjansk. Dabei wurde eine weibliche Begleitperson getötet und sieben Menschen verwundet, darunter mehrere Kinder mit schweren Verletzungen. In dem Bus befanden sich 44 Personen, darunter 28 junge belarussische Sportler. Moskau und Minsk bezeichneten den Angriff als „terroristischen Akt“; Kiew bestritt jede Beteiligung und nannte die Vorwürfe „falsch“. Die russischen Behörden veröffentlichten Bilder des schwer beschädigten Fahrzeugs.

Weitere Eskalation

Chronologie der Ereignisse, 17.–18. Juni 2026
  1. Trump erklärt beim G7-Gipfel, Russland 'solle eine Vereinbarung treffen' und Washington könnte erneut Sanktionen verhängen.
  2. Selenskyj führt Koordinierungsgespräch mit Macron und Trump auf dem Gipfel in Évian.
  3. Drohnenangriff trifft Bus in Brjansk, tötet eine Begleitperson und verletzt sieben Menschen, darunter Kinder.
  4. Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew; Luftalarm, zunächst keine Opfer gemeldet.
Die Angriffe erfolgen im Zuge einer monatelangen Intensivierung der Angriffe beider Seiten, bei der die Zahl der zivilen Opfer steigt. Am Donnerstag meldeten die Behörden in Sumy im Nordosten der Ukraine einen Toten bei einem Drohnenangriff. Separaten Angaben zufolge feuerte am Dienstag ein russisches Kriegsschiff Warnschüsse auf eine unter britischer Flagge fahrende Yacht im Ärmelkanal ab, nachdem diese „gefährlich nah“ gekommen war, so das russische Verteidigungsministerium, was eine britische Untersuchung auslöste.
Kiew · Évian-les-Bains · Brjansk · Sumy

4 Quellen

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