Konflikte · Kiew, Charkiw und Évian
Russischer Drohnenangriff setzt UNESCO-Weltkulturerbe Petschersk-Lawra in Kiew in Brand und löst weltweite Empörung aus
Eine russische Kamikaze-Drohne schlug in den frühen Morgenstunden des Montags in die Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Klosterkomplexes Petschersk-Lawra ein, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der Angriff löste einen Großbrand aus und stieß bei europäischen Staats- und Regierungschefs auf scharfe Verurteilung.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von de Volkskrant, NRC, Trouw und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Russland feuerte 70 Raketen und 611 Drohnen ab, tötete mindestens 11 Menschen, verletzte Dutzende und verursachte Stromausfälle für 140.000 Menschen in Kiew.
Eine Kamikaze-Drohne schlug in die Mariä-Entschlafens-Kathedrale der Petschersk-Lawra ein und verursachte ein Feuer, das über 800 Quadratmeter Dachfläche zerstörte und die Fassade schwer beschädigte.
Die Ukraine gibt an, dass die Angriffe auch das Museum Mystezkyj-Arsenal und ein Filmstudio trafen; Russland weist die Verantwortung von sich und behauptet, eine ukrainische Flugabwehrrakete habe den Schaden verursacht.
Europäische Staatschefs, darunter Macron und von der Leyen, verurteilten den Angriff als Kriegsverbrechen; Selenskyj forderte auf dem laufenden G7-Gipfel in Évian zum Handeln auf.
Die 1051 gegründete Petschersk-Lawra ist für orthodoxe Christen von tiefer Bedeutung und seit 1990 UNESCO-Weltkulturerbe, seit 2023 als gefährdet eingestuft.
- 1.01.Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste als Meisterwerk ukrainischer Kunst.
- 1.01.Aufnahme in die Liste des gefährdeten Welterbes aufgrund der Bedrohung durch die russische Offensive.
- 15.06.Russischer Drohnenangriff trifft die Mariä-Entschlafens-Kathedrale und verursacht einen Großbrand.
Nacht der Angriffe
Russland startete einen der massivsten nächtlichen Angriffe auf die Ukraine seit Wochen und feuerte 70 Raketen sowie 611 Drohnen auf Ziele im ganzen Land ab. Kiew und Charkiw waren am stärksten betroffen; nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj kamen mindestens 11 Menschen ums Leben, 53 wurden verletzt. In der Hauptstadt brachen 26 Brände aus, und nach Treffern in der Energieinfrastruktur waren 140.000 Einwohner ohne Strom. In Charkiw starben fünf Rettungskräfte bei Löscharbeiten.
Schäden am kulturellen Erbe
Der symbolträchtigste Einschlag traf die Petschersk-Lawra, auch Höhlenkloster genannt, einen weitläufigen orthodoxen Komplex am Dnipro, dessen Geschichte bis ins Jahr 1051 zurückreicht. Eine Kamikaze-Drohne bohrte sich in das Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale, setzte mehr als 800 Quadratmeter der Struktur in Brand und zerstörte die Fassade. Feuerwehrleute kämpften den ganzen Morgen gegen die Flammen, während Museumsmitarbeiter versuchten, antike Ikonen und Reliquien in Sicherheit zu bringen. Der Direktor des Denkmalschutzdienstes, Maksym Ostapenko, erklärte, die Brände seien unter Kontrolle, warnte jedoch vor einer anhaltenden Einsturzgefahr.
„Die Brände sind unter Kontrolle, aber es besteht weiterhin Einsturzgefahr.“
Zuvor war in derselben Nacht ein weiteres Geschoss in das nahegelegene Mystezkyj-Arsenal eingeschlagen, eines der bedeutendsten Museen für zeitgenössische Kunst in der Ukraine. Auch das Dowschenko-Filmstudio, das älteste des Landes, wurde beschädigt, ebenso wie ein Kindergarten und ein Markt. Der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko verurteilte die Angriffe als Versuch, die ukrainische Identität auszulöschen, während das Außenministerium ankündigte, die UNESCO einzuschalten, um Russland für „diese Barbarei“ zur Rechenschaft zu ziehen.
Internationale Verurteilung
Der Angriff hallte weit über die Grenzen der Ukraine hinaus. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot zog einen direkten Vergleich für ein westliches Publikum und sagte, es sei so, als wären Notre-Dame oder die Kathedrale von Saint-Denis bombardiert worden. Präsident Emmanuel Macron erklärte, dass „nichts diesen Angriff auf unser universelles Erbe rechtfertigt“. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete den Schlag als „sinnlose Gewalt“, und der EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nannte ihn ein Kriegsverbrechen und fügte hinzu, dass neue Sanktionen gegen Russlands Kriegswirtschaft und Schattenflotte vorbereitet würden.
„Es ist, als wären Notre-Dame oder die Kathedrale von Saint-Denis bombardiert worden.“
Selenskyj, der zum Auftakt des G7-Gipfels im französischen Évian sprach, drängte die Staats- und Regierungschefs dazu, das Treffen zu nutzen, um den Druck auf Moskau zu erhöhen. „Es ist von großer Bedeutung, dass die Welt zu diesem jüngsten Akt russischer Barbarei nicht schweigt“, sagte er. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha schrieb in den sozialen Medien, der Angriff setze Präsident Wladimir „Putin auf die Liste der schrecklichsten Barbaren der Geschichte“ und forderte entschlossene Reaktionen internationaler Institutionen.
„Es ist von großer Bedeutung, dass die Welt zu diesem jüngsten Akt russischer Barbarei nicht schweigt.“
Historische Bedeutung
Nur wenige Orte verkörpern das vielschichtige religiöse und nationale Erbe der Ukraine so kraftvoll wie die Petschersk-Lawra. Das 1051 vom Asketen Antonius gegründete Kloster beherbergt in seinen unterirdischen Höhlenkirchen die mumifizierten Überreste von Heiligen und Mönchen, die fast tausend Jahre alt sind. Über die Jahrhunderte überstand das Kloster Mongolenüberfälle, tatarische Plünderungen und die Explosion, die 1941 die Mariä-Entschlafens-Kathedrale zerstörte – ein Ereignis, dessen Urheberschaft bis heute zwischen NS- und Sowjetkräften umstritten ist. 1990 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, wurde der Komplex 2023 aufgrund der Bedrohung durch die russische Invasion auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Für viele Ukrainer ist die Stätte nicht nur ein historisches Denkmal, sondern ein Identitätsanker der ostslawisch-orthodoxen Kultur, was ihre Zerstörung zu einem Akt tiefer kultureller Gewalt macht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- de VolkskrantRusland treft met Holenklooster de ziel van Oekraïne: 'Wraak voor ons verlangen om geen Russen te zijn'
- NRCMet de aanval op dit klooster treft Rusland heel Oekraïne
- TrouwMet een drone zet Rusland een van de 'belangrijkste spirituele en culturele monumenten' van Oekraïne in brand
- NRCGrote zwarte rookwolken hangen boven Kyiv, waar hulpdiensten branden blussen in een kleuterschool, een markt, het Holenklooster en een museum
- Wolodymyr Selenskyj
- Präsident der Ukraine
- Jean-Noël Barrot
- Französischer Minister für Europa und Äußeres
- Emmanuel Macron
- Präsident von Frankreich
- Ursula von der Leyen
- Präsidentin der Europäischen Kommission
- Kaja Kallas
- Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik
- Andrij Sybiha
- Ukrainischer Außenminister
- Maksym Ostapenko
- Direktor des Denkmalschutzdienstes der Petschersk-Lawra
- Epiphanius I. von der Ukraine
- Metropolit von Kiew und Oberhaupt der Orthodoxen Kirche der Ukraine
- Vitali Klitschko
- Bürgermeister von Kiew
- Ihor Klymenko
- Ukrainischer Innenminister
- Wladimir Putin
- Präsident von Russland
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