
Kennedy-Center-Vorstand reicht Last-Minute-Berufung ein, um Trumps Namen bis Freitag an der Fassade zu behalten
Der handverlesene Vorstand des Kennedy Centers stimmte am Donnerstag dafür, gegen die Anordnung eines Bundesrichters Berufung einzulegen, wonach der Name von Präsident Donald Trump bis Freitag von dem Gebäude entfernt werden muss. Damit wird eine Aussetzung des Urteils angestrebt, das die Umbenennung für rechtswidrig erklärte.
Vorstand stimmt für Anfechtung der Gerichtsverfügung
Der Vorstand des Kennedy Centers stimmte am Donnerstag dafür, eine Aussetzung des Urteils von US-Bezirksrichter Christopher Cooper vom 29. Mai zu beantragen, das die Entfernung von Trumps Namen von der Kunstspielstätte bis Freitag vorschrieb, wie eine mit der nichtöffentlichen Sitzung vertraute Person mitteilte. Eine kurze Berufungsmitteilung wurde am späten Donnerstag eingereicht. Der Vorstand verabschiedete außerdem eine Resolution, die Trumps Engagement für die Einrichtung würdigt.
Hintergrund der Übernahme
Trump übernahm die Kontrolle über das Zentrum zu Beginn seiner zweiten Amtszeit, verdrängte die bisherige Führung und setzte einen handverlesenen Vorstand ein, der ihn zum Vorsitzenden ernannte. Richard Grenell war bis März Präsident, als Matt Floca die Rolle übernahm. Im Dezember gab der Vorstand bekannt, dass die Einrichtung in Trump Kennedy Center umbenannt und der Name des Präsidenten physisch an der Fassade angebracht wurde. Wissenschaftler und Gesetzgeber argumentierten, dass nur der Kongress eine solche Änderung genehmigen könne.
Rechtliche und institutionelle Folgen
Coopers Urteil untersagte der Verwaltung, das Zentrum für eine zweijährige Renovierung zu schließen, die für Juli geplant war. Nach der Entscheidung entfernte die Website des Kennedy Centers Trumps Namen, und ein internes Memo vom 4. Juni wies die Mitarbeiter an, den ursprünglichen Namen zu verwenden. Eine E-Mail dieser Woche über die Zeremonie zum Mark-Twain-Preis am 28. Juni ließ Trumps Namen ebenfalls weg. Die Berufung des Vorstands stellt eine Umkehrung dieser Befolgung dar.
Reaktion der Kunstszene
Die Umbenennung löste heftige Gegenreaktionen aus. Der Schauspieler Issa Rae, der Musiker Bela Fleck und die Autorin Louise Penny zogen sich von geplanten Auftritten zurück. Die Berater Ben Folds und Renée Fleming traten von ihren Ämtern zurück, und die geschäftsführende Direktorin des National Symphony Orchestra, Jean Davidson, verließ das Orchester für eine Stelle in Los Angeles.
- Trump verdrängt die bisherige Führung des Kennedy Centers und setzt einen handverlesenen Vorstand ein, der ihn selbst zum Vorsitzenden ernennt.
- Der Vorstand kündigt die Umbenennung in Trump Kennedy Center an und bringt den Namen an der Fassade an.
- Richter Cooper entscheidet, dass Trumps Name rechtswidrig hinzugefügt wurde, ordnet die Entfernung bis zum 12. Juni an und blockiert die Renovierungsschließung.
- Ein Memo des General Counsel des Kennedy Centers weist die Mitarbeiter an, den ursprünglichen Namen zu verwenden und den Trump-Verweis zu streichen.
- Der Vorstand stimmt für die Aussetzung des Urteils und reicht eine Berufungsmitteilung ein.
- Gerichtlich angeordnete Frist zur Entfernung von Trumps Namen; formeller Antrag auf Aussetzung fällig.
Nächste Schritte
Der formelle Antrag auf Aussetzung sollte am Freitag eingereicht werden, demselben Tag, an dem die Frist für die Entfernung von Trumps Namen von der Außenfassade und von Materialien ablief. Die Berufung könnte den Rechtsstreit um den Namen des 1971 eröffneten Denkmals für Präsident John F. Kennedy verlängern.

