Das kenianische Gesundheitsministerium hat am Dienstag, 20. Oktober, einen neunten Ebola-Fall bestätigt. Bei dem Patienten handelt es sich um einen 24-jährigen Mann und nahen Angehörigen des ersten Patienten des Landes, der am 5. Oktober in einem Krankenhaus in Nairobi starb, nachdem er von der Demokratischen Republik Kongo über Uganda eingereist war. Das Ministerium erklärte, der Mann habe sich bereits in Quarantäne befunden, als er erkrankte, und sei isoliert und unmittelbar nach dem positiven Testergebnis behandelt worden. Acht weitere Patienten seien stabil und sprächen gut auf die Behandlung an, sagte Generaldirektor für Gesundheit Patrick Amoth.
Amoth betonte, alle neun Infektionen gingen auf eine Gruppe zurück.
„Alle neun Fälle gehören zu einem Cluster, und Stand heute gibt es keine Hinweise auf eine Übertragung außerhalb dieser Gruppe.“
Von 135 identifizierten Kontaktpersonen wurden 134 ausfindig gemacht und unter Quarantäne gestellt. Eine frühere, von AGI gemeldete Zählung nannte 130 Kontakte, von denen 128 ausfindig gemacht worden waren. Amoth sagte, die meisten Kontaktpersonen seien während der 21-tägigen Beobachtungsphase gesund geblieben und könnten ab dem 25. Oktober nach Hause zurückkehren. Das Ministerium rief die Gemeinden auf, sie wieder aufzunehmen, da von ihnen kein Infektionsrisiko ausgehe. In den Quarantäneeinrichtungen seien keine Infektionen gemeldet worden; man überwache die Infektionsschutzmaßnahmen zum Schutz des Gesundheitspersonals. Unter den bestätigten Fällen sind vier Angehörige des ersten Patienten, drei Beschäftigte im Gesundheitswesen und eine Reinigungskraft eines Krankenhauses.
Das US-Außenministerium hat seinen Reisehinweis für Kenia von Stufe 2 auf Stufe 3 angehoben und Bürger aufgefordert, Reisen zu überdenken. Die Warnung nennt Gesundheitsrisiken, Kriminalität, Entführungen, Terrorismus, Unruhen und Verkehrssicherheit und warnt davor, dass Proteste, Streiks und politische oder wirtschaftliche Demonstrationen gewaltsam werden und Straßen blockieren können. Die US-Botschaft in Kenia erklärte, die Warnstufe sei wegen Gesundheitsrisiken angehoben worden. Kenia hat keine Beschränkungen für Reisen, Handel oder öffentliche Versammlungen verhängt, und Behördenvertreter betonen, das Land bleibe offen für Geschäfte.
Die Ärztegewerkschaft hat Bedenken wegen „Versäumnissen“ an den Grenzübergängen zu Uganda und Tansania sowie am internationalen Flughafen Kenias geäußert. Dennis Miskellah, der Vertreter der Gewerkschaft, sagte der BBC, die Grenz- und Hafteinrichtungen seien stark unterbesetzt. Kenia hat verstärkte Kontrollen für Reisende aus zehn Ländern eingeführt: DR Kongo, Uganda, Tansania, Ruanda, Burundi, Angola, Sambia, Äthiopien, Südsudan und die Zentralafrikanische Republik.
Die Demokratische Republik Kongo kämpft seit Mai gegen einen Ausbruch, und die Zahlen unterscheiden sich je nach Quelle. Die BBC nennt mehr als 9.500 Fälle und mehr als 4.000 Tote, AGI meldet mehr als 9.000 Fälle und 4.381 Tote, und die jüngste, von Notícias ao Minuto zitierte Bilanz der kongolesischen Regierung zählt 9.277 bestätigte Fälle und 4.478 Tote. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten bezeichnet ihn laut Al Jazeera als zweitgrößte Epidemie der Geschichte. Auch Uganda, Äthiopien und Somalia sind in Alarmbereitschaft. Kenia ist das vierte Land, das einen Fall im Zusammenhang mit der Epidemie im Kongo meldet, nach Uganda, Frankreich und den Niederlanden. Die WHO erklärte den Ausbruch in Uganda am 26. August für beendet – nach 20 bestätigten Fällen, darunter 15 aus dem Kongo eingeschleppte, und zwei Todesfällen. Gegen den Bundibugyo-Stamm gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung, allerdings laufen Studien.
In Kenia wird gefragt, wie der erste Patient Zeit in der am stärksten betroffenen Region verbringen und anschließend durch zwei weitere Länder reisen konnte, bevor seine Erkrankung erkannt wurde. Da Kenia ein regionales Verkehrsdrehkreuz ist, gilt das Risiko einer grenzüberschreitenden Ausbreitung als zentrale Sorge. Bei der Bekanntgabe des ersten Falls riefen die Behörden die Bevölkerung auf, nicht in Panik zu geraten, und versprachen verstärkte Überwachung an Flughäfen und Grenzübergängen. Bislang lassen sich nach Angaben des Ministeriums alle neun Fälle auf einen einzigen Cluster zurückführen.
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Pollar unterstützenGesundheit & Bildung · Nairobi und Washington
Das kenianische Gesundheitsministerium hat am Dienstag, 20. Oktober, einen neunten Ebola-Fall bestätigt: einen 24-jährigen nahen Angehörigen des ersten Patienten, der am 5. Oktober in Nairobi gestorben war. Am selben Tag hoben die Vereinigten Staaten ihren Reisehinweis für Kenia von Stufe 2 auf Stufe 3 an.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von BBC, ANSA.it, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht .