KGHM-Vorstand billigt Strategie '2055+' mit über 32 Mrd. Złoty Investitionen bis 2030
Der Aufsichtsrat des größten europäischen Kupferproduzenten KGHM Polska Miedź hat eine neue langfristige Strategie verabschiedet, die Investitionsausgaben von über 32 Mrd. Złoty und ein jährliches EBITDA-Ziel von 12 Mrd. Złoty vorsieht.
Investitions- und Finanzziele
Der Aufsichtsrat von KGHM hat am Freitag die „Strategia Grupy Kapitałowej KGHM 2055+“ gebilligt und damit die strategische Ausrichtung des Unternehmens für Jahrzehnte festgelegt. Der Plan sieht Investitionen von über 32 Mrd. Złoty zwischen 2026 und 2030 vor, mit einem durchschnittlichen jährlichen Investitionsvolumen von rund 6,5 Mrd. Złoty. Knapp 80 Prozent der Gesamtsumme fließen in Sachanlagen in Polen (die Haupttechnologielinie und inländische Tochtergesellschaften), während die restlichen 20 Prozent an KGHM International und die Mine Sierra Gorda gehen.
- Polen
- 80 %
- Ausländische Vermögenswerte
- 20 %
Etwa 40 Prozent der jährlichen Ausgaben sind für Entwicklungsprojekte vorgesehen, und rund 2 Prozent der inländischen Sachinvestitionen fließen in Forschung und Entwicklung zu den Herausforderungen des Bergbaus und der Metallurgie, Nachhaltigkeit und neue Geschäftsfelder. Das Unternehmen erwartet, ein durchschnittliches jährliches bereinigtes EBITDA von 12 Mrd. Złoty und eine EBITDA-Marge von 25,6 Prozent zu erzielen, basierend auf angenommenen Rohstoffpreisen von 11.454 USD pro Tonne Kupfer, 58,18 USD pro Unze Silber und einem Wechselkurs von 3,56 USD/PLN.
Die Entscheidungen, die wir heute treffen, werden eine wirtschaftlich optimale, langfristige Tätigkeit von KGHM in den nächsten Jahrzehnten sicherstellen. Daher konzentrieren wir uns auf die Entwicklung der Ressourcenbasis und den Ausbau der Infrastruktur, um den Bergbau in neuen Konzessionsgebieten zu ermöglichen.
Produktions- und Wertschöpfungskettenziele
Die Strategie sieht eine stabile jährliche Kupferproduktion von 730 Tsd. Tonnen vor, wobei etwa 80 Prozent aus inländischen Anlagen (darunter 180 Tsd. Tonnen aus Schrott) und 20 Prozent aus ausländischen Betrieben stammen. Die Silberproduktion ist auf 1.290 Tonnen pro Jahr festgelegt, die Molybdänproduktion auf 4,0 Millionen Pfund. Bis Ende 2035 will KGHM den Umsatz mit Produkten, die weiterverarbeitet sind als Kupferkathoden, auf rund 60 Prozent des gesamten Elektrolytkupferabsatzes steigern.
Das Unternehmen plant, die Energiewende bis 2035 zu beschleunigen, moderne Produktionstechnologien zu entwickeln und die Wertschöpfungskette kontinuierlich auszubauen. Zu den Prioritäten gehören die Stärkung der Kompetenzen und der Aufbau des Geschäftspotenzials der gesamten Unternehmensgruppe.
Die Strategie 2055+ sieht vor, die führende Position der KGHM-Gruppe unter den globalen Kupfer- und Silberproduzenten nicht nur in den kommenden Jahren zu halten. Unser Ehrgeiz ist es, unsere globale Position langfristig zu stärken.
Die drei Säulen und die Zukunftsvision
Die Strategie ruht auf drei Säulen: Stärkung des Geschäftspotenzials (Finanzstabilität, Entwicklung inländischer und ausländischer Vermögenswerte, Mitarbeiterbindung); nachhaltige Bergbau- und Hüttenproduktion (Entwicklung der inländischen Ressourcenbasis, Energiewende, Abfallwirtschaft und Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften); sowie Innovation mit neuen Technologien, Ausbau der Wertschöpfungskette und einem wachsenden Anteil kritischer Metalle. Die Mission lautet „Innovation in jedem Gramm Kupfer“ und die Vision „Verantwortungsvoller Bergbau für zukünftige Generationen“.
- 2026–2030: 32 Mrd. Złoty Investitionen, 730 Tsd. t Kupfer/Jahr, 12 Mrd. Złoty EBITDA-Ziel, 1.290 t Silber, 4 Mio. lbs Molybdän.
- 2030–2035: Beschleunigte Energiewende, Ausbau der Wertschöpfungskette, Umsatz mit weiterverarbeiteten Produkten erreicht ~60 % des Kupferkathodenabsatzes.
- Nach 2035: Neue Mine KGHM 2.0, Multi-Commodity-Industriegruppe, fortgesetzte Projekte in Chile, USA, Kanada und Übernahmemöglichkeiten.
Nach 2035 beabsichtigt KGHM, eine moderne, multi-commodity Industriegruppe zu werden. Kernstück ist der Bau einer neuen Mine, vorläufig KGHM 2.0 genannt, die als unabhängige, moderne Produktionslinie in neuen Bergbaugebieten betrieben wird.
Wir planen den Bau einer neuen Mine: KGHM 2.0. Es wird eine unabhängige, moderne Produktionslinie in neuen Explorationsgebieten sein. Wir werden unsere strategischen Projekte in Chile, den USA und Kanada weiterentwickeln. Wir suchen auch nach neuen Übernahmemöglichkeiten an anderen Standorten.
KGHM ist der größte Kupferproduzent Europas und für knapp 50 Prozent der EU-Kupferförderung verantwortlich. Polen verfügt über etwa 85 Prozent der europäischen Kupferressourcen.


